Solscape

Jupiterähnliche Planeten müssen extrem schnell entstanden sein

Sonnenähnliche Sterne im fünf Millionen Jahre alten Sternhaufen NGC 2362 haben bereits ihre protoplanetare Scheibe verloren. Forscher um Thayne Currie vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics schließen daraus, dass sich Gasriesen wie Jupiter in einer Zeitspanne von nur zwei bis drei Millionen Jahren bilden müssen – oder gar nicht erst entstehen.
Präsentation auf der 213. Fachtagung der American Astronomical Society in Long Beach, Kalifornien, 4.-8.1.2009

Baby Jupiters Must Gain Weight Fast

Marsrover seit fünf Jahren im Einsatz

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Marsrover Spirit, Bonestell-Panorama.

Nach einer über 480 Millionen Kilometer langen Reise hatte Spirit am 3. Januar 2004 sicher den Roten Planeten erreicht. Wenig später nahm er schon seine Arbeit auf und funkte die ersten Bilder der Marsoberfläche zur Erde. Sein Zwillingsbruder Opportunity folgte 21 Tage später. Als die Roboterzwillinge auf dem Mars landeten, da wurde von ihnen eine Lebensdauer von gerade mal 90 Tagen erwartet. Heute, fünf Jahre später, laufen sie immer noch und erkunden ihre karge Umgebung. So ist Opportunity vor knapp vier Monaten aus dem Victoria-Krater herausgeklettert und hat sich auf den Weg zum bislang unerforschten Endeavour-Krater gemacht. Der Endeavour-Krater ist etwa zwanzigmal größer als der Victoria-Krater und liegt in einer Entfernung von ca. elf Kilometern Luftlinie. Wegen der Unwegsamkeit des Geländes muss Opportunity allerdings einige Umwege machen und dadurch wird die Strecke erheblich länger. Spirit, der auf der südlichen Marshemisphäre gerade einen harten Winter hinter sich hat, soll einen noch gut 180 Meter von ihm entfernten Hügel anrollen und erkunden. Insgesamt legten die Rover bislang knapp 21 Kilometer auf der Marsoberfläche zurück und schlugen sich dabei mit Sanddünen und alternder Hardware herum. Sie überlebten Staubstürme, welche die Sonne derart verdunkelten, dass die Solarzellen der Roboter kaum noch genügend Energie erzeugen konnten. Und sie übermittelten mehr als 36 Gigabytes an Daten – ein wahrer Wissenschaftsschatz an Einblicken in die lange geologische und klimatische Geschichte des Mars.

Mars Exploration Rover Mission

Video: Five Years on Mars

2009 – Das Jahr der Astronomie

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IYA 2009

Vor 400 Jahren hatte Galileo Galilei (1564-1642) als einer der ersten Menschen ein Fernrohr zur Himmelsbeobachtung genutzt und dabei Entdeckungen gemacht, die unsere Vorstellungen vom Universum grundlegend veränderten. So fand er zahlreiche, für das bloße Auge nicht sichtbare Sterne, bemerkte Berge und Krater auf dem Mond, beobachtete die Phasen der Venus und entdeckte die vier größten Monde des Jupiter.
Ebenfalls im Jahr 1609 veröffentlichte Johannes Kepler (1571-1630) sein Buch „Astronomia nova“, in dem er die grundlegenden Gesetze der Planetenbewegung formulierte.
Im Internationalen Jahr der Astronomie geht es darum, die Astronomie in ihrer vollen wissenschaftlichen, historischen und kulturellen Vielfalt einem breiten Publikum näher zu bringen. Dazu sind weltweit Vorträge, Ausstellungen, Projekte und Konzerte geplant. Für Deutschland wird das Internationale Jahr der Astronomie am 20. Januar 2009 im Museum für Kommunikation in Berlin feierlich eröffnet.

Ein Jahresrückblick…

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Feuerwerk

…mit den besten Bildern aus den Themenbereichen Astronomie und Raumfahrt.

Erdaufgang über dem Mondhorizont, aufgenommen von der HDTV-Kamera an Bord der japanischen Sonde Kaguya:
https://www.jaxa.jp/press/2008/04/img/20080411_kaguya_01l.jpg

Der Mars Reconnaissance Orbiter fotografiert Staublawinen in Aktion an einem Abhang im Nordpolgebiet des Mars:
https://www.nasa.gov/images/content/214808main_PSP_007338_2640_hires.jpg

Der Marsrover Opportunity verlässt den Victoria-Krater:
https://mars.nasa.gov/mer/gallery/press/opportunity/20080829a/B1634_navcam_exit.jpg

Der Planet Merkur, aufgenommen von der Raumsonde MESSENGER:
https://www.astroarts.org/downloads/specials/CW0131775256F_web.png

Das Gemini-Observatorium fotografiert das gravitativ aneinander gebundene Galaxienpaar NGC 5426/NGC 5427:
https://www.gemini.edu/images/stories/press_release/pr2008-4/fig1med.jpg

Das Weltraumteleskop Hubble fotografiert die Filamente um die Galaxie NGC 1275:
https://www.astroarts.org/downloads/specials/hs-2008-28-a-xlarge_web.jpg

Jupitermond Ganymed verschwindet gerade hinter seinem Mutterplaneten (Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble):
https://www.astroarts.org/downloads/specials/hs-2008-42-a-full.jpg

