Solscape

Das "Chaotische Gebiet" von Ariadnes Colles

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Ariadnes Colles
ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

Auf dem Mars gibt es zahlreiche sog. „Chaotische Gebiete“, die sich durch eine regellose Häufung von Gesteinsblöcken unterschiedlichster Größe und tafelbergähnlichen Erhebungen auszeichnen. Ariadnes Colles ist eines von vier solchen „Chaotischen Gebieten“ in Terra Sirenum im südlichen Hochland des Mars. Mit einer Fläche von ca. 29.000 Quadratkilometern ist Ariadnes Colles fast so groß wie das Bundesland Baden-Württemberg.
Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene hochauflösende Stereokamera (HRSC) an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express nahm am 16. April 2007 die nordwestlichen Ausläufer des Gebietes mit einer Bildauflösung von etwa 13 Metern pro Bildpunkt auf.

Chaotic terrain in Ariadnes Colles

Hubble's 19. Geburtstag: Arp 194 und die Quelle der Jugend

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Galaxiensystem Arp 194
(NASA, ESA and the Hubble Heritage Team (STScI/AURA))

Anlässlich des 19. Geburtstages des Weltraumteleskops Hubble veröffentlichten NASA und ESA heute eine Aufnahme, die das Galaxiensystem Arp 194 zeigt. Diese Gruppe miteinander wechselwirkender Galaxien liegt entlang eines „kosmischen Jungbrunnens“ aus Sternen, Gas und Staub, der sich über eine Entfernung von etwa 100.000 Lichtjahren erstreckt. Arp 194 befindet sich 600 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Cepheus.
Seit seinem Start an Bord der Raumfähre Discovery hat Hubble über 570.000 Bilder von mehr als 29.000 Himmelsobjekten gemacht.

Hubble celebrates 19th anniversary with fountain of youth

Astronomen entdecken bislang kleinsten Exoplaneten

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Der äußerste bekannte Planet des Roten Zwergsterns Gliese 581 dürfte gerade noch in der lebensfreundlichen Zone liegen.
(Grafik: ESO, Franck Selsis (Univ. Bordeaux))

Mit dem Präzisionsinstrument HARPS an der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile gelang Astronomen um Michel Mayor die Entdeckung des bislang kleinsten Exoplaneten. Gliese 581e hat nur knapp die doppelte Masse unserer Erde und umkreist den 20,5 Lichtjahre von uns entfernten Roten Zwergstern Gliese 581 im Sternbild Waage, bei dem in den letzten beiden Jahren schon drei andere Exoplaneten nachgewiesen wurden. Anhand der neuen Daten konnten die Forscher die Angaben zur Umlaufbahn von Gliese 581 d verfeinern, den sie im Jahr 2007 entdeckt hatten. Demnach kreist diese Welt in einem Abstand um sein Zentralgestirn, der die Existenz flüssigen Wassers gestatten könnte.
Es ist schon faszinierend, wie weit wir seit der Entdeckung des ersten Exoplaneten im Jahr 1995 gekommen sind.
Die Masse von Gliese 581 e ist 80 Mal kleiner als die von 51 Pegasi b. Und zwischen den beiden Entdeckungen liegen nur 14 Jahre…

Lightest exoplanet yet discovered

The HARPS search for southern extra-solar planets XVIII. An Earth-mass planet in the GJ 581 planetary system (PDF; 1.1 MB)

STEREO enthüllt die Anatomie eines Sonnensturms erstmals in 3D

Die beiden STEREO-Sonden der NASA nehmen Bilder von Sonnenstürmen auf und machen Echtzeitmessungen ihrer Magnetfelder von dem Moment an, zu dem die Stürme die Sonne verlassen, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Druckwellen der Stürme die Erde erreichen. Forscher vom Goddard Space Flight Center haben nun erstmals dreidimensionale Aufnahmen eines Sonnensturms vorgestellt.

