
Mit einer eindrucksvollen Aufnahme des wechselwirkenden Galaxienpaars Arp 147 hat sich das Weltraumteleskop Hubble zurückgemeldet: nach der Wiederinbetriebnahme der Wide Field Planetary Camera-2 am vergangenen Wochenende konnte Hubble das Galaxienpaar am 27. und 28. Oktober ablichten. Das Bild wurde heute veröffentlicht. Arp 147 befindet sich mehr als 400 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Walfisch (Cetus).
Hubble Scores a Perfect Ten
Solscape
Energiesparprogramm für Phoenix
Für den Marslander Phoenix wird es allmählich ernst. Indem der Sommer auf der Nordhalbkugel des Roten Planeten auf sein Ende zugeht, liefern die Solarzellen der Sonde immer weniger Strom. Zum Ausgleich haben die Ingenieure vom Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena begonnen, nach und nach die Heizvorrichtungen und Bordinstrumente abzuschalten. Als erste Stromsparmaßnahme wurde eine Heizvorrichtung deaktiviert, die den langen Roboterarm von Phoenix, die daran angebrachte Kamera sowie das TEGA-Instrument zur Analyse von Bodenproben erwärmt hatte. Zuvor wurde der Roboterarm so ausgerichtet, dass der Temperatur- und Feuchtigkeitsfühler an seiner Spitze in den Marsboden ragt und weiterhin Daten liefern kann. Soweit nötig, werden später drei weitere Heizvorrichtungen abgeschaltet, die u.a. auch die Hauptkamera des Landers auf Betriebstemperatur halten.
NASA’s Phoenix Mission Faces Survival Challenges
NASA-Orbiter zeigt Details eines feuchteren Mars
Die US-amerikanische Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter hat in mehreren Regionen des Roten Planeten das Mineral Opal nachgewiesen. Das Mineral bildet sich, wenn durch vulkanische Prozesse entstandenes Gestein mit offenem Wasser in Kontakt kommt. Die Entdeckung legt die Vermutung nahe, dass flüssiges Wasser noch eine Milliarde Jahre länger auf der Planetenoberfläche vorhanden war, als Wissenschaftler bislang annahmen. Das Wasser spielte offenbar eine wichtige Rolle bei der Formung der Planetenoberfläche und kann möglicherweise Lebensformen beherbergt haben.
NASA Orbiter Reveals Details of a Wetter Mars
Elektrische Aktivität in Titanatmosphäre
Physiker der Universität von Granada und der Universität von Valencia (Spanien) konnten anhand der Analyse von Daten der Sonde Huygens nachweisen, dass es in der Atmosphäre des größten Saturnmondes Titan elektrische Aktivitäten gibt.
Spanish scientists confirm the existence of electric activity in Titan, the largest moon of Saturn
(lokal gespeicherte PDF-Datei des Original-Artikels)
Malaria bei den alten Ägyptern
Im Gewebe zweier ägyptischer Mumien sind Prof. Dr. med. Andreas Nerlich und sein Team vom Institut für Pathologie des Klinikums Bogenhausen in München auf die mehr als 3.500 Jahre alte DNA des einzelligen Parasiten Plasmodium falciparum gestoßen. Den Forschern gelang damit der bisher älteste Nachweis der Malaria-Krankheit weltweit.
Doppelter Asteroidengürtel um Epsilon Eridani
Ein Forscherteam um Dr. Dana Backman vom SETI-Institute in Mountain View, Kalifornien, nutzte den Infrarotsatelliten Spitzer, um den nur 10,5 Lichtjahre entfernten Stern Epsilon Eridani im Detail zu untersuchen. In den Infrarot-Spektren stießen die Wissenschaftler auf zwei ringförmige Ansammlungen von Kleinplaneten. Der innere Gürtel ähnelt dem Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter und dürfte wie dieser etwa fünf Prozent der Masse des Erdmondes ausmachen. Er ist rund 3 Astronomische Einheiten (AE) von Epsilon Eridani entfernt. Weiter außen bei etwa 20 AE liegt der zweite, mit ca. einer Mondmasse wesentlich massereichere, äußere Asteroidengürtel. Aufgrund ihres Fundes postulieren die Wissenschaftler die Existenz von zwei weiteren Planeten im Epsilon-Eridani-System (Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble hatten Anfang Oktober 2006 die Existenz eines jupiterähnlichen Planeten bestätigt). Einer soll den Stern knapp außerhalb des äußeren Asteroidengürtels umrunden, ein anderer knapp innerhalb der schon seit längerem bekannten, äußeren Scheibe aus Eiskörpern, die sich in einem Abstand zwischen 35 und 90 AE befindet und in etwa mit unserem Kuiper-Gürtel vergleichbar ist.
