Solscape

Noctis Labyrinthus, das "Labyrinth der Nacht"

Neue Bilder der hochauflösenden Stereokamera an Bord der ESA-Raumsonde Mars Express zeigen einen Ausschnitt der Region Noctis Labyrinthus. An den tiefsten Stellen des „Labyrinths der Nacht“ liegt der Talgrund bis zu fünftausend Meter unter der Hochlandebene. Die Region Noctis Labyrinthus schließt sich direkt westlich an das Talsystem der Valles Marineris an, dem „Grand Canyon“ des Mars. Die Valles Marineris markieren einen bis zu elf Kilometer tiefen Einschnitt in das Marshochland, der sich viertausend Kilometer lang von Westen nach Osten entlang des Marsäquators erstreckt.
https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express/Noctis_Labyrinthus_labyrinth_of_the_night

Rätsel um Zwerggalaxien offenbar gelöst

Astronomen um Sergey Mashchenko von der McMaster-Universität in Hamilton haben in aufwändigen Computersimulationen berechnet, wie sich Zwerggalaxien entwickeln. Sie können nun erklären, warum diese Sterninseln deutlich anders aufgebaut sind, als es die gängigen Modelle vorhersagen.
Die gängigen Theorien besagen, dass die Dunkle Materie zum Zentrum der Zwerggalaxien hin immer dichter werden müsste. Das widerspricht allerdings astronomischen Beobachtungen, aus denen hervorgeht, dass sie dort breit verschmiert ist: sie bildet ausgedehnte Blasen mit fast einheitlicher Dichte, in denen es keine „Ballungszentren“ gibt. Mashchenko und sein Team liefern nun eine Erklärung, warum das so ist. Die Sterne in den Zwerggalaxien geben jede Menge Energie ins All ab, vor allem durch Sternwinde und Supernova-Explosionen. Diese Energie heizt das dünne Gas zwischen den Sternen auf und verwirbelt es zu langgezogenen Wolken, sog. Filamenten, die mit großer Geschwindigkeit durchs All jagen. Über die Schwerkraft regen diese Filamente die Dunkle Materie zum Schwingen an, so dass auch sie aufgeheizt wird. Das führt dazu, dass sich die Dunkle Materie wie ein heißes Gas großräumig ausdehnt. Ihre anfängliche Ballung im Zentrum der Zwerggalaxien geht dadurch verloren.
Scientists solve cosmological puzzle

Sergey Mashchenko et al.: Stellar Feedback in Dwarf Galaxy Formation

Bausteine für organische Moleküle entdeckt

Der Saturnmond Titan ist der zweitgrößte Mond im Sonnensystem – und der einzige mit einer dichten Atmosphäre. Diese ähnelt, so vermuten Wissenschaftler schon länger, der Atmosphäre der jungen Erde. Mit Hilfe der Sonde Cassini haben Forscher nun schwere Ionen in der Atmosphäre des Mondes nachgewiesen, die als Bausteine für komplexere organische Moleküle dienen könnten.
Organic ‚building blocks‘ discovered in Titan’s atmosphere

Pläne für die erste bemannte Mission zum Mars

Die Weltraumbehörde NASA hat Details zur ersten bemannten, 30 Monate dauernden Mission zum Mars vorgestellt. Demnach könnte im Frühjahr 2031 ein Raumschiff zum Roten Planeten starten. Die reine Flugzeit für eine Strecke wird mit sechs bis sieben Monaten veranschlagt. Bereits zwei Jahre zuvor sollen Lebensmittel, Ausrüstung und eine Wohneinheit vorausgeschickt werden, in der das Astronauten-Team bis zu 16 Monate verbringen könnte. Ein Kernreaktor soll die nötige Energie liefern. Dass in der Planung noch viele offene Fragen vorherrschen, belegt die weite Spanne des geschätzten Finanzbedarfs: die Mission soll 20 bis 450 Milliarden US-Dollar kosten.
BBC: Nasa outlines manned Mars vision

Venus: a more Earth-like planetary neighbour

Venus Express has been making the most detailed study of the planet’s thick and complex atmosphere to date. The latest findings highlight the features that make Venus unique in the Solar System and provide fresh clues as to how the planet is – despite everything – a more Earth-like planetary neighbour than one could have imagined.
Latest Venus Express results

Vesta näher kennenlernen

Die Howardite-/Eucrite-/Diogenite-Klasse von Meteoriten (kurz HEDs) sind Steine, die aus basaltischem Magma entstanden. Was sie besonders interessant macht, ist die Tatsache, dass ihre Reflexionsspektren im sichtbaren Licht und im nahen Infrarot mit den Spektren von Asteroid Vesta übereinstimmen – was die Vermutung nahelegt, dass diese Meteoriten von Vesta kommen.
Getting to Know Vesta