Solscape

Asteroid raste knapp an der Erde vorbei

Der erst am vergangenen Freitag von Robert McNaught am Siding-Spring-Observatorium in Australien entdeckte kosmische Kleinkörper 2009 DD45 passierte die Erde am Montagnachmittag in gerade mal einem Fünftel der Mondentfernung. Die Gefahr eines Einschlags auf unserem Planeten bestand nicht.
Mit einem Durchmesser von 20 bis 50 Metern brachte es der Asteroid auf die Größe jenes Objekts, das am 30. Juni 1908 mit der Sprengkraft hunderter Hiroshima-Atombomben über Sibirien explodiert war und auf einer Fläche von mehr als 2.000 Quadratkilometern mehrere Millionen Bäume umgeknickt hatte.

Wikipedia: Tunguska-Ereignis

Das oben gezeigte Video stammt von Dave Herald aus Canberra/Australien und wurde am 2. März aufgenommen. Der Asteroid ist als kleiner Lichtpunkt zu sehen, der sich etwa entlang der Bildmitte von rechts nach links bewegt.

Zwergplanet mit warmer Hülle

Der Zwergplanet Pluto ist rund 40 Mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde, auf seiner Oberfläche herrschen Temperaturen um minus 220 Grad Celsius. Seit einigen Jahren ist zudem bekannt, dass Pluto eine sehr dünne Atmosphäre besitzt. Französische und deutsche Astronomen nutzten eines der Großteleskope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile, um mehr über den Aufbau dieser Gashülle zu erfahren. Bei zwei Gelegenheiten im August 2008 nahmen die Forscher mit einem hochempfindlichen Instrument das Infrarotspektrum des Pluto auf. Demnach bringt es die Atmosphäre auf eine Temperatur von minus 180 Grad Celsius und ist damit rund 40 Grad wärmer als die Oberfläche. Die Kombination der neuen Daten mit Beobachtungen von Sternbedeckungen ergab, dass die Gashülle des Pluto mit jedem Höhenkilometer um 3 bis 15 Grad wärmer wird. Der Grund für diese Temperaturinversion dürfte ein frostiges Pendant zum Schwitzen sein: indem das schwache Sonnenlicht auf die Plutooberfläche fällt, geht etwas Eis direkt in den gasförmigen Zustand über. Der Oberfläche wird auf diese Weise Wärmeenergie entzogen, der Atmosphäre dagegen zugeführt. Das in der Atmosphäre vorhandene Methan verstärkt dabei den Effekt.

The lower atmosphere of Pluto revealed

Pluto’s lower atmosphere structure and methane abundance from high-resolution spectroscopy and stellar occultations

CRIRES – CRyogenic high-resolution InfraRed Echelle Spectrograph

Bildergalerie: Vom Kometen Lulin bis zum Orion-Gürtel

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Komet Lulin, aufgenommen von Rich Richins.

Comet Lulin Photo Gallery @ SpaceWeather.com

Der Carina Nebel (NGC 3372), aufgenommen mit dem 2,2-Meter-Teleskop der ESO in La Silla, Chile:
https://www.eso.org/public/archives/images/publicationjpg/eso0905a.jpg

Saturnmond Prometheus wirft seinen Schatten auf die Saturnringe:
https://saturn.jpl.nasa.gov/images/casJPGFullS47/N00128147.jpg

Der diffuse Reflexionsnebel NGC 2170 im Sternbild Einhorn, fotografiert von Thomas V. Davis:
astroimages-1_i0000b9.jpg

Die Balkenspiralgalaxie NGC 4945 im Sternbild Zentaur, fotografiert von Dietmar Hager, Thorsten Brandes und Johannes Schedler:
https://apod.nasa.gov/apod/image/0901/4945dietmarfull.jpg

Der Bleistift-Nebel NGC 2736, fotografiert von Ken Crawford:
https://apod.nasa.gov/apod/image/0901/NGC2736_RS_crawford.jpg
Dieser Nebel ist Teil des nur 815 Lichtjahre von der Erde entfernten und 114 Lichtjahre großen Supernova-Überrestes Vela SNR im Sternbild Vela, dem „Segel des Schiffes“. Das Leuchten des Bleistift-Nebels entsteht durch die Kollision der Supernova-Schockwelle mit interstellarem Gas. Von der Supernova-Explosion zeugen aber nicht nur die expandierenden Schockwellen, sondern auch ein rotierender Pulsar im Zentrum der Vela-Region. Aus der Verlangsamung der Eigenrotation dieses Pulsars haben Astronomen errechnet, dass sich die Supernova-Explosion vor ungefähr 11.000 Jahren ereignet haben muss.

Der Doppelsternhaufen h und Chi Persei, fotografiert von Roth Ritter:
http://www.darkatmospheres.com/astro/gallery/clusters/clusters_2_bg.jpg
Dieser Doppelsternhaufen wurde bereits im Jahr 130 v. Chr. von dem griechischen Astronomen Hipparchos entdeckt.

