Solscape

Hubble fotografiert seltsame Galaxie

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Die Galaxie NGC 4921
im Coma-Galaxienhaufen.

Eine neue, spektakuläre Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt Details der Galaxie NGC 4921 im Coma-Galaxienhaufen. Der Coma-Galaxienhaufen befindet sich etwa 320 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices) und beinhaltet mehr als 1.000 Galaxien.

Exceptionally deep view of strange galaxy

Die Keimzelle einer Galaxie

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg haben im Kern der weit entfernten (und damit jungen) Galaxie J1148+5251 eine geradezu explosive Rate an Sterngeburten beobachtet. Pro Jahr entstehen dort Sterne mit einer Gesamtmasse von mehr als 1.000 Sonnenmassen. Offenbar sind solche vergleichsweise kleinen Regionen in den Galaxienkernen die Keimzellen der Sternbildung im frühen Universum.

Maximale Sternentstehung im jungen Kosmos

Supernovaexplosionen brauchen zweiten Anlauf

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Computersimulation einer Supernova-Explosion. (MPA)

Astrophysiker haben ein recht genaues Bild vom Ablauf einer Sternexplosion. Allerdings rätseln sie noch immer darüber, wie der Energietransport bei einer Supernovaexplosion genau funktioniert. Andreas Marek und Hans-Thomas Janka vom Max-Planck-Institut für Astrophysik haben die Prozesse in einem Computermodell simuliert. Dabei gelang es zum ersten Mal, die Wechselwirkung von Neutrinos und Materie bei Sternen mit 11- bis 15-facher Sonnenmasse detailliert nachzubilden. Demnach werden die von den Neutrinos aufgeheizten Sternschichten durch konvektive Strömungen verwirbelt. Dabei entwickelt die Materie pilzförmige Blasen, in denen heißes Plasma aufsteigt.

Supernova Explosion Needs Second Attempt

Wikipedia: Supernova

Neue Methode zur Vermessung von Asteroiden

Marco Delbo vom Observatoire de la Côte d’Azur und seine Kollegen haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich nun auch Asteroiden bis hinab zu einem Durchmesser von 15 Kilometern auflösen lassen, die sich im rund 200 Millionen Kilometer entfernten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befinden. Das neue Verfahren testeten die Astronomen am Hauptgürtelasteroiden (234) Barbara und stellten fest, dass dieser entweder eine Art gigantische „Erdnuss“ ist oder aus zwei Körpern besteht, die einander umkreisen. (234) Barbara war schon früher wegen seiner ungewöhnlichen Eigenschaften aufgefallen.

Powerful New Technique to Measure Asteroids‘ Sizes and Shapes

CoRoT findet bislang kleinsten Exoplaneten

Während des CoRoT-Symposiums in Paris wurde heute die Entdeckung des bisher kleinsten beobachteten Exoplaneten bekannt gegeben. CoRoT-7 b (früher CoRoT-Exo-7 b genannt) hat einen Radius von eindreiviertel Erdradien und die sechsfache Masse der Erde. Seine Dichte dürfte demnach nahezu der der Erde entsprechen. Somit ist CoRoT-7 b kein Heißer Jupiter oder Heißer Neptun, sondern ein terrestrischer Planet. Bei einer Umlaufzeit von lediglich 21 Stunden und einem Abstand von seinem Mutterstern von etwa drei Millionen Kilometern kann man Leben auf seiner Oberfläche jedoch definitiv ausschließen.

Planet : CoRoT-7 b

The smallest transiting extrasolar planet ever discovered

Astronomie-Sensation: Zweite „Erde“ entdeckt

Google Earth blickt in die Weltmeere und auf den Mars

Google hat seine Software „Google Earth“ runderneuert und erstmals mit Material über die Weltmeere angereichert. Mit „Google Ocean“ kann man ab sofort virtuelle Tauchfahrten unternehmen sowie mit Hilfe von Informationen, Bildern und zahlreichen Videos die Meere erkunden. So findet man z.B. Informationen über das Great Barrier Reef, zu den Wanderrouten vieler Großfische sowie über die Auswirkungen der Überfischung. Unter den Videos finden sich knapp 90, zum Teil noch unveröffentlichte Filmaufnahmen des berühmten Meeresforschers Jacques Cousteau.
Wem das Meer nicht ganz geheuer ist, der kann zu einer virtuellen Erkundung des Mars aufbrechen: mit einem Klick auf das entsprechende Planeten-Icon startet man zu unserem Nachbarplaneten und kann sich 3D-Ansichten, Karten und Bilder der verschiedenen Marsmissionen ansehen.

http://earth.google.com/

Das geteilte Sternentstehungsgebiet

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Sternentstehungsregion NGC 604,
aufgenommen vom Röntgenteleskop Chandra.

