Solscape

Flugsaurier nutzten beim Abheben die Flügel als Beine

Die kreidezeitlichen Flugsaurier waren riesig – so groß, dass sie nach bisherigen Annahmen nicht von flachem Boden aus in die Luft starten konnten. Doch Michael B. Habib vom Zentrum für funktionale Anatomie und Evolution der Johns Hopkins University School of Medicine widerspricht dieser gängigen Ansicht und belegt, dass sich die vorzeitlichen Riesen einer anderen Strategie bedienten, um sehr wohl abheben zu können: sie starteten mit Hilfe einer Art Froschsprung, bei dem auch die Flügel wie Beine wirkten und für Schub sorgten. Für diese Art des Starts brauchten die Pterosaurier nach Habibs Berechnungen weniger als eine Sekunde.

Four, Three, Two, One … Pterosaurs Have Lift Off!

Pyramide in Sakkara enthielt Gold und Mumienreste

Ägyptische Archäologen haben in der Grabkammer einer erst im vergangenen November freigelegten Pyramide in Sakkara bei Kairo einen massiven Sarkophag entdeckt. Darin lagen die Überreste einer Mumie und goldene Fingerhülsen, wie sie auch schon in anderen Königsgräbern aus der Pharaonenzeit gefunden worden waren. Die verfallene Pyramide wird Sesches-chet, der Mutter von Pharao Teti (2318 – 2300 v. Chr.), zugeschrieben. Die neu entdeckte Pyramide liegt in der Nähe der ebenfalls zusammengestürzten Pyramide des Teti.

New Pyramid Found in Egypt: 4,300-Year-Old Queen’s Tomb

Einmalige Videos von Cassiopeia A

casa

Die Ausbreitung der Überreste
der Supernova Cassiopeia A.

Aus Daten des Röntgenteleskops Chandra haben Astronomen einen faszinierenden Film erstellt, auf dem man die Ausbreitung der Überreste der Supernova Cassiopeia A verfolgen kann. Zeitgleich veröffentlichte eine andere Astronomengruppe eine dreidimensionale Visualisierung von Cassiopeia A, durch die ganz neue Einblicke in den Überrest dieser Sternexplosion möglich werden.

Film der Ausdehnung des Supernova-Überrests

3D-Visualisierung

Virtueller Rundflug durch eine Sternenleiche

Steinkreise auf dem Mars

mg20126883_600-2_500

Steinnetze in Lethe Vallis,
einem Kanal in der Region Elysium Planitia.

Matthew Balme und seine Kollegen von der Open University in Milton Keynes, Großbritannien, waren gerade dabei, die Region Elysium Planitia nahe dem Marsäquator mit Hilfe von Aufnahmen der Raumsonden Mars Reconnaissance Orbiter und Mars Express zu kartographieren, als ihnen auf den Bildern seltsame Steinkreise auffielen. Die Strukturen weisen einen Durchmesser von bis zu 23 Metern auf und bestehen aus Gesteinsbrocken, die – nach Größe sortiert – entlang eines Kanals in Kreisen und Polygonen angeordnet sind. Diese Strukturen weisen womöglich auf flüssiges Wasser in der jüngeren Vergangenheit des Mars hin. Auf der Erde sind vergleichbare Strukturen bereits seit längerem bekannt. Sie entstehen, wenn Eis wiederholt schmilzt und wieder gefriert. Wasser, das sich im Erdboden unter den Steinen befindet, gefriert schneller als jenes im umliegenden Untergrund; das sich ausdehnende Eis schiebt die Steine nach oben. Größere Steine wandern bei diesem Vorgang schneller nach oben, dadurch trennen sich nach und nach die größeren von den kleineren Brocken.

HiRISE and HRSC studies of the western Elysium Planitia region, Mars

HiRISE: End of Lethe Vallis (PSP_004072_1845)

Wikipedia: Steinnetz

Gemini Nord blickt in die Zukunft unserer Sonne

fig1

Der Planetarische Nebel NGC 7027.

Der neueste Beitrag zum „Gemini Legacy imaging program“ ist ein Bild des bekannten Planetarischen Nebels NGC 7027, aufgenommen im nahen Infrarot mit Hilfe eines Laserleitsterns. NGC 7027 ist etwa 3.000 Lichtjahre von uns entfernt und befindet sich in Richtung des Sternbilds Cygnus (Schwan). Der Nebel selbst hat einen Durchmesser von etwa 14.000 Astronomischen Einheiten (AE) und ist damit rund 140 Mal größer als unser Sonnensystem. Bei NGC 7027 handelt es sich um den Überrest eines sonnenähnlichen Sterns. Auch unserer Sonne steht eines Tages ein ähnliches Schicksal bevor.

Peering into the Sun’s Future with Gemini North

Tote Sterne erzählen von Planetengeburt

Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Spitzer zeigen sechs tote Weiße Zwergsterne, die mit Resten zerborstener Asteroiden übersät sind. Das mag ziemlich trostlos klingen, doch es stellte sich heraus, dass diese Asteroidentrümmer einiges über das Baumaterial von Planeten um andere Sterne aussagen konnten. Spitzer wies in den Asteroidentrümmern nämlich Silikatverbindungen nach, die dem Mineral Olivin ähneln, das man auch auf der Erde häufig findet. Dies deutet darauf hin, dass die festen Brocken um diese Weißen Zwergsterne sich ganz ähnlich entwickelt haben wie die Objekte in unserem Sonnensystem.

Dead Stars Tell Story of Planet Birth

Six White Dwarfs with Circumstellar Silicates

Turbulente Geburt in der Urwolke

Milchstraße rotiert schneller und ist massereicher

Mit Hilfe des Very Long Baseline Array (VLBA), einer Zusammenschaltung mehrerer Radioteleskope, haben Astronomen festgestellt, dass die Milchstraße deutlich schneller rotiert als bisher angenommen worden war. Unser Sonnensystem, das sich rund 28.000 Lichtjahre vom Zentrum der Galaxis entfernt befindet, kreist nach den neuen Untersuchungen mit einer Geschwindigkeit von etwa 960.000 Kilometern pro Stunde um dieses Zentrum. Zuvor war man von einer Bahngeschwindigkeit von rund 800.000 Kilometern pro Stunde ausgegangen. Durch die höhere Geschwindigkeit ergibt sich für unsere Heimatgalaxie auch eine etwa 50 Prozent höhere Masse als bislang vermutet.

Milky Way a Swifter Spinner, More Massive, New Measurements Show

Neues von der Milchstraße

Sterne können unter extremen Bedingungen entstehen

Im Zentrum der Milchstraße, in nur 6,5 bzw. 12 Lichtjahren Entfernung von einem extrem massereichen Schwarzen Loch, fanden Elizabeth Humphreys vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, ihr Institutskollege Mark Reid und Karl Menten vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie zwei Objekte, bei denen es sich wahrscheinlich um neugeborene Sterne handelt. Die Forscher nutzten für ihre Beobachtungen die Radioteleskope des Very Large Array im US-Bundesstaat New Mexico.
Präsentation auf der 213. Fachtagung der American Astronomical Society in Long Beach, Kalifornien, 4.-8.1.2009

Stars Forming Just Beyond Black Hole’s Grasp at Galactic Center

The Galactic Center – Nucleus of the Milky Way