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Archaeopteryx hörte so gut wie ein Emu

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Versteinerung des Urvogels Archaeopteryx.

Der berühmte Urvogel Archaeopteryx hatte einer Studie zufolge eine ähnlich gute Gehörleistung wie der heute lebende australische Emu. Wie Forscher aus Deutschland, den USA und des britischen Natural History Museum in der jüngsten Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift „Proceedings of the Royal Society B“ berichten, konnten die Tiere Frequenzen von etwa 2.000 Hertz am besten hören. Dies ergaben vergleichende Untersuchungen des Innenohrs des im Natural History Museum in London ausgestellten Archaeopteryx-Fossils mit heutigen Vögeln und Reptilien per Computer-Tomographie.
Die Urvögel lebten vor rund 150 Millionen Jahren. Das erste von zehn bislang gefundenen Fossilien wurde 1861 in der Grube Ottmann bei Solnhofen/Bayern entdeckt.

Oldest bird hears like an emu

Inner ear anatomy is a proxy for deducing auditory capability and behaviour in reptiles and birds

Der Solnhofener Plattenkalk und seine Fossilien: Archaeopteryx (PDF, 564 KB)

Technik Museum Speyer: Die neue Welt der Raumfahrt

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Die Buran im Technik Museum Speyer.

Foto: Benjamin Nagel
Dieses Bild steht unter einer Creative Commons-Lizenz.

Seit dem 3. Oktober 2008 präsentiert das Technik Museum Speyer die einzigartige Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“. Initiiert vom Verein SPACE EXPO e.V. und unterstützt von der Europäischen Weltraumorganisation ESA, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie von EADS Astrium nimmt die Dauerausstellung die Besucher mit auf eine faszinierende Reise durch die Geschichte der bemannten Raumfahrt. Europas Beitrag zur bemannten Raumfahrt wird mit einmaligen Modellen gewürdigt, teilweise im Maßstab 1:1. So stellt die ESA Modelle des multifunktionalen Weltraumfrachters ATV und der Internationalen Raumstation sowie Teile des Kontrollzentrums zur Verfügung. Vom DLR kam das Original-Spacelab-Trainingsmodul, in dem sich u. a. der deutsche Astronaut Ulf Merbold auf seine Raumflüge vorbereitete. EADS Astrium steuerte Modelle der Trägerrakete Ariane 5 und des europäischen Forschungsmoduls Columbus in Originalgröße bei. Ein Besuchermagnet dürfte aber zweifellos die Raumfähre Buran werden, die unter großem Medieninteresse vom arabischen Kleinstaat Bahrain ins niederländische Rotterdam verschifft und anschließend auf dem Rhein nach Speyer transportiert wurde.
Die Raumfahrtausstellung ist täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, an Feiertagen und Wochenenden von 9:00 bis 19:00 Uhr.

Technik MUSEUM SPEYER

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Buran wird Highlight neuer Raumfahrtausstellung

Die letzte Reise einer Raumfähre

Schwarze Löcher existierten vor den Galaxien

Die im Zentrum der Galaxien liegenden Schwarzen Löcher sind offenbar älter als die sie umkreisenden Sterne, Planeten und Staubwolken. Diese These wird durch Messungen hochempfindlicher Großteleskope untermauert, die ein internationales Forscherteam nun bei der Konferenz der American Astronomical Society im kalifornischen Long Beach vorstellte. Die Wissenschaftler, darunter auch Forscher des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn, untersuchten die erste Zeitphase nach Entstehung des Universums. Mit Hilfe hochempfindlicher Radioteleskope wie dem Very Large Array (VLA) in den USA und dem Interferometer auf dem Plateau de Bure in den französischen Alpen erforschten sie die Entwicklung der Masse von Schwarzen Löchern und der sie umgebenden Galaxien. Die Masse im Zentralbereich einer Galaxie ist nach bisherigen Erkenntnissen etwa 700 bis 1.000 Mal so groß wie die Masse des Schwarzen Lochs. Diese Relation gilt über einen weiten Größen- und Altersbereich von Galaxien. Den Forschern gelang es nun, die Masseverhältnisse mehrerer Galaxien und ihrer schwarzen Löcher in den jungen Jahren des Universums zu bestimmen. Die Messungen zeigten, dass die Masse der Schwarzen Löcher zu dieser Zeit sehr viel größer gewesen ist. Dies bedeutet, dass sich die Schwarzen Löcher schon bildeten, bevor die Galaxien entstanden.

Black Holes Lead Galaxy Growth, New Research Shows

Protein des Ebola-Virus entschlüsselt

Ein Forscherteam unter Leitung von Gaya Amarasinghe von der Iowa State University hat die Struktur eines wichtigen Teils des Ebola-Proteins VP35 entschlüsselt. VP35 stört die natürliche Widerstandskraft der Host-Zellen gegen Virusinfektionen. Wenn man aufgrund der neuen Ergebnisse ein Medikament herstellen kann, das die Funktion von VP35 hemmt, könnte das Ebola-Virus möglicherweise neutralisiert werden.

