Etwa zehn Kilometer vor der Südwestküste der Pazifik-Insel Tongatapu ist ein unterseeischer Vulkan ausgebrochen. Seit Montag steigen dort gewaltige Dampfsäulen und Rauchwolken empor. Dem Ausbruch waren mehrere heftige Erdbeben vorausgegangen.
Solscape
Hubble fotografiert vierfachen Transit der Saturnmonde

Animation des vierfachen Transits der Saturnmonde.
Am 24. Februar 2009 gelangen dem Weltraumteleskop Hubble mehrere Aufnahmen des Saturn zusammen mit vier seiner Monde, die gerade gemeinsam vor der Planetenscheibe vorbeiziehen. Bei den Monden handelt es sich um Enceladus, Dione, Titan und Mimas (von links nach rechts).
Europäischer Satellit GOCE erfolgreich gestartet
Im vierten Anlauf ist der europäische Satellit GOCE (Gravity Field and steady-state Ocean Circulation Explorer) nun doch noch erfolgreich gestartet: er wurde heute um 15:21 Uhr MEZ mit Hilfe einer Rockot-Trägerrakete vom russischen Raumfahrtzentrum Plesetsk aus ins All geschossen. GOCE soll aus einer Umlaufbahn in nur 260 Kilometern Höhe das Schwerefeld der Erde so exakt wie nie zuvor vermessen und wertvolle Erkenntnisse für die Klima- und Vulkanforschung liefern. Mit dem Start des Satelliten, der mit einem Ionenantrieb gesteuert wird, hat die ESA ein neues Kapitel in der Geschichte der Erdbeobachtung aufgeschlagen.
Die ESA startet mit GOCE ihren ersten Erdforschungssatelliten
Überreste des Ostsee-Meteoriten gefunden!
Ein weiß glühender Meteorit über der Ostsee hatte im Januar in ganz Nordeuropa für Aufregung gesorgt (siehe: Feuerball über Nordeuropa). Jetzt hat der Meteoriten-Kenner Thomas Grau aus Bernau (nördlich von Berlin), der professionell nach Überresten abgestürzter Himmelskörper sucht, Teile des Meteoriten auf der dänischen Insel Lolland entdeckt. Grau hatte die mögliche Absturzstelle mit Hilfe von Augenzeugenberichten, Videoaufnahmen und Computerberechnungen ermittelt, und wurde schließlich nach einer dreiwöchigen Suche fündig.
Sensationeller Meteoritenfund: Wie ein Deutscher das Himmelsfeuerwerk entschlüsselte
Mainzer Forscher grenzen Vorkommensbereich des Higgs-Teilchens ein
Für ihre Suche nach dem Higgs-Teilchen haben Forscher um Professor Volker Büscher vom Institut für Physik der Universität Mainz jetzt entscheidende neue Anhaltspunkte bekommen. Mit Hilfe von Experimenten im Tevatron-Beschleuniger am Fermilab bei Chicago konnten sie den Bereich, in dem das Higgs-Boson vermutlich zu finden ist, deutlich eingrenzen. Bisher war bekannt, dass die Masse des Higgs-Teilchens nicht unter einem Wert von 114 Giga-Elektronenvolt (GeV) liegen kann, das Teilchen also mehr als 114 Mal so schwer sein muss wie ein Proton. Als Obergrenze wurden bislang 185 GeV angenommen. Die neuen Ergebnisse lassen nun den Schluss zu, dass die Masse des Higgs-Bosons tatsächlich nicht weit von der 114-GeV-Grenze entfernt liegt.
Bilderbuchstart der Discovery
Nach wochenlanger Verzögerung wegen technischer Probleme ist die „Discovery“ nun endlich auf dem Weg zur Internationalen Raumstation. Die Raumfähre hob heute Morgen um 0:43 Uhr MEZ mit sieben Astronauten an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Sie soll am Dienstagabend bei der ISS eintreffen. Wichtigste Aufgabe der zweiwöchigen Mission STS-119 ist es, den vierten und damit letzten Solarflügel zu liefern und zu installieren. Ursprünglich sollte die Raumfähre schon Anfang Februar abheben. Erst tauchten hartnäckige Probleme mit Treibstoffventilen auf, vorige Woche musste der Start dann kurzfristig wegen eines Lecks an einer Wasserstoff-Leitung erneut verschoben werden. Die Mission der „Discovery“ ist die erste von insgesamt fünf für dieses Jahr geplanten Shuttle-Missionen.
Ein Schwarzes Loch im Haar der Medusa

Die Medusa-Galaxie NGC 4194.
Das Kompositbild aus Aufnahmen des Röntgenteleskops Chandra (in Blau) und Fotos des Weltraumteleskops Hubble im sichtbaren Licht (in Orange) zeigt die 110 Millionen Lichtjahre entfernte Medusa-Galaxie NGC 4194. Oberhalb des Zentrums der Galaxie befinden sich die „Haare“ der Medusa. Der griechischen Sage nach bestehen diese „Haare“ aus Schlangen, tatsächlich handelt es sich hier aber um einen Gezeitenschweif, der durch die Kollision zweier Galaxien entstanden ist. Die helle Röntgenquelle im linken Bereich der „Haare“ ist ein Schwarzes Loch.
Start von Herschel und Planck verschoben
ESA und Arianespace haben gemeinsam beschlossen, den ursprünglich für den 16. April 2009 geplanten Start der Missionen Herschel und Planck zu verschieben. Ein neuer Starttermin soll Ende März bekannt gegeben werden.
Quelle: ESA
Plutosonde New Horizons fotografiert Neptun und seinen Mond Triton

Neptun und Triton, aufgenommen von New Horizons.
Das Bild wurde am 16. Oktober 2008 aufgenommen, als New Horizons etwa 3,75 Milliarden Kilometer von Neptun entfernt war. Mit 2.700 Kilometern Durchmesser ist Triton nur knapp 300 Kilometer größer als der Zwergplanet Pluto, den New Horizons im Juli 2015 erreichen wird. Die letzten Aufnahmen, die eine Raumsonde von Neptun und Triton machte, sind schon eine Weile her. Sie stammen von Voyager 2, die dort im August 1989 vorbeiflog.
Fermi: Bisher genaueste Himmelskarte der Gammastrahlenquellen veröffentlicht

Fermi's Himmelskarte der Gammastrahlenquellen.
Beobachtungsdaten des Large Area Telescopes an Bord von Fermi, die aus dem Zeitraum zwischen dem 4. August und dem 30. Oktober 2008 stammen, wurden zur bisher genauesten Himmelskarte der Gammastrahlenquellen zusammengefasst. Die Karte enthält insgesamt 205 außergewöhnliche Strahlungsquellen in dem von Fermi untersuchten Wellenlängenbereich.