Closest Planetary System Hosts Two Asteroid Belts
Solar System’s Young Twin Has Two Asteroid Belts
Astronomers discover a nearby star system just like our own Solar System
Hubble Observations Confirm that Planets Form from Disks Around Stars
Hubble arbeitet wieder
Das Weltraumteleskop Hubble arbeitet wieder: am Wochenende schalteten die Techniker der NASA die Wide Field Planetary Camera-2 wieder ein. Mit neuen Bildern der Kamera kann noch im Verlauf dieser Woche gerechnet werden. Die technischen Probleme mit Hubble begannen vor rund einem Monat, als ein Bauteil, das für die Aufbereitung und Übertragung der Daten zur Erde benötigt wird, Fehlfunktionen zeigte und daraufhin abgeschaltet werden musste. Als sich das Bauteil trotz mehrerer Versuche nicht wieder aktivieren ließ, entschieden sich die Techniker dafür, ein an Bord von Hubble befindliches Backup-Bauteil zu aktivieren. Dazu war es aber nötig, das gesamte Datenmanagement des Teleskops zu modifizieren. All diese Schwierigkeiten hatten für eine Verschiebung der letzten Service-Mission zu Hubble gesorgt, die ursprünglich für Mitte Oktober geplant war. Um nun während der Service-Mission auch das fehlerhafte Bauteil reparieren zu können, wurde der Start der Raumfähre Atlantis auf Mitte Februar 2009 verschoben.
Hubble Status Report #7
Solscape – Trouble mit Hubble: Gerät ausgefallen, Servicemission verschoben!
Mondkrater ohne Eis
Sollte es auf dem Mond tatsächlich Wasser geben, so steht dieses nicht ohne weiteres für menschliche Kolonisten zur Verfügung. Aufnahmen der japanischen Sonde Kaguya vom November und Dezember 2007 zeigen, dass es nicht einmal im tiefen Krater Shackleton, dessen Boden permanent im Schatten liegt, helle Eisflächen gibt. Die Hoffnungen auf lunare Wasservorräte waren zuletzt durch die amerikanischen Raumsonden Lunar Prospector und Clementine genährt worden. Die Radarbeobachtungen von Clementine im Jahr 1996 hatten angedeutet, dass sich im Shackleton-Krater Wassereis abgelagert hat, und Neutronen-Messungen von Lunar Prospector im Jahr 1998 hatten ergeben, dass es in den Polarregionen des Erdtrabanten reichlich Wasserstoff gibt, wie er etwa in Form von Wassereis vorliegen könnte.
Kaguya
CoRoT sieht "Sonnenbeben" auf anderen Sternen
Die Untersuchung der Sonne mit Hilfe einer Technik ähnlich der Seismologie hat ein neues Zeitalter im Verständnis des Sonneninneren eröffnet. Der Satellit CoRoT hat nun diese Technik an drei anderen Sternen angewendet und damit erstmals deren Inneres direkt untersucht.
COROT directly sees ‚Sun-quakes‘ in other stars for the first time
Indische Raumsonde auf dem Weg zum Mond
Indien hat seine erste Raumsonde auf den Weg zum Mond geschickt. Chandrayaan-1 startete heute am frühen Morgen vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan ins All. Die Sonde soll in 16 Tagen den Erdtrabanten erreichen und wird ihn dann zwei Jahre lang erforschen. Eine kreisförmige Umlaufbahn in etwa 100 Kilometern Höhe und das Zusammenspiel von mehreren wissenschaftlichen Instrumenten erlauben der Sonde einen besonders genauen Blick auf den Mond. Ziel ist es unter anderem, eine flächendeckende mineralogische Karte der Mondoberfläche zu erstellen. Dazu hat Chandrayaan-1 auch Technik aus Deutschland mit an Bord: das Infrarot-Spektrometer SIR-2 vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Das Instrument ist das Nachfolgemodell eines Infrarot-Spektrometers, das sich bereits im Jahr 2004 bei der europäischen Mondmission SMART-1 bewährt hat.
PSLV-C11 Successfully Launches Chandrayaan-1