Iowa State University researchers discover structure of key Ebola protein

Erste vollständige Karte der Milchstraße

Die Milchstraße ist die am genauesten untersuchte Galaxie des Universums. Viele Detailbeobachtungen sind nur dort möglich, weil andere Galaxien für genaue Untersuchungen zu weit entfernt sind. Daher ist unsere Heimatgalaxie auch immer für die Interpretation von Beobachtungen in anderen Galaxien wichtig. Heute wissen die Astronomen, dass die Sterne in der Milchstraße wie eine Scheibe verteilt sind, die im Zentrum eine balkenförmige Verdickung aufweist. Außerhalb dieses zentralen Bereichs ordnen sich die Sterne in der Scheibe vorzugsweise entlang von Spiralarmen an. Diese machen die typische, aus Bildern ähnlicher Galaxien bekannte Spiralstruktur der Milchstraße aus. Astronomen teilen diese Spiralgalaxien in bestimmte Typen ein, wodurch es möglich wird, ähnliche Galaxien statistisch zu untersuchen. Den Typ und die genaue Spiralarmstruktur auch für die Milchstraße zu bestimmen, erwies sich bislang jedoch als schwierig. Mit einer neuen Methode ist es Astrophysikern der Universitäten Bochum, Zürich und Iowa jetzt gelungen, die letzten weißen Flecken auf der Karte unserer Heimatgalaxie zu beseitigen. Die neue Karte der Spiralarmstruktur basiert auf einem bereits mehrere Jahre alten Modell aus den Doktorarbeiten von Nicolai Bissantz, Universität Bochum, und Peter Englmaier, Universität Zürich, das auf Infrarotdaten der NASA beruht. Englmaier und Bissantz ist es nun zusammen mit Martin Pohl von der Iowa State University gelungen, mit ihrem Modell die Gasverteilung im Zentrum der Milchstraße und den jenseits davon verteilten Spiralarmen zu beschreiben. Erstmals wurden damit die Spiralarme über die ganze Milchstraße verteilt bestimmt.

Vollständige Karte der Milchstrasse (JPG; 1000 x 904 Pixel; 667 KB)
(Erläuterung zum Bild: Die Milchstrasse aus der Vogelperspektive gesehen. Die Position unseres Sonnensystems ist dargestellt als gelber Punkt. Die Spiralarme sind rot eingezeichnet, die Gasverteilung im Inneren unserer Heimatgalaxie ist blau-grün und die außen grau-orange markiert.)

Forscher finden Gesetzmäßigkeit für die Magnetfeldstärke von Planeten und Sternen

Nicht nur die Erde, sondern auch andere Planeten, die Sonne und viele Sterne besitzen ein eigenes Magnetfeld. Die Stärke dieser Felder unterscheidet sich erheblich. Warum das so ist, war bisher unklar. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau und der Universität Göttingen haben nun aus Computersimulationen eine neue Gesetzmäßigkeit abgeleitet. Demnach hängt die Magnetfeldstärke eines Himmelskörpers hauptsächlich von der Energiemenge ab, die er in Form von Licht und Wärmestrahlung ins Weltall abgibt. Denn ein Teil dieses Energieflusses steht im Innern des Himmelskörpers zur Verfügung, um elektrische Ströme und somit das Magnetfeld zu erzeugen. Die Forscher konnten die neue Regel erstmals auch auf Sterne anwenden, deren Dichte sich anders als bei Planeten stark mit zunehmender Tiefe ändert. Die neue Theorie stimmt bisher mit Beobachtungsdaten von Erde, Jupiter und 35 schnell rotierenden Sternen mit bekannter Magnetfeldstärke gut überein.

Wie stark ist das Magnetfeld bei Himmelskörpern?

Hubble findet Sterne, die "Amok" laufen

Amerikanische Astronomen um Raghvendra Sahai vom Jet Propulsion Laboratory haben mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble eine Reihe von Sternen entdeckt, die durch das All rasen und dabei eine deutlich sichtbare Spur erzeugen. Diese „Bugwelle“ kommt zustande, indem der Teilchenwind der Sterne das interstellare Medium vor sich her treibt, verdichtet und zum Glimmen anregt.

Hubble Finds Stars That ‚Go Ballistic‘

Abstoßende Lifschitz-Casimir-Kraft erzeugt

Zwischen Objekten, die weniger als 100 Nanometer voneinander entfernt sind, treten kleine, aber messbare Anziehungskräfte auf. Mit Hilfe bestimmter Materialien konnte diese Casimir-Kraft nun in eine abstoßende Wechselwirkung umgekehrt werden. Dieser Effekt ermöglicht beispielsweise ein Objekt über einer Oberfläche schweben zu lassen oder Bauteile und Sensoren mit extrem niedriger Reibung zu entwickeln.
Im Jahr 1948 hatte der Physiker Hendrick Casimir vorausgesagt, dass sich zwei metallische Oberflächen anziehen, wenn sie sich sehr dicht gegenüber stehen. Erzeugt wird diese Kraft durch Quantenfluktuationen der Energie, die sich mit Heisenbergs Unschärferelation vereinbaren lassen. Jewgeni Michailowitsch Lifschitz erweiterte die Theorie und fand heraus, dass auch repulsive Kräfte möglich sein müssen.

Measured long-range repulsive Casimir–Lifshitz forces