Der Orion-Gürtel mit den Sternen Alnitak, Alnilam und Mintaka sowie dem Pferdekopf-Nebel. Auf dem Foto von Martin Mutti aus der Schweiz ist außerdem der Tränentropfen-Nebel zwischen Alnilam und Mintaka sehr gut zu erkennen.
https://apod.nasa.gov/apod/image/0902/orion_mutti_big.jpg

China beendet Mondmission

Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, ist die chinesische Mondsonde Chang’e-1 heute um 09:13 Uhr MEZ auf dem Mond aufgeschlagen. Die Sonde beendete ihre sechzehnmonatige Mission mit einem Impakt bei 1,5 Grad südlicher Breite und 52,36 Grad östlicher Länge im Mare Fecunditatis, etwa 120 km westlich des Landeplatzes von Luna 16. Chang’e-1 war am 24. Oktober 2007 an Bord einer Rakete des Typs „Langer Marsch“ gestartet. Nach Erreichen einer Mondumlaufbahn hatte die erste chinesische Mondsonde unter anderem zum Ziel, den Mond zu kartieren.

Titans Dünen als Wetterfahne

Die großen Dünenfelder auf dem Saturnmond Titan verraten einiges über das dortige Wetter. Entsprechende Resultate präsentierten Ralph Lorenz vom Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory in Maryland und seine Kollegin Jani Radebaugh von der Brigham Young University in Utah jetzt im Fachblatt „Geophysical Research Letters“. Anhand der Ausrichtung der Dünen konnten die Forscher auf die vorherrschenden Winde auf der exotischen Welt schließen. Dazu werteten sie Radardaten aus, welche von der Raumsonde Cassini über einen Zeitraum von vier Jahren gesammelt worden waren.
Die Dünen des Titan bestehen wahrscheinlich aus Körnchen gefrorener Kohlenwasserstoffe.

Cassini Maps Global Pattern of Titan’s Dunes

Dünen: Die Gesetze des Sandes

Die Fußabdrücke von Ileret

1,5 Millionen Jahre alte Fußabdrücke haben einer internationalen Forschergruppe um Matthew Bennett von der Universität Bournemouth den bislang ältesten Beleg für den modernen menschlichen Gang geliefert. Die bei Ileret am Turkanasee in Kenia entdeckten Abdrücke weisen alle Merkmale der heutigen Fortbewegung auf: einen gebogenen Fuß, einen großen, nach vorne gerichteten Zeh sowie eine Gewichtsverlagerung von der Ferse auf den Ballen bei jedem Schritt.

Auf den Spuren der Hominiden

Paläoanthropologie: Deine Spuren im Sand

Diamantring: Kaguya filmt Sonnenfinsternis

Dies sind Aufnahmen, wie man sie nicht alle Tage zu sehen bekommt: am 10. Februar 2009 gab es eine Halbschattenfinsternis des Mondes. Der japanischen Mondsonde Kaguya gelangen währenddessen mehrere Schnappschüsse der Erde, die sich gerade vor die Sonne geschoben hatte. Aus dem Mondorbit wirkte die Szenerie wie ein leuchtender Diamantring.

ESA und NASA planen weitere Missionen zu den äußeren Planeten

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Künstlerische Darstellung
der Europa Jupiter System Mission (links)
und der Titan Saturn System Mission (rechts).

Die europäische Weltraumagentur ESA und die NASA setzen ihre Zusammenarbeit bei der Erkundung des Sonnensystems fort. Bei einem Treffen in Washington vereinbarten Vertreter beider Organisationen, gemeinsame Missionen zu den Planeten Jupiter und Saturn zu schicken. Die Europa Jupiter System Mission vereint Elemente mehrerer früherer Missionskonzepte von ESA und NASA. Zu den wissenschaftlichen Zielen gehört unter anderem die Erkundung der flüssigen Ozeane, die unter den Eiskrusten der Jupitermonde Europa und Ganymed vermutet werden. Eine ähnliche Zielsetzung verfolgt die Titan Saturn System Mission, die neue Daten über die Saturnmonde Titan und Enceladus sammeln soll. Diese Mission könnte auch einen Lander oder einen Forschungsballon umfassen.

NASA and ESA Prioritize Outer Planet Missions

ESO: Faszinierendes Foto vom Helix-Nebel

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Der Helix-Nebel NGC 7293.

Die Europäische Südsternwarte (ESO) hat heute ein neues Bild ihres Wide Field Imager veröffentlicht, einer Kamera, die an das 2,2-Meter-Teleskop des Observatoriums in La Silla/Chile montiert ist. Das beeindruckende Foto zeigt den rund 700 Lichtjahre entfernten Helix-Nebel (NGC 7293) im Sternbild Wassermann.

Into the Eye of the Helix

Dawn fliegt am Mars vorbei

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Teil des nordwestlichen Randes
der Marsregion Tempe Terra,
aufgenommen von der Raumsonde DAWN.
(NASA/JPL/MPS/DLR/IDA and the DAWN Flight Team)

Die US-amerikanische Raumsonde Dawn hat sich am 18. Februar 2009 dem Mars bis auf 565 Kilometer genähert – um Schwung zu holen für den Weiterflug zum Asteroiden Vesta. Dabei gelangen der an Bord befindlichen, unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung entwickelten Kamera einzigartige Schnappschüsse von der Oberfläche des Roten Planeten.
Die Ankunft von Dawn bei Vesta ist für August 2011 vorgesehen, dann soll die Sonde in eine Umlaufbahn um den Himmelskörper eintreten und ihn genauer erforschen. Nach einem zehnmonatigen Aufenthalt verlässt Dawn den Asteroiden dann im Mai 2012 und begibt sich auf eine fast dreijährige Reise zum Zwergplaneten Ceres, den sie im Februar 2015 erreichen und mindestens bis Juli desselben Jahres umkreisen soll.

Mars-Aufnahmen im Vorbeiflug

Dawn Missionshomepage