Einen luxuriös ausgestatteten Regierungspalast sowie einige Gräber mit wertvollen Grabbeigaben haben deutsche Archäologen am oberen Tigris in der Türkei entdeckt. Der Palast stammt aus der Regierungszeit von Assurnasirpal II. (883-859 v. Chr.), einem der bedeutendsten Herrscher in Mesopotamien.
Archäologen der Universität Mainz legen antiken Statthalterpalast in der Türkei frei
Solscape
Älteste Schrift im mykenischen Tiryns
Bevor die Griechen der Antike das bekannte griechische Alphabet benutzten, gab es mehrere andere Schriftformen. In mykenischer Zeit etwa schrieben die Palastschreiber ihre Urkunden und Lagerlisten in der sog. Linear B Schrift. Forschern des Deutschen Archäologischen Institutes unter Leitung von Joseph Maran von der Universität Heidelberg gelang nun der älteste Nachweis für diese Schrift in der mykenischen Stadt Tiryns. In einem großen Gebäude in der Unterstadt fanden sie die Reste einer 3.300 Jahre alten Schrifttafel.
Ältester Hinweis auf Schriftverwendung im mykenischen Tiryns
Mikrostruktur von Quantengasen sichtbar gemacht
Physikern aus der Arbeitsgruppe Quanten-, Atom- und Neutronenphysik (QUANTUM) der Universität Mainz ist es erstmals gelungen, mittels eines hochauflösenden Rasterelektronenmikroskops die räumliche Verteilung einzelner Atome in einem Bose-Einstein-Kondensat sichtbar zu machen.
Mikroskopische Struktur von Quantengasen sichtbar gemacht
High-resolution scanning electron microscopy of an ultracold quantum gas
NGC 7331

Die Spiralgalaxie NGC 7331 im Sternbild Pegasus ist am Nachthimmel bereits mit kleinen Teleskopen als schwach leuchtender, diffuser Fleck erkennbar. Eine neue Aufnahme des 3,5-Meter-Teleskops am Calar-Alto-Observatorium in Spanien zeigt das Sternsystem nun in seiner ganzen Pracht.
NGC 7331: eine große Spiralgalaxie
IBEX erforscht den Rand des Sonnensystems
Den Rand des Sonnensystems soll ein Satellit erforschen, den die NASA in der Nacht auf Montag gestartet hat. Der „Interstellar Boundary Explorer“ (IBEX) soll energiereiche Teilchen aus jener Region empfangen, in der Sonnenwind und interstellares Gas aufeinanderprallen. Bei diesem Aufeinandertreffen werden elektrisch neutrale Atome auf hohe Energien beschleunigt – unter anderem in Richtung inneres Sonnensystem. Aus der Kartierung dieses Teilchenregens erhoffen sich die Forscher um David McComas vom Southwest Research Institute im texanischen San Antonio neue Erkenntnisse über die Struktur der Stoßfront (Termination Shock). Messungen der Pioneer- und Voyager-Raumsonden hatten bereits gezeigt, dass deren Form nicht perfekt kugelförmig ist und im Laufe der Zeit variiert.
IBEX: Interstellar Boundary Explorer
Eine Oase für Dinosaurier
Geologen um Marjorie Chan von der University of Utah machten an der Grenze zwischen Arizona und Utah einen spektakulären Fund: auf engem Raum zeigt sich eine Ansammlung von über 1.000 Fußabdrücken und Schwanzspuren von Dinosauriern, die auf einen Sammelplatz der Tiere hindeutet. Wahrscheinlich haben sich die Dinosaurier hier vor etwa 190 Millionen Jahren zum Trinken an einem Wasserloch getroffen.
A Dinosaur Dance Floor
Pulsar strahlt im Gammalicht
Erstmals haben Wissenschaftler einen Pulsar anhand seiner Gammastrahlung identifiziert. Die Entdeckung gelang einem internationalen Forscherteam um Gottfried Kanbach vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching. Für ihre Beobachtungen nutzten die Forscher das am 11. Juni 2008 gestartete Fermi Gamma-ray Space Telescope.
NASA’S Fermi Telescope Discovers First Gamma-Ray-Only Pulsar
Marsmond Phobos gewogen
Anhand der auf die Raumsonde Mars Express ausgeübten Schwerkraft haben Forscher von der Universität Köln die Masse des Marsmondes Phobos zu 10,72 Billionen Tonnen bestimmen können. Die Dichte von Phobos liegt demnach kaum 90 Prozent über der von Wasser und deutlich unter der von typischem Marsgestein. Diese Resultate stehen im Einklang mit der Vermutung, dass es sich bei dem Mond um einen sehr porösen, vom Mars nachträglich eingefangenen Asteroiden handelt.
Jahreszeiten auf Uranus
Was noch vor 20 Jahren nur auf den Bildern der Raumsonde Voyager 2 zu erkennen war, kann heute mit leistungsfähigen erdgebundenen Teleskopen sichtbar gemacht werden: auf neuen Bildern des Keck-II-Teleskops sind jahreszeitliche Veränderungen in der Atmosphäre des Uranus sowie die Ringe des Gasplaneten deutlich zu erkennen.
New images yield clues to seasons of Uranus
Die stürmischen Pole des Saturn
Und noch einmal Saturn. Diesmal geht es um die beiden gigantischen Zyklone an den Polen des Ringplaneten. Mit dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS) an Bord der Raumsonde Cassini konnten jetzt mehrere Aufnahmen von den Polarregionen des Saturn gemacht und teilweise zu einem Film kombiniert werden. Die Bilder zeigen weitaus mehr Details als frühere Aufnahmen.
Giant Cyclones at Saturn’s Poles Create a Swirl of Mystery