NASA’s STEREO Spacecraft Reveals the Anatomy of Solar Storms

Wikipedia: Weltraumwetter

Opportunity: mit dem Endeavour-Krater ein neues Forschungsziel im Blick

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Der Nordrand des Endeavour-Kraters, aufgenommen von Opportunity am 7. März 2009.
Dieser Teil des Kraterrandes ist etwa 20 Kilometer vom Rover entfernt.
(NASA/JPL-Caltech/Cornell)

Am 22. September 2008 gab die NASA bekannt, dass der Marsrover Opportunity zum 22 Kilometer durchmessenden Endeavour-Krater aufbrechen wird. Am 7. und 8. März 2009 gelang es dem Rover, aus einer Entfernung von rund 12 Kilometern Teile vom Kraterrand von Endeavour zu fotografieren.
Seit dem Verlassen des Victoria-Kraters und dem Beginn der Fahrt zum südöstlich gelegenen Endeavour-Krater hat Opportunity mittlerweile über 3 Kilometer zurückgelegt. Allerdings kann der Rover die Fahrt zum Endeavour-Krater nicht auf direktem Weg bewältigen, da diese Strecke zum Teil durch Sanddünen blockiert ist. Opportunity würde Gefahr laufen, dort stecken zu bleiben. Aus diesem Grund bewegt sich der Rover momentan in südwestliche Richtung. Nach weiteren drei Kilometern wird er dann einen Schwenk nach Osten durchführen, um den Endeavour-Krater direkt anzusteuern. Der Umweg gibt die Gelegenheit, eine an der Strecke liegende Kette kleiner Krater zu untersuchen. Diese Impaktkrater namens „Resolution“, „Adventure“ und „Discovery“ sind vermutlich die Sekundärkrater eines größeren Impaktereignisses.

Opportunity at ‚Cook Islands‘

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Foto der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter, aufgenommen am 29. Januar 2009.
Opportunity (markiert durch den Kreis links unten im Bild) hat sich gerade auf den Weg in Richtung Endeavour-Krater aufgemacht.
Rechts oberhalb des Rovers sind dessen Radspuren erkennbar.
(NASA/JPL/University of Arizona)
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Bildmosaik der Context-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter.
Zu sehen ist ein Teil von Meridiani Planum mit den Kratern Victoria und Endeavour.
(NASA/JPL-Caltech/MSSS/astroarts.org)
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Diese perspektivische Ansicht zeigt einen Ausschnitt von Meridiani Planum mit den Kratern Victoria und Endeavour.
Die Ansicht wurde aus einem digitalen Höhenmodell sowie den Farbkanälen der HRSC-Kamera an Bord der Raumsonde Mars Express generiert.
Das Bild ist 5-fach vertikal überhöht.
(astroarts.org, unter Verwendung von HRSCview.
Freie Universität Berlin und DLR Berlin)
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Spirits nächster Halt: von Braun und Goddard

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Die Spitzkuppe "von Braun", aufgenommen am 6. April 2009 von Spirits Navigation Camera.
(NASA/JPL/Cornell University/astroarts.org)
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Nachdem der Marsrover Spirit mehrere Monate an der Nordseite von „Home Plate“ zubrachte, um dort zu überwintern, hat er sich nun endlich wieder auf den Weg gemacht, neues Terrain zu erkunden. Seine nächsten Ziele sind „von Braun“, ein kleiner, steiler Hügel mit einer interessanten „Kappe“ auf der Spitze, und „Goddard“, eine flache, ovale Grube. Es wird angenommen, dass es sich bei beiden Formationen um die Reste einer ehemals aktiven vulkanischen Struktur handelt. Spirit hatte bereits bei früheren Untersuchungen umfangreiche Ablagerungen von nahezu reinem Siliziumdioxid in der Nähe von Home Plate gefunden, die inzwischen als Beleg dafür angesehen werden, dass es hier in der geologischen Vergangenheit des Mars hydrothermale Quellen und Fumarolen gab.

