
Die aktive Galaxie Centaurus A.
Mit dem Atacama Pathfinder Experiment (APEX) gelang Astronomen vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn ein neuer Einblick in die aktive Galaxie Centaurus A. Die gewaltigen Jets, die vom zentralen Schwarzen Loch der Galaxie ausgehen, konnten erstmals im Submillimeter-Bereich studiert werden.
Für das heute von der Europäischen Südsternwarte (ESO) veröffentlichte Bild von Centaurus A wurden die Submillimeter-Daten mit Beobachtungsdaten des Röntgenteleskops Chandra sowie mit optischen Daten des Wide Field Imager (WFI) an ESO’s 2,2-Meter-Teleskop in La Silla kombiniert. Die Radiodaten sind in orange und die Röntgendaten in blau dargestellt. Die optischen Daten erscheinen in ihrer tatsächlichen Farbe. Gut zu erkennen ist ein Staubring, der die gewaltige Galaxie umgibt sowie die Radiojets, die aus dem Zentrum von Centaurus A kommen und ein eindrucksvoller Hinweis auf das supermassereiche Schwarze Loch sind. Im Submillimeter-Bereich werden noch weitere Details sichtbar: die Strahlung von der zentralen Radioquelle und zwei innere, keulenförmige Bereiche ober- und unterhalb der Scheibe. Das Material in den Jets, so ergaben Messungen, bewegt sich mit etwa halber Lichtgeschwindigkeit. Im Röntgenlicht sieht man rechts unterhalb der Galaxie noch ein verräterisches Leuchten. Hier kollidiert das Material des sich ausdehnenden keulenförmigen Bereichs mit Material der Umgebung. Auf diese Weise entsteht eine Stoßwelle, die für die beobachtete Röntgenstrahlung verantwortlich ist.
APEX ist der Prototyp einer Radioantenne für das ALMA-Teleskop, das derzeit in der chilenischen Atacama-Wüste gebaut wird.
Radiosignale aus der Richtung des Schwarzen Lochs im Zentrum von Centaurus A
