Kepler: Auf der Suche nach erdähnlichen Exoplaneten

Am Samstag, den 7. März 2009 um 04:49 Uhr MEZ startet die Raumfahrtbehörde NASA ihr neues Weltraumteleskop Kepler. Benannt ist es nach dem deutschen Naturphilosophen, Mathematiker und Astronomen Johannes Kepler (1571 – 1630), der die Gesetze der Planetenbewegung formulierte. Der 550 Millionen Dollar teure Satellit mit der Größe und dem Gewicht eines Kleinwagens wird von Cape Canaveral in Florida aus mit einer Delta-II-Rakete ins All geschossen. Auf seiner Umlaufbahn wird er dreieinhalb Jahre lang einen Bereich zwischen den Sternbildern Schwan und Leier unter die Lupe nehmen und dabei das Licht von über 100.000 Sternen in seinem Sichtfeld registrieren. Für seine Beobachtungen nutzt Kepler einen Spiegel von 1,4 Metern Durchmesser. Dieser reflektiert das Sternenlicht auf ein Fotometer, das aus 42 CCD-Chips zu je 2,25 Millionen Pixeln besteht. Das einfallende Licht wird nach kleinsten Helligkeitsschwankungen bei den Sternen durchsucht. Diese Helligkeitsschwankungen entstehen, wenn Planeten vor den Scheiben ihrer Muttersterne vorbeiziehen und deren Licht kurzfristig zu einem Teil abblocken. Auf diese Weise hofft man, eine Vielzahl kleiner, erdähnlicher Exoplaneten aufspüren zu können.
Zuletzt fand das europäische Weltraumteleskop CoRoT einen Exoplaneten von immerhin nur dem 1,8-fachen Durchmesser der Erde, der einen sonnenähnlichen Stern im Sternbild Einhorn umkreist (siehe: CoRoT findet bislang kleinsten Exoplaneten).

Kepler Mission