
Foto der ringförmigen Sonnenfinsternis
von Aditya Sanjaya aus Jakarta, Indonesien.
Weitere Fotos:
Solar Eclipse Gallery bei SpaceWeather.com

Foto der ringförmigen Sonnenfinsternis
von Aditya Sanjaya aus Jakarta, Indonesien.
Weitere Fotos:
Solar Eclipse Gallery bei SpaceWeather.com
Am morgigen Montag, den 26.01.2009 findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, deren Zentralzone weitgehend über abgelegenen Gebieten des Indischen Ozeans verläuft. Kurz vor Sonnenuntergang überquert der Finsternispfad zunächst die Cocos Islands – ein Korallen-Atoll, das zu Australien gehört – und dann die indonesischen Hauptinseln Sumatra und Java. Bei zunehmend niedrigem Sonnenstand überquert der Feuerring dann noch Borneo und den Norden von Sulawesi. Augenblicke später endet die ringförmige Verfinsterung in der Celebessee.
Einige „SoFi-Jäger“ sind nach Indonesien und zu den Cocos Islands gereist. Eventuell gibt es bereits am Montagabend erste Bilder der ringförmigen Sonnenfinsternis hier im Blog zu sehen.

Der Nordpol des Mars,
aufgenommen vom Mars Global Surveyor.
Am Nordpol des Mars gibt es reichlich Wassereis, das zudem von bemerkenswerter Reinheit ist. Das ermittelten Forscher um Cyril Grima und Wlodek Kofman vom Laboratoire de Planétologie in Grenoble anhand der Daten des Radarinstruments SHARAD, das sich an Bord der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter befindet. Gemessen an der Art und Weise, wie das Material der nördlichen Polkappe des Mars die Radarwellen reflektiert, muss es stellenweise zu mehr als 95 Prozent aus Wassereis bestehen. Nur zum Rand der Polkappe hin steigt der Anteil an Verunreinigungen.
Mit einem geschätzten Volumen von 2 bis 3 Millionen Kubikkilometern gelten die Eisablagerungen an den Polen des Mars als die größten Wasservorkommen auf dem Roten Planeten.
Die Tiefsee ist der größte Lebensraum der Erde. Jetzt gewährt eine Ausstellung in Frankfurt am Main faszinierende Einblicke in diesen scheinbar lebensfeindlichen Lebensraum, seine bizarre Bevölkerung – und die Geschichte seiner Erforschung:
Ausstellung „Tiefsee und Meeresforschung“
Senckenberg Naturmuseum (Sonderbau)
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt a. M.
Öffnungszeiten: täglich 9-20 Uhr
Besondere Einblicke in ein winziges Stück Bernstein haben deutsche und amerikanische Forscher um Michael Heethoff von der Universität Tübingen erhascht. Mittels Computertomografie konnten sie nicht nur die Umrisse einer Hornmilbe, sondern auch deren innere Organe sichtbar machen. Als das Tier vor 15 Millionen Jahren in das Harz eingeschlossen wurde, trug es demnach ein Ei samt Embryo in sich.
Das untersuchte Bernsteinstückchen stammt aus der Dominikanischen Republik und besteht aus dem Harz einer längst ausgestorbenen Baumart. Bereits Anfang der 1990er-Jahre waren darin Fossilien aus der Gruppe der Hornmilben (Oribatida) entdeckt worden – Spinnentierchen, die nur Bruchteile eines Millimeters groß sind und die eine wichtige Rolle bei der Humusbildung im Boden spielen.
Würde man die vier inneren Planeten des Sonnensystems nebeneinanderlegen, so ergäbe sich eine fast symmetrische Anordnung: die zwei großen Planeten Venus und Erde werden von den kleineren Geschwistern Merkur und Mars eingerahmt. Diese Reihenfolge ist kein Zufall, wie der Astronom Bradley Hansen von der University of California in Los Angeles auf der 213. Tagung der American Astronomical Society im kalifornischen Long Beach berichtete. Hansen simulierte die Entstehung von terrestrischen Planeten aus einem schmalen Staubring um einen jungen Stern. In seinen Computermodellen bildeten sich in der Regel zwei größere Planeten am inneren und äußeren Rand der Trümmerscheibe. Auch kleinere Planeten wuchsen in dieser Umgebung heran. Früher oder später kollidierten diese Planeten-Embryonen jedoch mit anderen herumschwirrenden Brocken und zerbarsten. Doch Hansens Simulationen zeigten auch, dass die Mini-Planeten das gefährliche Bombardement zuweilen überlebten, und zwar dann, wenn sie durch die Schwerkraft ihrer größeren Geschwister auf stabile Bahnen außerhalb der Trümmerzone katapultiert wurden. Dort konnten sie nicht mehr zu größeren Planeten heranwachsen. Dadurch ergaben sich schließlich ähnliche Konstellationen wie in unserem Sonnensystem – mit zwei großen Planeten in der Mitte und zwei kleinen am Rand.
In einem Durchlauf der Computersimulation kollidierte einer der großen Planeten mit einem der Mini-Planeten. Bei einem ganz ähnlichen Zusammenstoß ist nach heutigen Erkenntnissen der Erdmond entstanden.
The Dynamical Origin Of Mercury And Mars
Schaubild: innere Struktur und Größenvergleich der terrestrischen Planeten unseres Sonnensystems
Mit Hilfe des Very Large Telescope der ESO entdeckten Astronomen um Juan Antonio Fernández Ontiveros vom Astrophysikalischen Institut der Kanaren eine Gruppe bislang unbekannter, staubreicher stellarer Kinderstuben in der nahen Galaxie NGC 253. In jeder dieser neu entdeckten Regionen könnten sich mehr als 100.000 junge, massereiche Sterne befinden. Die Beobachtungen der Astronomen deuten zudem darauf hin, dass sich im Zentrum der Galaxie ein massereiches Schwarzes Loch verbirgt. NGC 253 ist knapp 13 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt.
Frantic activity revealed in dusty stellar factories
The nucleus of NGC 253 and its massive stellar clusters at parsec scales
Edge-On Spiral Galaxy NGC 253: Behind a Dusty Veil Lies a Cradle of Star Birth
Über Nordeuropa verglühte gestern Abend ein Meteoroid in der Erdatmosphäre. Die großartige Leuchterscheinung wurde von vielen Menschen in Norddeutschland, Dänemark und Schweden beobachtet. Eine Überwachungskamera in Schweden konnte den Feuerball sogar filmen. Nach ersten Schätzungen hatte der Meteoroid einen Durchmesser von 0,5 bis 2 Meter. Etwaige Fragmente des Meteoroidenkörpers sind möglicherweise auf die dänischen Inseln Lolland und Falster niedergegangen oder in die Ostsee gestürzt.

