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Am morgigen 6. Dezember erhält die europäische Raumfahrt ein ganz besonderes Nikolausgeschenk: mit der US-Raumfähre Atlantis macht sich das Weltraumlabor Columbus auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Zusammen mit Columbus reisen die ESA-Astronauten Hans Schlegel und Léopold Eyharts ins All. Während der Deutsche Schlegel eine führende Rolle bei der Montage des Moduls und dessen Inbetriebnahme spielt, wird der Franzose Eyharts die wissenschaftliche Nutzlast in Betrieb nehmen und erste Experimente durchführen. Er wird dazu längere Zeit auf der ISS verbringen und voraussichtlich erst im kommenden Februar mit der Shuttle-Mission STS-123 zur Erde zurückkehren. Mit dem Start von Columbus wird auch dessen Kontrollzentrum „online“ gehen. Von Oberpfaffenhofen aus betreut und überwacht das DLR für die ESA alle Columbus-Aktivitäten. Damit wird erstmals ein wesentlicher Teil der ISS nicht von den USA oder Russland aus gesteuert. Das Columbus-Labor selbst wurde übrigens größtenteils in Deutschland gebaut, und zwar bei EADS Astrium in Bremen. Dabei wurde allerdings auf 41 Lieferanten in 14 europäischen Ländern zurückgegriffen. Columbus ist also eine wahrhaft europäische Leistung im Bereich der Hochtechnologie.
Infos im WWW:
Hans Schlegel – ein Deutscher auf dem Weg zur ISS
Alles unter Kontrolle – Columbus-Kontrollzentrum
Das europäische Forschungslabor Columbus
Auf dem deutschen Columbus-Blog kann sich jeder Interessierte zeitnah über die aktuellen Ereignisse der Mission STS-122 informieren.
