Solscape

Bewölkung auf Braunen Zwergen

Ein Team von Astronomen der Universität von Hawaii, dem California Institute of Technology (CalTech) und dem MIT konnte mit Hilfe des Keck-Teleskops auf dem Mauna Kea bewölktes Wetter auf zwei Braunen Zwergen nachweisen.
Ein Brauner Zwerg führt ein interessantes und oft rätselhaftes „Leben“: in seiner Jugend können in ihm in beschränktem Umfang Fusionsprozesse ablaufen. Er fusioniert Deuterium. Ist der Vorrat an Deuterium erschöpft, kühlt er sich langsam ab. Dabei bilden sich mit der Zeit Wolken aus Eisen und dem Mineral Enstatit, die den gesamten Braunen Zwerg einhüllen. Diese Hülle sorgt dafür, dass der Braune Zwerg in bestimmten Wellenlängen leuchtschwächer erscheint als er eigentlich ist. Wenn er noch weiter abkühlt, verschwinden die Wolken plötzlich wieder und der Braune Zwerg erscheint in bestimmten Wellenlängenbereichen heller. Warum die Wolken plötzlich verschwinden, ist bislang noch ungeklärt.
Keck Telescope Finds Cloudy Weather On Failed Stars

Discovery of a T Dwarf Binary with the Largest Known J-Band Flux Reversal

Spektakuläre Gefäßfunde in der Hethiter-Hauptstadt Hattuscha

In der alten Hauptstadt der Hethiter in Anatolien, Hattuscha, haben Archäologen einen spektakulären Fund gemacht: neben mehr als 70 Schalen und Tellern entdeckten sie zwei Vasen, die in dieser Form bisher noch nirgends gefunden worden waren. Eine davon ist ein großes Gefäß mit geschwungener Wandung und vier Henkeln, dessen Rand in Form von Zinnen gestaltet ist. Zwar sind kleine Fragmente ähnlicher Gefäße bereits des öfteren in den Ausgrabungen in Hattuscha gefunden worden, jedoch ist es das erste Mal, dass ein vollständiges Gefäß dieses Typs rekonstruiert werden konnte. Bisher völlig einmalig hingegen ist das zweite Gefäß. Es hat eine hohe schlanke Form, mit langem Hals, auf dem ein Stierkopf als Ausguß sitzt.

Sensationelle Gefäßfunde

Zwergasteroid verglühte in Erdatmosphäre

Offenbar ist es zum ersten Mal gelungen, das Auftreffen eines kleinen Asteroiden auf die Erde präzise vorherzusagen. Laut den Berechnungen der Astronomen muss der rund drei Meter große Zwergasteroid 2008 TC3, der erst am gestrigen Montag entdeckt worden war, heute Morgen um 4:46 Uhr MESZ über dem Nordsudan verglüht sein.
Asteroid 2008 TC3 Strikes Earth: Predictions and Observations Agree

UA Scientists Discover Tiny Asteroid Will Hit Earth Tonight

Boulder-sized Asteroid Will Burn Up in Earth’s Atmosphere Tonight

Small Asteroid To Light Up Sky Over Africa

Minor Planet Electronic Circular – 2008 TC3

COROT entdeckt seltsamen Riesenplaneten

Das Weltraumteleskop COROT hat mit dem Objekt „COROT-Exo-3b“ einen ungewöhnlichen Himmelskörper aufgespürt: die Auswertungen der Daten von COROT und nachträgliche Beobachtungen von der Erde aus lassen darauf schließen, dass das Objekt ungefähr die Größe des Jupiters, jedoch eine über 20-fach größere Masse hat – COROT-Exo-3b besitzt demnach vermutlich eine Dichte, die doppelt so groß ist wie die von Blei! Die Astronomen zögern noch, COROT-Exo-3b einen „Planeten“ zu nennen. Es könnte sich auch um einen „verhinderten“ Braunen Zwerg handeln.
COROT discovery stirs exoplanet classification rethink