Der Planetarische Nebel NGC 2818.
Der einzigartige Planetarische Nebel NGC 2818 ist in den offenen Sternhaufen NGC 2818a eingebettet. Beide, der Sternhaufen und der Nebel, befinden sich in mehr als 10.000 Lichtjahren Entfernung im südlichen Sternbild Schiffskompass. Das Alter des Sternhaufens schätzen Astronomen auf mehr als eine Milliarde Jahre.
Forscher der NASA haben auf dem Mars große Ausbrüche von Methangas beobachtet und geben damit der Frage nach Leben auf dem Roten Planeten neuen Auftrieb. Allerdings ist der Ursprung des Gases bisher völlig ungeklärt. Das Methan könnte sowohl aus geologischen als auch aus biologischen Quellen stammen. Das Methan in der Erdatmosphäre stammt zum größten Teil aus biologischen Quellen. Die sog. methanogenen Bakterien produzieren das Gas bspw. in Torfmooren oder im Magen-Darm-Trakt von Rindern. Solche oder ähnliche Bakterien wären womöglich auch in der Lage, auf dem Mars zu überleben. Doch Methan entsteht auf der Erde auch auf geochemischem Weg und wird z. B. bei Vulkanausbrüchen freigesetzt.
Die NASA-Wissenschaftler hatten den Mars sieben Jahre lang mit erdgebundenen Teleskopen beobachtet und dabei zum Teil starke saisonale Schwankungen der Methankonzentration in der Atmosphäre des Roten Planeten gemessen. So bemerkten sie bereits im Jahr 2003 während des Sommers auf der Mars-Nordhalbkugel sowie im Jahr 2006 während des Mars-Frühlings große Methanausbrüche. Das Gas kam dabei in riesigen Fahnen vor und schien aus separaten Quellen zu strömen. Eine Gaswolke enthielt etwa 19.000 Tonnen Methan.
Martian Methane Reveals the Red Planet is not a Dead Planet
Salinity-induced hydrate dissociation: A mechanism for recent CH4 release on Mars
Microbial origin of excess methane in glacial ice and implications for life on Mars