Solscape

Asteroid steuert auf Mars zu

Am 20. November haben Astronomen des Catalina Sky Survey einen Asteroiden entdeckt, der am 30. Januar 2008 auf dem Mars einschlagen könnte. Die Wahrscheinlichkeit eines Treffers liegt laut aktuellen Beobachtungen bei 1 zu 75. Der Asteroid 2007 WD5 hat einen Durchmesser von rund 50 Metern und dürfte bei einem Einschlag einen Krater erzeugen, der mehr als einen halben Kilometer groß ist. Durch den Einschlag dürfte eine Energie vergleichbar mit etwa drei Megatonnen TNT frei werden.
Recently Discovered Asteroid Could Hit Mars in January

Subaru Telescope Reveals Galaxy Formation From 11 Billion Years Ago

A team of Japanese astronomers have obtained images of galaxies from 11 billion years ago using innovative technology and instrumentation on the Subaru Telescope. The images of the distant galaxies show almost all of the galaxies have a light profile similar to the disk galaxies in the local universe around our Milky Way galaxy, indicating that a majority of galactic formation occurred earlier than previously estimated.
Subaru Reveals „Frameworks“ of Galaxies at 11 Billion Years Ago

Gegenverkehr im Halo der Milchstraße

Die Milchstraße ist eine rotierende Scheibe aus Spiralarmen, die von einer kugelförmigen Hülle umschlossen wird. Dieser sog. Halo enthält alte Sonnen, Kugelsternhaufen und dunkle Materie. In jüngster Zeit gab es Hinweise darauf, dass dieser Halo aus zwei unterschiedlichen Komponenten besteht. Dafür sprachen Untersuchungen des chemischen Aufbaus von Sternen im Halo-Inneren. Die Untersuchungen basierten allerdings nur auf kleinen Stichproben.
Astronomen um Daniela Carollo vom Osservatorio Astronomico in Turin haben nun die bislang umfangreichste Analyse durchgeführt. Dazu zogen sie Daten von mehr als 20.000 Sternen aus der Hülle der Milchstraße heran, die im Rahmen des Sloan Digital Sky Survey vermessen worden waren. Bei der Untersuchung zeigten sich eklatante Unterschiede zwischen innen und außen. So rotieren die Komponenten des inneren Halos im selben Drehsinn wie die galaktische Scheibe, allerdings wesentlich langsamer: mit etwa 80.000 gegenüber 800.000 Kilometern pro Stunde. Die äußeren Sterne dagegen fliegen doppelt so schnell in entgegengesetzter Richtung. Auch die Zusammensetzung der Sterne ist deutlich verschieden. Die Sterne der inneren Hülle enthalten dreimal so viele schwere Elemente wie die Sterne, die sich weiter draußen befinden. Vermutlich stammen sie von massereichen Galaxien, die gleichsinnig mit der Milchstraße rotierten und von ihr verschluckt wurden. Später gerieten dann kleinere Galaxien, die sich in die entgegengesetzte Richtung drehten, in den Einfluss unserer heimatlichen Welteninsel. Sie wurden von den Gezeitenkräften der Milchstraße zerrissen, und ihre Sterne sammelten sich im äußeren Halo an.
Two stellar components in the halo of the Milky Way

Saturnringe sind älter als gedacht

Neue Beobachtungen der Raumsonde Cassini weisen darauf hin, dass die Bildung der Saturnringe, die man bislang etwa auf die Zeit datierte, als auf der Erde die Dinosaurier lebten, bereits vor etwa 4,5 Milliarden Jahren stattgefunden haben könnte, als das Sonnensystem noch in der Entstehung war.
Saturn’s Rings May Be Old Timers

Dunstige Atmosphäre verhüllt HD 189733b

Über die meisten bekannten extrasolaren Planeten wissen Astronomen relativ wenig. Nur wenn der Planet von der Erde aus betrachtet gerade vor seiner Sonne vorüberzieht, lässt sich ein wenig mehr über die ferne Welt herausfinden. Der Planet um den Stern HD 189733 ist ein solcher Transitplanet. Das Weltraumteleskop Hubble hat diesen Exoplaneten kürzlich ins Visier genommen und Hinweise auf eine dunstige Atmosphäre gefunden.
Hazy red sunset on extrasolar planet