Solscape

Zweithellster Stern der Milchstraße entdeckt?

Astronomen haben einen Stern aufgespürt, der Eta Carinae, dem leuchtkräftigsten Stern der Milchstraße, Konkurrenz machen könnte: im staubigen Zentrum unserer Galaxie entdeckten die Wissenschaftler mit Hilfe des Weltraumteleskops Spitzer einen Stern, der etwa 3,2 Millionen Mal heller strahlt als unsere Sonne. Die Astronomen gaben dem neuen Superstern den Namen „Peony Nebula Star“, da er sich in einem Gasnebel befindet, den die Forscher „Peony Nebula“ (Pfingstrosennebel) getauft hatten.
‚Peony Nebula‘ Star Settles for Silver Medal

Mars Express: Echus Chasma


Die High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express hat beeindruckende Bilder von Echus Chasma aufgenommen. Echus Chasma ist ein etwa 100 km langer und 10 km breiter Einschnitt im Hochplateau Lunae Planum nördlich der Valles Marineris, aus dem sich vor etwa 20 Millionen Jahren Wasser in ein Tal ergoss und große Seen speiste. Später, als der Planet sich abkühlte, froren die Seen zu, und es entstanden Gletscher, die das riesige Kasei Valles formten.

https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express/Echus_Chasma

Asteroid raste an der Erde vorbei

Der Asteroid 2008 BT18 passierte unseren Planeten am heutigen Montag gegen 17:00 Uhr MESZ mit mehr als 45.000 Kilometern pro Stunde in einer Entfernung von rund 2,3 Millionen Kilometern – das ist knapp die sechsfache Mondentfernung. 2008 BT18 wurde am 31. Januar 2008 vom Lincoln Near-Earth Asteroid Research-Programm (LINEAR) entdeckt. Als das Arecibo-Observatorium auf Puerto Rico das rund 600 Meter große Objekt dann am 6. Juli fotografierte, entdeckten Wissenschaftler einen Begleiter mit einem Durchmesser von etwa 200 Metern. 2008 BT18 ist also ein Doppelasteroid.
Asteroid Cruises Past Earth … With a Partner!

Oberflächenprotein des Ebola-Virus entschlüsselt

Im Kampf gegen die tödliche Infektionskrankheit Ebola haben Wissenschaftler des Scripps Research Institute einen wichtigen Durchbruch erzielt: sie entschlüsselten die Struktur eines Oberflächenproteins, mit dessen Hilfe das Virus in menschliche Zellen eindringt. Die jetzt im Fachmagazin „Nature“ veröffentlichen Erkenntnisse könnten dazu beitragen, potenzielle Ansatzstellen für eine Schutzimpfung oder eine Behandlung der Krankheit zu entwickeln.
Structure of the Ebola virus glycoprotein bound to an antibody from a human survivor

Asteroiden-Monde entstehen durch den Einfluss der Sonne

Asteroiden mit Monden sind keine Seltenheit: etwa 15 Prozent aller Asteroiden mit einem Durchmesser von weniger als zehn Kilometern besitzen derartige Satelliten. Wie diese Begleiter jedoch entstehen, war bislang unklar. Zusammenstöße zwischen den Himmelskörpern sind aufgrund der großen Entfernungen im Weltraum jedenfalls recht selten. Computersimulationen von Kevin Walsh von der University of Maryland in College Park lieferten nun eine bessere Erklärung. Demnach kann bei Asteroiden die Sonneneinstrahlung zur Bildung eigener Monde führen: der Himmelskörper wird von der Sonne nicht an allen Stellen gleich stark erhitzt. Diese unregelmäßige Erwärmung versetzt den Asteroiden in immer schnellere Rotation. Die Fliehkräfte verformen ihn so stark, dass sich schließlich aus einer breiten Wulst an seinem Äquator Material ablöst und eine Umlaufbahn um den Asteroiden annimmt.
Study Puts Solar Spin on Asteroids, their Moons & Earth Impacts

Wikipedia: YORP-Effekt

Tschechien wird Mitglied der ESA

Die Europäische Weltraumbehörde ESA wächst: am 8. Juli 2008 unterzeichneten ESA-Generalsekretär Jean-Jacques Dordain und der tschechische Ministerpräsident Mirek Topolánek in Prag ein Abkommen über den Beitritt des Landes. Raumfahrt ist für Tschechien prinzipiell kein neues Thema: während des sowjetischen Interkosmos-Programms flog Vladimir Remek als erster, damals noch tschechoslowakischer, Kosmonaut im März 1978 mit der Sojus 28 zur Orbitalstation Saljut 6. Und seit 1996 arbeitet Tschechien im Rahmen eines Kooperationsabkommens eng mit der ESA zusammen.
Czech Republic accedes to the ESA Convention

Das neue Bild des Merkur

Als die Raumsonde Messenger im Januar am Merkur vorüberflog, machte sie zahlreiche Aufnahmen von Regionen, die noch nie zuvor von einer Sonde fotografiert worden waren (siehe Erster Merkur-Flyby von MESSENGER und Die unbekannte Seite des Merkur). Die Auswertung der Daten lieferte nun ein neues Bild des sonnennächsten Planeten. Danach hat der Merkur eine Hülle, die sich dynamisch verändert. Ein Sensor an Bord von Messenger fand in den Bereichen rund um den Planeten nicht nur geladene Partikel der Elemente Natrium, Silizium und Schwefel, sondern auch geladene einfache Moleküle, deren Konzentration sich ständig ändert. Diese geladenen Partikel entstehen durch Wechselwirkung der äußeren Schichten des Merkur mit dem Sonnenwind. Bei der Auswertung der Messenger-Daten fanden die Wissenschaftler zudem heraus, dass vulkanische Aktivität den Planeten sehr viel stärker geprägt hat als bisher angenommen. So entdeckte man Oberflächenformationen, die auf Vulkane, Lavaströme und starke vulkanische Eruptionen hindeuten. Diese von Messenger neu entdeckten vulkanischen Strukturen finden sich besonders im Umfeld und im Inneren des größten bekannten Einschlagbeckens auf Merkur, der rund 1.500 Kilometer großen „Caloris Planitia“. Dieser riesige Krater bildete sich vor rund 3,8 Milliarden Jahren. In seinem Zentrum und an den Rändern sind vulkanische Formen sichtbar, die eindeutig auf basaltische Lava zurückzuführen sind.

Exzellenter Artikel von Emily Lakdawalla im Weblog der Planetary Society:
MESSENGER Scientists ‚Astonished‘ to Find Water in Mercury’s Thin Atmosphere

MESSENGER Press Conference Multimedia Page

MESSENGER Observations of the Composition of Mercury’s Ionized Exosphere and Plasma Environment

Volcanism on Mercury: Evidence from the First MESSENGER Flyby

Geology of the Caloris Basin, Mercury: A View from MESSENGER

Einzigartiges Sternsystem unterstützt Einsteins Theorie

Der Doppelpulsar PSR J0737-3039 erweist sich als wahre Goldgrube für die Wissenschaft. Jetzt nutzte ein Forscherteam das seltene Paar für einen Test von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Das Taumeln der Rotationsachse eines der beiden Neutronensterne stimmt demnach exakt mit den Vorhersagen des berühmten Physikers überein.
Unique Stellar System Gives Einstein a Thumbs-Up

In Unique Stellar Laboratory, Einstein’s Theory Passes Strict, New Test