Solscape

Grundwasser spielte wichtige Rolle bei der Formung des Mars

Daten und Bilder der europäischen Raumsonde Mars Express legen die Vermutung nahe, dass helle Ablagerungen – die zu den am wenigsten verstandenen Strukturen auf dem Mars gehören – entstanden, als große Mengen Grundwasser auf die Oberfläche ausbrachen. Offenbar spielte Grundwasser eine wichtigere Rolle bei der Formung der Marsoberfläche, als bisher angenommen.
Important role of groundwater springs in shaping Mars

Neues vom Zentrum der Milchstraße

Mit bisher unerreichter Präzision haben Astronomen um Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching 28 Sterne um die Strahlungsquelle Sagittarius A* im Zentrum der Milchstraße verfolgt und ihre Umlaufbahnen berechnet. Auf diese Weise konnten sie die dort wirkenden Kräfte und damit wichtige Eigenschaften des zentralen Schwarzen Lochs ableiten.

Beispiellose Langzeitstudie verfolgt Sternorbits um das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße

Auf der Lauer am Schwarzen Loch

ESO: Unprecedented 16-Year Long Study Tracks Stars Orbiting Milky Way Black Hole

Die Milchstraße – unsere eigene Galaxie

Hohlräume in Dinoschädeln

Würde man die Dinosaurier als „Hohlköpfe“ bezeichnen, man täte ihnen nicht einmal Unrecht. Zu diesem Schluss jedenfalls kommen amerikanische Forscher um Lawrence Witmer von der Ohio University nach einer dreidimensionalen Vermessung mehrerer Saurierschädel. Insbesondere bei dem berühmt-berüchtigten Tyrannosaurus rex nahmen die Nasennebenhöhlen mehr Raum ein als das Hirn. Letztlich hatten diese luftgefüllten Räume jedoch ganz bestimmte Eigenschaften und Funktionen. Die neuen 3D-Modelle legen nahe, dass die Nasennebenhöhlen bei den verschiedenen Saurierspezies zur Gewichtsreduktion, zur Regulierung der Körpertemperatur und auch zur Kommunikation gedient haben.

Air spaces in the heads of dinosaurs and their relatives

Lambeosaurier riefen durch die Nase

Start des Mars Science Laboratory verschoben

Wie die NASA gestern bekannt gab, wird die nächste Mission zum Roten Planeten nicht wie zunächst geplant im kommenden Herbst, sondern erst Ende 2011 starten. Viele der Entwicklungsarbeiten und Tests, die für einen erfolgreichen Verlauf der Mission nötig sind, lassen sich nach Angaben von Doug McCuistion, dem Leiter des Marsprogramms der NASA, nicht mehr bis zum ursprünglich geplanten Starttermin realisieren.
Das Mars Science Laboratory (MSL) soll in einer Region landen, die in der früheren Klimageschichte des Mars einmal feuchter war und dort nach möglichen Spuren von Leben suchen. Dazu soll MSL weitaus größere Strecken auf dem Mars zurücklegen können als seine beiden Vorgänger, die Marsrover Spirit und Opportunity. Derzeit sind noch vier mögliche Landestellen für MSL in der engeren Wahl.
Next NASA Mars Mission Rescheduled For 2011

Die Venuswolken in neuem Licht betrachtet

Die Wolkendecke aus ätzender Schwefelsäure, die die Venus umhüllt, gibt Forschern seit Jahrzehnten Rätsel auf. Denn bisher war unklar, welche Vorgänge in der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten für die Gestalt der Wolken verantwortlich sind. Selbst die Höhe der Wolken über der Planetenoberfläche war unbekannt. Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung ist es nun zusammen mit einem internationalen Forscherteam gelungen, jene Vorgänge in der Atmosphäre des Planeten zu verstehen, die für die Anwesenheit und die Morphologie der Wolken verantwortlich sind. Mit Hilfe der UV-Kamera VMC und des Infrarot-Spektrometers VIRTIS an Bord der europäischen Raumsonde Venus Express konnte dargestellt werden, dass die Temperaturbedingungen und -schwankungen eine entscheidende Rolle spielen. Über den Tropen der Venus nimmt die Lufttemperatur stark mit der Höhe ab. So entstehen turbulente Aufwinde, die die Wolken zerreißen und Schwebeteilchen nach oben wirbeln. In den mittleren Breiten sieht das völlig anders aus: der Temperaturverlauf ist dort umgekehrt. Dies erzeugt in diesen Breiten einen riesigen Kranz aus kalter Luft, der den Planeten umkreist. Luft und Schwebeteilchen können deshalb nicht in der Atmosphäre aufsteigen, so dass die UV-Aufnahmen dort auch einen hellen, kontrastlosen Nebel zeigen. Aus den neuen Daten von Venus Express lässt sich zudem die genaue Höhe der Wolken über der Südhalbkugel ablesen. Trotz der unterschiedlichen Bedingungen befinden sie sich sowohl in der Nähe des Äquators als auch bei mittleren Breiten 72 Kilometer über der Oberfläche. Erst zum Südpol hin nimmt dieser Wert auf etwa 64 Kilometer ab. Hier bilden die Wolken einen gewaltigen Wirbel.
Venus comes to life at wavelengths invisible to human eyes

Studenten finden Exoplaneten

Mit Hilfe einer eigens ersonnenen Analysemethode spürten die drei niederländischen Studenten Francis Vuijsje, Meta de Hoon und Remco van der Burg von der Universität Leiden einen Planeten mit der 4,5-fachen Masse und dem 1,6-fachen Radius des Jupiter auf, der den schnell rotierenden Stern OGLE-TR-L9 in einer Entfernung von weniger als 5 Millionen Kilometern umkreist.
Students Discover Unique Planet

OGLE2-TR-L9: An extrasolar planet transiting a fast-rotating F3 star