Solscape

Weltraumteleskop Kepler erfolgreich gestartet

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Start des Weltraumteleskops Kepler.

Die Delta-II-Rakete mit dem Weltraumteleskop Kepler an Bord startete heute Morgen pünktlich um 04:49 Uhr MEZ von der Startrampe 17-B der Cape Canaveral Air Force Station in Florida. Etwa 60 Minuten nach dem Start wurde Kepler von der obersten Raketenstufe abgetrennt. Inzwischen hat das Weltraumteleskop den endgültigen Orbit etwa 1.500 Kilometer hinter der Erde erreicht. Die Überprüfung und Inbetriebnahme von Kepler wird rund 60 Tage in Anspruch nehmen. In etwa 30 Tagen sollen aber bereits die ersten Probebeobachtungen gemacht werden.

The Kepler Mission Begins

Fragmente von 2008 TC3 gefunden

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Fragment von 2008 TC3.

Foto: Mohamed Elhassan Abdelatif Mahir/Noub NGO/Muawia H. Shaddad/Universität Khartoum/Peter Jenniskens/SETI Institute/NASA Ames.

Wissenschaftler haben offenbar Bruchstücke des Miniasteroiden 2008 TC3 gefunden – des ersten natürlichen Himmelskörpers, dessen Absturz auf die Erde exakt vorhergesagt werden konnte (siehe: Zwergasteroid verglühte in Erdatmosphäre; Meteosat registrierte Asteroiden-Einschlag). Auf einer Konferenz in Wien hatte Lindley Johnson vom Near Earth Object-Programm der NASA kürzlich über die Forschungen zu 2008 TC3 berichtet. Demzufolge haben Studenten aus der sudanesischen Hauptstadt Khartoum unter Anleitung von Dr. Muawia Shaddad mit Unterstützung der NASA einige Bruchstücke des Miniasteroiden in der Wüste ausfindig machen können. 2008 TC3 war allem Anschein nach ungewöhnlich rasch nach seinem Eintreten in die Erdatmosphäre in einer Höhe von rund 37 Kilometern über dem Erdboden zerplatzt.

First tracked space rock recovered after impact

Mars Express: Die Region Rupes Tenuis

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Rupes Tenuis am südlichen Rand
der Nordpolregion des Mars.

Am 29. Juli 2008 nahm die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene hochauflösende Stereokamera (HRSC) an Bord der ESA-Raumsonde Mars Express einen etwa 44.000 Quadratkilometer großen Ausschnitt der Region Rupes Tenuis am südlichen Rand der Nordpolregion des Roten Planeten auf. Auf den Bildern ist deutlich ein mehr als hundert Kilometer langer Einschnitt zu erkennen. Einschnitte dieser Art sind fast überall am Rand der Polkappen zu finden und reichen spiralförmig mehrere hundert Kilometer weit in die Polkappen hinein. Die Prozesse, die zur Entstehung dieser Strukturen geführt haben, sind noch nicht vollständig geklärt.
Das Eis der beiden Polkappen des Mars bildet das größte heute bekannte Wasservorkommen des Roten Planeten. Daten des MARSIS-Radarexperiments an Bord von Mars Express haben gezeigt, dass die Dicke beider Eiskappen stellenweise mehr als 3.500 Meter erreicht.

Ice-covered martian North Pole

The Martian North Polar Cap in Summer

Statuen von Amenhotep III. gefunden

Auf dem Gelände des Totentempels von Amenhotep III. in Theben-West bei Luxor haben Archäologen zwei großartige Statuen des Pharaos entdeckt. Eine der beiden Figuren, die in Einzelteilen ausgegraben wurden, ist aus Quarzit gefertigt und zeigt den Herrscher als Sphinx. Die zweite Statue aus schwarzem Granit stellt den Pharao in sitzender Pose dar.

Archäologen entdecken Pharaonen-Statuen

3D-Rekonstruktion astronomischer Nebel

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3D-Modell eines astronomischen Nebels.