Der europäische Raumfrachter „Jules Verne“, aufgenommen von der Crew der ISS:
https://web.archive.org/web/20150509085123if_/http://spaceflight.nasa.gov/gallery/images/station/crew-17/hires/iss017e015496.jpg

Das Solarmodul und der Roboterarm des Marslanders Phoenix:
https://www.astroarts.org/downloads/specials/lg_4865.jpg

Der Mars Reconnaissance Orbiter fotografiert einen Staubsturm über Noctis Labyrinthus:
https://mars.nasa.gov/mro/images/MARCI_51-full.jpg

Saturnmond Enceladus, aufgenommen bei einem nahen Vorbeiflug der Raumsonde Cassini:
https://solarsystem.nasa.gov/images/casJPGFullS38/N00103768.jpg

Die Spiralgalaxie Messier 83, aufgenommen von ESO’s Observatorium in La Silla, Chile:
https://www.eso.org/public/images/eso0825a/

Saturnmond Epimetheus, aufgenommen von der Raumsonde Cassini:
https://photojournal.jpl.nasa.gov/jpeg/PIA09813.jpg

Marsmond Phobos, aufgenommen vom Mars Reconnaissance Orbiter aus einer Entfernung von 6.800 Kilometern:
https://photojournal.jpl.nasa.gov/jpeg/PIA10368.jpg

Der Abstieg des Marslanders Phoenix, fotografiert vom Mars Reconnaissance Orbiter:
https://static.uahirise.org/images/2008/details/cut/PSP_008579_9020_cut.jpg

Die Internationale Raumstation, aufgenommen von der Crew der Raumfähre Atlantis:
https://web.archive.org/web/20150510065612if_/http://spaceflight.nasa.gov/gallery/images/shuttle/sts-122/hires/s122e010982.jpg

Astronautin Karen Nyberg schaut durch ein Fenster des japanischen Kibo-Laboratoriums:
https://web.archive.org/web/20160406164729if_/http://spaceflight.nasa.gov/gallery/images/shuttle/sts-124/hires/s124e008613.jpg

Foto vom Start der Raumfähre Discovery:
https://web.archive.org/web/20150510054417if_/http://spaceflight.nasa.gov/gallery/images/shuttle/sts-124/hires/sts124-s-038.jpg

Die lichtschwächsten Objekte im Kosmos

Im Jahr 1999 fand der „Two Micron All-Sky Survey“, kurz 2MASS, einen Braunen Zwerg in Richtung der Sternkonstellation Antlia, der den offiziellen Namen 2MASS J09393548-2448279 erhielt. Jahre später richteten andere Astronomen die Infrarotsensoren des Weltraumteleskops Spitzer auf das Objekt, und bestimmten erstmals seine Temperatur. 565 bis 635 Kelvin ergaben die Messungen – hunderte von Grad heißer als der Jupiter, aber wie es für einen Braunen Zwerg typisch ist, viel zu kalt, um zu einem echten Stern zu werden. Um die Helligkeit des Objekts zu berechnen, ermittelten die Astronomen zunächst die genaue Entfernung des Braunen Zwergs von der Erde mit Hilfe des Astralis: Australia’s National Capability for Optical Astronomy Instrumentation. Nach drei Jahren Beobachtungszeit stand fest: 2MASS J09393548-2448279 liegt nur 17 Lichtjahre von der Erde entfernt. Aus der nun bekannten Entfernung und den Beobachtungsdaten ergab sich auch die Helligkeit. Aber etwas passte nicht zusammen: der Braune Zwerg war doppelt so hell, wie es die Temperaturdaten von Spitzer erwarten ließen. Demnach müsste das Objekt die doppelte Oberfläche besitzen. Und genau das ist auch der Fall: es handelt sich nämlich nicht um einen, sondern um zwei nahe beieinander stehende Braune Zwerge, die jeweils das 30- bis 40-fache der Jupitermasse besitzen und sich gegenseitig umkreisen. Jeder von ihnen strahlt nur mit einem Millionstel der Sonnenstrahlung. Damit ist das Paar das lichtschwächste bekannte Objekt im Universum.

Astronomers Find the Two Dimmest Stellar Bulbs

2MASS J09393548−2448279: The Coldest and Least Luminous Brown Dwarf Binary Known? (PDF)

Siehe dazu auch:
Braune Zwerge

Die Temperatur der Sterne

Wie hell sind die Sterne?

Die Ursache für das schlechtere räumliche Denken bei Frauen

US-Forscher um Tim Koscik von der University of Iowa in Iowa City haben entdeckt, warum Frauen im Schnitt ein schlechteres räumliches Vorstellungsvermögen haben als Männer: ihr Schläfenlappen – der Teil des Gehirns, der für die Verarbeitung von räumlichen Zusammenhängen zuständig ist – hat eine dickere Rinde und gleichzeitig eine kleinere Oberfläche als der von Männern. Beide Merkmale, die Rindendicke und die Oberflächengröße, stehen im direkten Zusammenhang mit der Fähigkeit, sich dreidimensionale Objekte vorzustellen und sie im Geiste rotieren zu lassen. Als nächstes wollen die Wissenschaftler nun testen, ob es sich um einen angeborenen Unterschied handelt oder ob er sich aufgrund einer unterschiedlichen Erziehung der Geschlechter herausbildet.

Sex difference on spatial skill test linked to brain structure