Ferne Galaxie beherbergt zwei gewaltige Schwarze Löcher

Große Galaxien gehen vermutlich aus der Verschmelzung kleinerer Galaxien hervor. Dabei sollten sich die zugehörigen supermassereichen Schwarzen Löcher zunächst umkreisen und dabei allmählich näher kommen, um sich schließlich unter Aussendung von Gravitationswellen zu vereinigen. Einen starken Beleg für diese Theorie haben die beiden amerikanischen Astronomen Todd Boroson und Tod Lauer vom National Optical Astronomy Observatory (NOAO) in Tucson, Arizona, jetzt möglicherweise gefunden. Die beiden Forscher entwickelten eine statistische Methode, um die Spektren von Galaxien auf ungewöhnliche Merkmale hin zu untersuchen. Bei der Analyse von mehr als 17.000 Lichtspektren, die im Rahmen einer großen Himmelsdurchmusterung des Sloan Digital Sky Survey aufgenommen worden waren, stach die ferne Galaxie J1536+00441 besonders hervor. Gemessen an zwei Sätzen stark verschmierter Spektrallinien scheint die Galaxie zwei Schwarze Löcher zu enthalten, die jeweils von einem Strudel leuchtenden Gases umgeben sind und sich – relativ zur Erde – mit einem Geschwindigkeitsunterschied von 3.500 Kilometern pro Sekunde bewegen. Anhand der Stärke der Spektrallinien schätzen Boroson und Lauer, dass die beiden Schwarzen Löcher etwa 20 bzw. 800 Millionen Sonnenmassen besitzen. Gleichzeitig sind sie höchstens ein Lichtjahr voneinander getrennt – weniger als ein Viertel des Abstandes der Sonne von ihrem nächsten Nachbarstern.

Elusive Binary Black Hole System Identified

Das große Schlucken