Ein neues Computerprogramm des Instituts für Computergraphik der Technischen Universität Braunschweig kann anhand von Fotos ein physikalisch plausibles 3D-Modell von astronomischen Nebeln erzeugen. Das Programm benötigt nur wenige Sekunden, um ein interaktives Modell zu erstellen, durch das der Benutzer in Echtzeit hindurch oder drum herum fliegen kann.

Algebraic 3D Reconstruction of Planetary Nebulae

Kepler: Auf der Suche nach erdähnlichen Exoplaneten

Am Samstag, den 7. März 2009 um 04:49 Uhr MEZ startet die Raumfahrtbehörde NASA ihr neues Weltraumteleskop Kepler. Benannt ist es nach dem deutschen Naturphilosophen, Mathematiker und Astronomen Johannes Kepler (1571 – 1630), der die Gesetze der Planetenbewegung formulierte. Der 550 Millionen Dollar teure Satellit mit der Größe und dem Gewicht eines Kleinwagens wird von Cape Canaveral in Florida aus mit einer Delta-II-Rakete ins All geschossen. Auf seiner Umlaufbahn wird er dreieinhalb Jahre lang einen Bereich zwischen den Sternbildern Schwan und Leier unter die Lupe nehmen und dabei das Licht von über 100.000 Sternen in seinem Sichtfeld registrieren. Für seine Beobachtungen nutzt Kepler einen Spiegel von 1,4 Metern Durchmesser. Dieser reflektiert das Sternenlicht auf ein Fotometer, das aus 42 CCD-Chips zu je 2,25 Millionen Pixeln besteht. Das einfallende Licht wird nach kleinsten Helligkeitsschwankungen bei den Sternen durchsucht. Diese Helligkeitsschwankungen entstehen, wenn Planeten vor den Scheiben ihrer Muttersterne vorbeiziehen und deren Licht kurzfristig zu einem Teil abblocken. Auf diese Weise hofft man, eine Vielzahl kleiner, erdähnlicher Exoplaneten aufspüren zu können.
Zuletzt fand das europäische Weltraumteleskop CoRoT einen Exoplaneten von immerhin nur dem 1,8-fachen Durchmesser der Erde, der einen sonnenähnlichen Stern im Sternbild Einhorn umkreist (siehe: CoRoT findet bislang kleinsten Exoplaneten).

Kepler Mission

Schneeschmelze bildete Mars-Rinnen

Wissenschaftler der Brown University haben auf Bildern der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter Rinnen aufgespürt, die vermutlich maximal 1,25 Millionen Jahre alt sind. Das Aussehen der Rinnen und der fächerförmigen Ablagerungen an deren Ende weist nach Ansicht der Forscher darauf hin, dass sie durch Schmelzwasser entstanden, das von nahen Schnee- und Eisablagerungen stammte. Die Strukturen könnten ein Hinweis auf die jüngste Periode in der Geschichte des Mars sein, in der Wasser die Oberfläche des Planeten formte. Das entdeckte Rinnensystem liegt im Inneren eines Kraters in der Region Promethei Terra, einem kraterübersäten Hochland in den mittleren Breiten der Südhalbkugel des Mars. Die entdeckten Rinnen haben eine Länge von weniger als einem Kilometer.

