Asteroiden-Monde entstehen durch den Einfluss der Sonne

Asteroiden mit Monden sind keine Seltenheit: etwa 15 Prozent aller Asteroiden mit einem Durchmesser von weniger als zehn Kilometern besitzen derartige Satelliten. Wie diese Begleiter jedoch entstehen, war bislang unklar. Zusammenstöße zwischen den Himmelskörpern sind aufgrund der großen Entfernungen im Weltraum jedenfalls recht selten. Computersimulationen von Kevin Walsh von der University of Maryland in College Park lieferten nun eine bessere Erklärung. Demnach kann bei Asteroiden die Sonneneinstrahlung zur Bildung eigener Monde führen: der Himmelskörper wird von der Sonne nicht an allen Stellen gleich stark erhitzt. Diese unregelmäßige Erwärmung versetzt den Asteroiden in immer schnellere Rotation. Die Fliehkräfte verformen ihn so stark, dass sich schließlich aus einer breiten Wulst an seinem Äquator Material ablöst und eine Umlaufbahn um den Asteroiden annimmt.
Study Puts Solar Spin on Asteroids, their Moons & Earth Impacts

Wikipedia: YORP-Effekt