NGC 604 ist die größte Sternentstehungsregion in der nahen Galaxie M33. Eine gründliche Untersuchung dieses Gebietes mit dem Röntgenteleskop Chandra hat jetzt Erstaunliches ans Licht gebracht: NGC 604 ist offenbar in zwei Bereiche unterteilt, die durch eine mächtige Wand aus Gas voneinander abgeschirmt sind.

NGC 604: Wall Divides East and West Sides of Cosmic Metropolis

Neue Einblicke in die aktive Galaxie Centaurus A

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Die aktive Galaxie Centaurus A.

Mit dem Atacama Pathfinder Experiment (APEX) gelang Astronomen vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn ein neuer Einblick in die aktive Galaxie Centaurus A. Die gewaltigen Jets, die vom zentralen Schwarzen Loch der Galaxie ausgehen, konnten erstmals im Submillimeter-Bereich studiert werden.
Für das heute von der Europäischen Südsternwarte (ESO) veröffentlichte Bild von Centaurus A wurden die Submillimeter-Daten mit Beobachtungsdaten des Röntgenteleskops Chandra sowie mit optischen Daten des Wide Field Imager (WFI) an ESO’s 2,2-Meter-Teleskop in La Silla kombiniert. Die Radiodaten sind in orange und die Röntgendaten in blau dargestellt. Die optischen Daten erscheinen in ihrer tatsächlichen Farbe. Gut zu erkennen ist ein Staubring, der die gewaltige Galaxie umgibt sowie die Radiojets, die aus dem Zentrum von Centaurus A kommen und ein eindrucksvoller Hinweis auf das supermassereiche Schwarze Loch sind. Im Submillimeter-Bereich werden noch weitere Details sichtbar: die Strahlung von der zentralen Radioquelle und zwei innere, keulenförmige Bereiche ober- und unterhalb der Scheibe. Das Material in den Jets, so ergaben Messungen, bewegt sich mit etwa halber Lichtgeschwindigkeit. Im Röntgenlicht sieht man rechts unterhalb der Galaxie noch ein verräterisches Leuchten. Hier kollidiert das Material des sich ausdehnenden keulenförmigen Bereichs mit Material der Umgebung. Auf diese Weise entsteht eine Stoßwelle, die für die beobachtete Röntgenstrahlung verantwortlich ist.
APEX ist der Prototyp einer Radioantenne für das ALMA-Teleskop, das derzeit in der chilenischen Atacama-Wüste gebaut wird.

ESO: Farbbild von Centaurus A

Radiosignale aus der Richtung des Schwarzen Lochs im Zentrum von Centaurus A

Neue Erkenntnisse zur Entwicklung des Erdtrabanten

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat die ältesten Zirkone vom Mond entdeckt, die bislang gefunden wurden. Anhand dieser Kristalle ist es den Forschern gelungen, wichtige neue Erkenntnisse zur Entwicklungsgeschichte des Erdtrabanten zu enthüllen. Über ihre Ergebnisse berichten sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“.
Thorsten Geisler-Wierwille vom Institut für Mineralogie der Universität Münster und seine Kollegen aus Australien und den USA untersuchten in ihrer neuen Studie winzige Zirkonkristalle. Diese stammen aus Mondgestein, das vor 36 Jahren bei der Apollo-17-Mission eingesammelt worden war. Mit Hilfe moderner mikroanalytischer Verfahren und der „Uran-Blei-Datierung“ haben die Wissenschaftler zunächst das Alter der Kristalle bestimmt. Der älteste entdeckte Zirkon ist demnach vor 4,417 Milliarden Jahren entstanden. Diese sehr präzise Bestimmung des Alters ermöglichte es den Wissenschaftlern dann erstmals, die Kristallisations- bzw. Abkühlungsgeschichte des Magma-Ozeans auf dem Mond genauer zu rekonstruieren. Die Kristallisation von Zirkon im Mondmagma weist nach Angaben der Forscher darauf hin, dass zu diesem Zeitpunkt nur noch eine kleine Menge an Magma vorhanden war. Das Fazit der Wissenschaftler: etwa 100 Millionen Jahre nach der Bildung des Mondes war nahezu der gesamte Magma-Ozean erstarrt.
Geisler-Wierwille hat schon einmal mit der Entdeckung besonders alter Kristalle für Schlagzeilen gesorgt: zusammen mit Martina Menneken vom Institut für Mineralogie gehörte er zu einem Forscherteam, das im Jahr 2007 die ältesten Diamanten der Welt gefunden hatte.

Timing of crystallization of the lunar magma ocean constrained by the oldest zircon