Physik-Nobelpreis 2008

Der Nobelpreis für Physik geht dieses Jahr an Yoichiro Nambu vom Enrico Fermi Institute in Chicago, sowie an Makoto Kobayashi vom japanischen Teilchenbeschleuniger KEK und Toshihide Maskawa vom Yukawa Institute for Theoretical Physics an der Universität Kyoto. Nambu wird für die Entdeckung des Mechanismus spontan gebrochener Symmetrie in der Elementarteilchenphysik ausgezeichnet, Kobayashi und Maskawa für die Entdeckung des Ursprungs gebrochener Symmetrie, aus der sich die Existenz von mindestens drei Quark-Familien ableitet. Nambu hatte 1960 eine erste mathematische Beschreibung der spontanen Symmetriebrechung formuliert. Seine Arbeiten spielen eine zentrale Rolle für das Standardmodell der Teilchenphysik. Kobayashi und Maskawa hatten 1972 theoretische Überlegungen veröffentlicht, welche die Symmetriebrechung innerhalb des Standardmodells erklären. Erst in den vergangenen Jahren wurden einige dieser theoretischen Annahmen in Experimenten bestätigt.
The Nobel Prize in Physics 2008

Merkur, die Zweite!

Heute Vormittag flog die Raumsonde MESSENGER zum zweiten Mal in nur 200 Kilometer Abstand am sonnennächsten Planeten Merkur vorbei. Dabei wurden 10 Stunden lang Bilder gemacht und Messungen vorgenommen. Die größte Annäherung an Merkur erreichte MESSENGER gegen 10:45 Uhr MESZ. Die aufgezeichneten Daten und rund 1.300 Bilder sollen im Verlauf des morgigen Dienstags zur Erde übermittelt werden. Wie schon beim ersten Vorbeiflug im Januar dieses Jahres hat MESSENGER auch diesmal wieder Regionen erfasst, die noch nie zuvor gesehen wurden.

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Nobelpreis für Medizin 2008

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr jeweils zur Hälfte an den Heidelberger Krebsforscher Harald zur Hausen und das französische Forscherduo Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier. Der Deutsche Harald zur Hausen wird für seine Entdeckung der krebserregenden humanen Papillomviren (HPV) geehrt, die mittlerweile zur Entwicklung eines vorbeugenden Impfstoffs gegen Gebärmutterhalskrebs geführt hat (Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen unter 45 Jahren). Sinoussi und Montagnier werden für die Entdeckung des HIV-Virus ausgezeichnet.
The Nobel Prize in Physiology or Medicine 2008

Humane Papillomviren als Krebsauslöser

Älteste Tierfußstapfen der Welt entdeckt

Wenn man nur scharf genug hinsieht, enthüllt die Welt so manches Geheimnis. So war es auch, als Loren Babcock und seine Kollegen von der Ohio State University in Columbus einen Stein aus der Wüste von Nevada in die Sonne hielten und plötzlich über einen Schattenwurf winzige, parallel zueinander verlaufende Lochspuren entdeckten. Die zwei Millimeter breiten Abdrücke sind dem Anschein nach von einem Gliederfüßler in dem einst weichen Sediment hinterlassen worden. Nach der Fundsituation zu schließen, ist der Stein ungefähr 570 Millionen Jahre alt. Somit fallen die Spuren zeitlich in das Ediacarium, die Ära vor dem Kambrium, das vor etwa 540 Millionen Jahren begann. Dies ist eine große Überraschung, denn bislang galt, dass erst während der „Kambrischen Explosion“ komplexere Tiere entstanden, die sich unter anderem auch auf Beinen fortbewegten. Der Steinfund würde diesen wichtigen Sprung in der Evolution um mindestens 30 Millionen Jahre vordatieren.
Earliest Animal Footprints Ever Found – Discovered In Nevada