Gullies on Mars Show Tantalizing Signs of Recent Water Activity

Planetenwanderung durch den Asteroidengürtel

Die großen Gasplaneten in unserem Sonnensystem hatten in ihrer Entstehungsphase vermutlich andere Bahnen als heute. Computersimulationen des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter zeigen, dass die Wanderung der Riesenplaneten dort Spuren hinterlassen hat. In bestimmten Zonen gibt es heute weit weniger Asteroiden als ohne Planetenwanderung zu erwarten wären, berichten David Minton und seine Kollegin Renu Malhotra von der University of Arizona im Fachmagazin „Nature“. Von besonderem Interesse für die Forscher waren dabei die sog. Kirkwoodlücken – Zonen, in denen durch Resonanzeffekte mit den Umlaufbahnen von Jupiter und Saturn nahezu keine Asteroiden kreisen. Ausgehend von den heutigen Planetenbahnen konnten Minton und Malhotra zwar die Kirkwoodlücken reproduzieren, doch insgesamt lieferten die Simulationen den Forschern zu viele Asteroiden: die Modellrechnungen gaben die reale Verteilung der Asteroiden auf der inneren Seite der Kirkwoodlücken einerseits sehr gut wieder, auf der äußeren Seite dagegen waren deutlich zu viele Himmelskörper enthalten. Erst als Minton und Malhotra die Simulationen mit wandernden Gasplaneten wiederholten, ähnelte die Verteilung der Asteroiden in ihrem Modell dem heutigen Asteroidengürtel. In der Frühzeit des Sonnensystems ist Jupiter offenbar nach innen gewandert, während Saturn, Uranus und Neptun sich nach außen bewegten. Dadurch haben sich die Resonanzen der Jupiterbahn durch den Asteroidengürtel nach innen bewegt und auf der Außenseite der heutigen Kirkwoodlücken Asteroiden aus dem Gürtel heraus geschleudert.

A record of planet migration in the main asteroid belt

Ferne Galaxie beherbergt zwei gewaltige Schwarze Löcher

Große Galaxien gehen vermutlich aus der Verschmelzung kleinerer Galaxien hervor. Dabei sollten sich die zugehörigen supermassereichen Schwarzen Löcher zunächst umkreisen und dabei allmählich näher kommen, um sich schließlich unter Aussendung von Gravitationswellen zu vereinigen. Einen starken Beleg für diese Theorie haben die beiden amerikanischen Astronomen Todd Boroson und Tod Lauer vom National Optical Astronomy Observatory (NOAO) in Tucson, Arizona, jetzt möglicherweise gefunden. Die beiden Forscher entwickelten eine statistische Methode, um die Spektren von Galaxien auf ungewöhnliche Merkmale hin zu untersuchen. Bei der Analyse von mehr als 17.000 Lichtspektren, die im Rahmen einer großen Himmelsdurchmusterung des Sloan Digital Sky Survey aufgenommen worden waren, stach die ferne Galaxie J1536+00441 besonders hervor. Gemessen an zwei Sätzen stark verschmierter Spektrallinien scheint die Galaxie zwei Schwarze Löcher zu enthalten, die jeweils von einem Strudel leuchtenden Gases umgeben sind und sich – relativ zur Erde – mit einem Geschwindigkeitsunterschied von 3.500 Kilometern pro Sekunde bewegen. Anhand der Stärke der Spektrallinien schätzen Boroson und Lauer, dass die beiden Schwarzen Löcher etwa 20 bzw. 800 Millionen Sonnenmassen besitzen. Gleichzeitig sind sie höchstens ein Lichtjahr voneinander getrennt – weniger als ein Viertel des Abstandes der Sonne von ihrem nächsten Nachbarstern.

Elusive Binary Black Hole System Identified

Das große Schlucken

Ötzi in 3D

Mit einem Alter von über 5.000 Jahren ist Ötzi die älteste je entdeckte Feuchtmumie. Während sie in einem tiefgekühlten Schaukasten im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen ruht, sind rund um die Mumie eine Reihe von wissenschaftlichen Projekten entstanden. Der Fund stellt für Anthropologen und Archäologen eine wertvolle Quelle dar, die aufschlussreiche Informationen über das Leben der Menschen in der Kupferzeit birgt. Das wissenschaftliche Interesse, ausführliche Studien am Körper der Mumie durchzuführen, steht allerdings im Gegensatz zur Notwendigkeit, den Körper zu konservieren. Um beiden Anforderungen gerecht zu werden, hat das EURAC-Institut für Mumien Ötzis Körper nun aus 12 verschiedenen Blickwinkeln fotografiert und alle Bilder – einige davon in 3D – in einem Buch und über eine Website veröffentlicht.

Iceman photoscan