Den kleinsten Adventskalender der Welt haben deutsche Physiker an der Universität Regensburg gebastelt. Der Kalender ist 12 mal 8 Mikrometer groß und kann daher nur mit einem Rasterelektronenmikroskop sichtbar gemacht werden. Der Kalender wurde mittels Elektronenstrahllithographie und Ionenstrahlätzen in den Halbleiter Galliumarsenid eingraviert.
Arbeitsgruppe Prof. Dr. Dieter Weiss: Bildergalerie
Solscape
Why Earth’s Mantle Is Missing Matter
Observations about the early formation of Earth may answer an age-old question about why the planet’s mantle is missing some of the matter that should be present. Earth is made from chondrite, very primitive rocks of meteorites that date from the earliest time of the solar system before the Earth was formed. However, scientists have been puzzled why the composition of Earth’s mantle and core differed from that of chondrite. New findings suggest that an ancient magma ocean swirled beneath the Earth’s surface and would account for this discrepancy.
UBC Study May Solve Age-old Mystery of Missing Chemicals From Earth’s Mantle
Auf die Pelle gerückt: menschliche Hautzellen in 3D
Die Haut ist mit bis zu zwei Quadratmetern Fläche das größte Organ des Menschen. Für den Zusammenhalt dieses weitläufigen Zellverbundes sorgen sog. Cadherine. Diese Proteine heften benachbarte Zellen aneinander. Wie sie das tun, war bisher allerdings unbekannt. Deshalb haben Forscher um Achilleas Frangakis vom Europäischen Molekularbiologischen Labor in Heidelberg die Struktur der Haut mittels Kryoelektronentomographie auf molekularer Ebene analysiert. Dabei wurden von eingefrorenen Hautproben elektronenmikroskopische Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln angefertigt und am Computer zu einer dreidimensionalen Ansicht zusammengefügt. Dank der so erreichten Detailschärfe lässt sich bei Hautzellen die Wechselwirkung zwischen den Cadherinen nun direkt beobachten. Man sieht, wie die Proteine fadenartig aus der Zellmembran herausragen und sich wie bei einem Klettverschluss ineinander verhaken.
The closest look ever at native human tissue
Abstract: The molecular architecture of cadherins in native epidermal desmosomes
Columbus-Start verschoben
Der Start des Space Shuttle Atlantis und damit des ESA-Forschungslabors Columbus wurde auf den morgigen Freitag, 22:09 Uhr MEZ verschoben. Grund für die Verschiebung sind technische Probleme mit zwei Füllstandssensoren in den Tanks der Atlantis.
Update: Laut NASA soll die Raumfähre Atlantis mit dem Weltraumlabor Columbus nun erst am Samstag, den 8. Dezember, um 21:43 Uhr MEZ starten.
Update II.: Der Start der Raumfähre Atlantis wurde erneut um 24 Stunden verschoben. Nach den derzeitigen Plänen der NASA soll der Start nun am Sonntag um 21:21 Uhr MEZ stattfinden.
Update III.: Die Raumfähre Atlantis mit dem Columbus-Forschungsmodul an Bord wird in diesem Jahr nicht mehr starten. Das gab die NASA am Sonntagnachmittag bekannt, nachdem es wieder technische Probleme mit einem Füllstandssensor im Außentank der Atlantis gab. Der früheste Starttermin ist nun der 2. Januar 2008.
"Fliegende Untertassen" um Saturn
Mehr als ein Dutzend kleiner Monde umkreisen den Saturn innerhalb seines Ringsystems. Der gängigen Theorie zufolge ist ihr Ursprung eng mit der Entstehung der Ringe verbunden: nach der Kollision kosmischer Eisklumpen oder früher Monde legte sich ein Großteil der kleinen Trümmer in Ringen um den Gasriesen, während aus den größeren Bruchstücken kleine Satelliten hervorgingen. Die Raumsonde Cassini hat die inneren Monde des Saturn nun exakt vermessen. Demnach weisen sie nur eine sehr geringe Dichte auf und sind zudem porös. Das spricht für ihre nachträgliche Entstehung aus kleineren Teilchen. Mit den neuen Daten modellierten Wissenschaftler um Carolyn Porco nun ein Entwicklungsszenario für die Trabanten, das die bisherige Theorie deutlich modifiziert. Die Trümmerstücke früherer Kollisionen bilden demnach nur den Kern der Monde. Bis zu zwei Drittel ihrer Größe dürften die Trabanten erst allmählich hinzugewonnen haben, indem sie umliegendes Material aus den Saturnringen aufsammelten. Dabei wuchsen sie, bis sie alle Partikel ihrer Umgebung verschluckt hatten – oder so groß geworden waren, dass sie von den Gezeitenkräften des Saturn wieder zerrissen wurden. Besonders kurios verlief die Entwicklung der Monde Atlas und Pan: wahrscheinlich lagerten sie erst Material an, nachdem sich die Ringe des Saturn abgeflacht hatten. Am Äquator sind sie deshalb besonders breit und ähneln in der Form „fliegenden Untertassen“.
