30 Doradus in der nahegelegenen Großen Magellanschen Wolke ist eine der größten Sternentstehungsregionen in der Nähe der Milchstraße. Die in 30 Doradus befindlichen, enormen Sterne produzieren intensive Strahlung und heftige Winde aus viele Millionen Grad heißem Gas, welche riesige Blasen in dem sie umgebenden kühleren Gas formen.
Tarantula Nebula (30 Doradus): Drama In The Heart Of The Tarantula
Solscape
Grundwasser spielte wichtige Rolle bei der Formung des Mars
Daten und Bilder der europäischen Raumsonde Mars Express legen die Vermutung nahe, dass helle Ablagerungen – die zu den am wenigsten verstandenen Strukturen auf dem Mars gehören – entstanden, als große Mengen Grundwasser auf die Oberfläche ausbrachen. Offenbar spielte Grundwasser eine wichtigere Rolle bei der Formung der Marsoberfläche, als bisher angenommen.
Important role of groundwater springs in shaping Mars
Neues vom Zentrum der Milchstraße
Mit bisher unerreichter Präzision haben Astronomen um Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching 28 Sterne um die Strahlungsquelle Sagittarius A* im Zentrum der Milchstraße verfolgt und ihre Umlaufbahnen berechnet. Auf diese Weise konnten sie die dort wirkenden Kräfte und damit wichtige Eigenschaften des zentralen Schwarzen Lochs ableiten.
Beispiellose Langzeitstudie verfolgt Sternorbits um das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße
Auf der Lauer am Schwarzen Loch
ESO: Unprecedented 16-Year Long Study Tracks Stars Orbiting Milky Way Black Hole
Hubble entdeckt Kohlendioxid auf einem Exoplaneten
Das Weltraumteleskop Hubble hat in der Atmosphäre des Planeten HD 189733b Kohlendioxid nachgewiesen. Der im Jahr 2005 entdeckte Exoplanet befindet sich rund 63 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Fuchs.
Hubble Finds Carbon Dioxide on an Extrasolar Planet
Hohlräume in Dinoschädeln
Würde man die Dinosaurier als „Hohlköpfe“ bezeichnen, man täte ihnen nicht einmal Unrecht. Zu diesem Schluss jedenfalls kommen amerikanische Forscher um Lawrence Witmer von der Ohio University nach einer dreidimensionalen Vermessung mehrerer Saurierschädel. Insbesondere bei dem berühmt-berüchtigten Tyrannosaurus rex nahmen die Nasennebenhöhlen mehr Raum ein als das Hirn. Letztlich hatten diese luftgefüllten Räume jedoch ganz bestimmte Eigenschaften und Funktionen. Die neuen 3D-Modelle legen nahe, dass die Nasennebenhöhlen bei den verschiedenen Saurierspezies zur Gewichtsreduktion, zur Regulierung der Körpertemperatur und auch zur Kommunikation gedient haben.
Die Welt unterm Mikroskop
Jedes Jahr werden beim „Nikon Small World“-Fotowettbewerb die besten Mikroskop-Aufnahmen ausgezeichnet. Auf der folgenden Seite gibt’s die 20 besten Bilder vom diesjährigen Wettbewerb sowie weitere eindrucksvolle Aufnahmen zu sehen:
Neuer Termin für letzte Hubble-Service-Mission
Die im September wegen des Ausfalls einer Datenaufbereitungseinheit an Bord des Weltraumteleskops Hubble verschobene Service-Mission soll nun am 12. Mai 2009 stattfinden.
Start des Mars Science Laboratory verschoben
Wie die NASA gestern bekannt gab, wird die nächste Mission zum Roten Planeten nicht wie zunächst geplant im kommenden Herbst, sondern erst Ende 2011 starten. Viele der Entwicklungsarbeiten und Tests, die für einen erfolgreichen Verlauf der Mission nötig sind, lassen sich nach Angaben von Doug McCuistion, dem Leiter des Marsprogramms der NASA, nicht mehr bis zum ursprünglich geplanten Starttermin realisieren.
Das Mars Science Laboratory (MSL) soll in einer Region landen, die in der früheren Klimageschichte des Mars einmal feuchter war und dort nach möglichen Spuren von Leben suchen. Dazu soll MSL weitaus größere Strecken auf dem Mars zurücklegen können als seine beiden Vorgänger, die Marsrover Spirit und Opportunity. Derzeit sind noch vier mögliche Landestellen für MSL in der engeren Wahl.
Next NASA Mars Mission Rescheduled For 2011
Die Venuswolken in neuem Licht betrachtet
Die Wolkendecke aus ätzender Schwefelsäure, die die Venus umhüllt, gibt Forschern seit Jahrzehnten Rätsel auf. Denn bisher war unklar, welche Vorgänge in der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten für die Gestalt der Wolken verantwortlich sind. Selbst die Höhe der Wolken über der Planetenoberfläche war unbekannt. Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung ist es nun zusammen mit einem internationalen Forscherteam gelungen, jene Vorgänge in der Atmosphäre des Planeten zu verstehen, die für die Anwesenheit und die Morphologie der Wolken verantwortlich sind. Mit Hilfe der UV-Kamera VMC und des Infrarot-Spektrometers VIRTIS an Bord der europäischen Raumsonde Venus Express konnte dargestellt werden, dass die Temperaturbedingungen und -schwankungen eine entscheidende Rolle spielen. Über den Tropen der Venus nimmt die Lufttemperatur stark mit der Höhe ab. So entstehen turbulente Aufwinde, die die Wolken zerreißen und Schwebeteilchen nach oben wirbeln. In den mittleren Breiten sieht das völlig anders aus: der Temperaturverlauf ist dort umgekehrt. Dies erzeugt in diesen Breiten einen riesigen Kranz aus kalter Luft, der den Planeten umkreist. Luft und Schwebeteilchen können deshalb nicht in der Atmosphäre aufsteigen, so dass die UV-Aufnahmen dort auch einen hellen, kontrastlosen Nebel zeigen. Aus den neuen Daten von Venus Express lässt sich zudem die genaue Höhe der Wolken über der Südhalbkugel ablesen. Trotz der unterschiedlichen Bedingungen befinden sie sich sowohl in der Nähe des Äquators als auch bei mittleren Breiten 72 Kilometer über der Oberfläche. Erst zum Südpol hin nimmt dieser Wert auf etwa 64 Kilometer ab. Hier bilden die Wolken einen gewaltigen Wirbel.
Venus comes to life at wavelengths invisible to human eyes
Studenten finden Exoplaneten
Mit Hilfe einer eigens ersonnenen Analysemethode spürten die drei niederländischen Studenten Francis Vuijsje, Meta de Hoon und Remco van der Burg von der Universität Leiden einen Planeten mit der 4,5-fachen Masse und dem 1,6-fachen Radius des Jupiter auf, der den schnell rotierenden Stern OGLE-TR-L9 in einer Entfernung von weniger als 5 Millionen Kilometern umkreist.
Students Discover Unique Planet
OGLE2-TR-L9: An extrasolar planet transiting a fast-rotating F3 star
