CT-Scan einer in Bernstein eingeschlossenen Hornmilbe

Besondere Einblicke in ein winziges Stück Bernstein haben deutsche und amerikanische Forscher um Michael Heethoff von der Universität Tübingen erhascht. Mittels Computertomografie konnten sie nicht nur die Umrisse einer Hornmilbe, sondern auch deren innere Organe sichtbar machen. Als das Tier vor 15 Millionen Jahren in das Harz eingeschlossen wurde, trug es demnach ein Ei samt Embryo in sich.
Das untersuchte Bernsteinstückchen stammt aus der Dominikanischen Republik und besteht aus dem Harz einer längst ausgestorbenen Baumart. Bereits Anfang der 1990er-Jahre waren darin Fossilien aus der Gruppe der Hornmilben (Oribatida) entdeckt worden – Spinnentierchen, die nur Bruchteile eines Millimeters groß sind und die eine wichtige Rolle bei der Humusbildung im Boden spielen.

Fossile Hornmilbe im Bernstein erstmals untersucht