Images of Saturn’s Small Moons Tell the Story of Their Origins
Erster Nachweis einer Exoplanetenatmosphäre
Seth Redfield, einem Astronomen der University of Texas, gelang mit dem Hobby-Eberly Teleskop (HET) am McDonald Observatorium in Texas erstmals der Nachweis einer Atmosphäre um einen Planeten außerhalb unseres Sonnesystems.
Texas Astronomer Makes First Ground-Based Detection of Extra-Solar Planet Atmosphere with HET
Landkarten für den Nordpol des Mondes
Eine neue Landkarte, die mit Hilfe von Daten der europäischen Sonde SMART-1 erstellt wurde, zeigt die Geografie am Nordpol des Mondes. Solche Karten werden für zukünftige Mondmissionen von großem Nutzen sein.
Nikolausgeschenk für Europas Raumfahrt

Columbus Logo
Am morgigen 6. Dezember erhält die europäische Raumfahrt ein ganz besonderes Nikolausgeschenk: mit der US-Raumfähre Atlantis macht sich das Weltraumlabor Columbus auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Zusammen mit Columbus reisen die ESA-Astronauten Hans Schlegel und Léopold Eyharts ins All. Während der Deutsche Schlegel eine führende Rolle bei der Montage des Moduls und dessen Inbetriebnahme spielt, wird der Franzose Eyharts die wissenschaftliche Nutzlast in Betrieb nehmen und erste Experimente durchführen. Er wird dazu längere Zeit auf der ISS verbringen und voraussichtlich erst im kommenden Februar mit der Shuttle-Mission STS-123 zur Erde zurückkehren. Mit dem Start von Columbus wird auch dessen Kontrollzentrum „online“ gehen. Von Oberpfaffenhofen aus betreut und überwacht das DLR für die ESA alle Columbus-Aktivitäten. Damit wird erstmals ein wesentlicher Teil der ISS nicht von den USA oder Russland aus gesteuert. Das Columbus-Labor selbst wurde übrigens größtenteils in Deutschland gebaut, und zwar bei EADS Astrium in Bremen. Dabei wurde allerdings auf 41 Lieferanten in 14 europäischen Ländern zurückgegriffen. Columbus ist also eine wahrhaft europäische Leistung im Bereich der Hochtechnologie.
Infos im WWW:
Hans Schlegel – ein Deutscher auf dem Weg zur ISS
Alles unter Kontrolle – Columbus-Kontrollzentrum
Das europäische Forschungslabor Columbus
Auf dem deutschen Columbus-Blog kann sich jeder Interessierte zeitnah über die aktuellen Ereignisse der Mission STS-122 informieren.
Computersimulationen von Sonnenflecken
Die Struktur von Sonnenflecken kann mit Hilfe von Computersimulationen realitätsnah reproduziert werden:
https://wwwmpa.mpa-garching.mpg.de/mpa/research/current_research/hl2007-12/hl2007-12-de.html
Hadrosaurier rannten schneller als bisher vermutet
Hadrosaurier, wegen ihrer abgeflachten Schnauzen auch als Entenschnabelsaurier bekannt, waren wohl muskulöser und dadurch schneller als bisher gedacht. Darauf deutet eine versteinerte Saurier-„Mumie“ hin, deren gut erhaltenes Muskelgewebe jetzt erstmals analysiert werden konnte. Der 67 Mio. Jahre alte Saurier wurde bereits 1999 im US-Bundesstaat North Dakota gefunden. Doch erst neue Untersuchungen mit Hilfe eines Computertomographen erlauben die Rekonstruktion der Muskelmasse des 12 Meter langen Tieres. Demnach saßen am Hinterteil wohl 25 Prozent mehr Muskeln als bisher angenommen. Sie könnten den Saurier zu einem 45 Stundenkilometer schnellen Läufer gemacht haben.
„Dinosaur Mummy“ Found; Has Intact Skin, Tissue