Mars Rover Spirit Unearths Surprise Evidence of Wetter Past

Mars rover finds Yellowstone-like hot spring deposits

Detection of Silica-Rich Deposits on Mars

The Hydrothermal System at Home Plate in Gusev Crater, Mars:Formation of High Silica Material by Acid-Sulfate Alteration of Basalt (PDF)

Pyroclastic Activity at Home Plate in Gusev Crater, Mars

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"Home Plate", aufgenommen am 29. September 2006 von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter.
(NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona/astroarts.org)
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Galaxie NGC 7049: Staub im Gegenlicht

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NGC 7049

Eine neue Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt die rund 100 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 7049 mitsamt der Kugelsternhaufen, die das System umgeben. Zu erkennen sind außerdem dunkle Staubschwaden, die durch den hellen Halo der Galaxie besonders gut zur Geltung kommen. NGC 7049 ist die hellste Galaxie einer Galaxiengruppe im südlichen Sternbild Indianer (Indus).

Dramatically backlit dust lanes in NGC 7049

Galaxien in Hülle und Fülle

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NGC 55

Dieses Bild zeigt die irreguläre Galaxie NGC 55, die zur Sculptor-Galaxiengruppe gehört, die im südlichen Sternbild Bildhauer (Sculptor) zu finden ist. Die Galaxie hat einen Durchmesser von rund 70.000 Lichtjahren und ist etwa 7,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.

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NGC 7793

Diese Aufnahme zeigt NGC 7793, eine Galaxie, die über eine sehr chaotische Spiralstruktur verfügt. Es ist kaum möglich, in NGC 7793 einzelne Spiralarme zu entdecken, geschweige denn, eine Rotationsrichtung auszumachen. NGC 7793, ebenfalls eine Galaxie in der Sculptor-Galaxiengruppe, liegt mit 12,5 Millionen Lichtjahren etwas weiter entfernt als NGC 55 und ist nur halb so groß wie diese.
Beide Aufnahmen wurden im Rahmen des weltweiten Events „100 Stunden Astronomie“ von der ESO veröffentlicht.

Two Galaxies for a Unique Event

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Arp 274

Bereits am 1. und 2. April fotografierte das Weltraumteleskop Hubble das Siegerobjekt des Wettbewerbs „You Decide“. Es handelt sich um die etwa 400 Millionen Lichtjahre entfernte Dreifach-Galaxiengruppe Arp 274 im Sternbild Jungfrau (Virgo). Der Abstand zwischen dem linken und rechten Bildrand entspricht einer Ausdehnung von rund 216.000 Lichtjahren.

Hubble Celebrates the International Year of Astronomy with the Galaxy Triplet Arp 274

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M33

Diese Aufnahme des Weltraumteleskops Spitzer zeigt die atemberaubende Schönheit der Galaxie M33, auch Dreiecksgalaxie genannt. M33 ist wie unsere Milchstraße ein Mitglied der sog. Lokalen Gruppe, und durch Spitzers Infrarotkamera funkelt sie in völlig anderen Farben und Details.

M33: A Close Neighbor Reveals its True Size and Splendor

Bisher schärfstes Bild des Doppelsterns Theta 1 Orionis C

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Der Zentralbereich des Großen Orionnebels mit den vier Trapez-Sternen Theta 1 Orionis A-D bei zunehmender Vergrößerung.
Das rechte Teilbild zeigt das Doppelsternsystem.
(MPIfR/Stefan Kraus, ESO und NASA/Chris O'Dell)

Mit Hilfe des Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der Europäischen Südsternwarte (ESO) ist einem internationalen Wissenschaftlerteam um Stefan Kraus und Gerd Weigelt vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) das bisher schärfste Bild des jungen Doppelsterns Theta 1 Orionis C gelungen. Theta 1 Orionis C ist der hellste Stern des Trapez-Sternhaufens im Orionnebel. Die neuen Resultate der Forscher zeigen deutlich voneinander getrennt zwei Einzelsterne in einem Doppelsternsystem. Die Messungen haben die extrem hohe Winkelauflösung von etwa zwei Tausendstel Bogensekunden. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ berichten, waren sie in der Lage, die Massen der beiden Einzelsterne (38 und 9 Sonnenmassen) sowie die Entfernung des Systems (1.350 Lichtjahre) zu bestimmen. Die Messungen zeigen außerdem, dass sich der Begleitstern auf einer sehr exzentrischen Bahn bewegt – mit einer Umlaufdauer von elf Jahren.

Adlerblick in den Orionnebel