Solscape

Dinosaurierspuren auf der Arabischen Halbinsel

Auf der Weltkarte der Dinosaurierforschung war die Arabische Halbinsel bislang ein ziemlich großer weißer Fleck. Forscher um Anne Schulp vom Naturkundemuseum Maastricht haben im Jemen nun Dinosaurier-Fußspuren von einer 11-köpfigen Herde vierbeiniger Pflanzenfresser sowie von einem großen, zweibeinig laufenden Exemplar freigelegt. Eine der Spuren hatte ein Journalist etwa 45 Kilometer nördlich von Sana’a, der Hauptstadt des Jemen, entdeckt. Bei der Untersuchung des Gebietes stießen die herbeigerufenen Paläontologen dann auf eine Gruppe weiterer Fußspuren.
First Dinosaur Tracks from the Arabian Peninsula

Neuer roter Fleck auf Jupiter

Der Jupiter bekommt einen dritten roten Fleck. Neben dem bekannten Großen Roten Fleck und seinem jüngeren Cousin, dem „Roten Fleck Junior“, hat das Weltraumteleskop Hubble jetzt die Entstehung eines weiteren roten Wirbelsturms in der Atmosphäre des Gasplaneten entdeckt.
New Red Spot Appears on Jupiter

Fluoreszenzmikroskop blickt tief in lebende Zellen

Mit einem neuen Fluoreszenzmikroskop lässt sich jetzt in 3D-Auflösung tief in das Innere von Zellen hineinschauen. Das am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen entwickelte Gerät erreicht eine Auflösung von unter 45 Nanometern in allen drei Raumrichtungen. Gegenüber herkömmlichen Lichtmikroskopen kann es 5-fach besser in die Bildebene und mehr als 10-mal schärfer in die Tiefe schauen. Mit ihrem „Nanoskop“ können die Forscher u.a. Proteine untersuchen, die im Inneren von Zell-Organellen wie Mitochondrien verborgen sind. In diese zelleigenen Kraftwerke von nur etwa 200 bis 400 Nanometer Größe konnte bisher kein Mikroskop blicken, ohne dabei die Zelle zu zerstören.
Scharfer Blick in die Tiefe der Zelle

Galaxien entstaubt

Interstellare Staubwolken machen zwar nur einen winzigen Bruchteil der Masse einer Galaxie aus, stellen jedoch ein großes Problem für Astrophysiker dar. Ihre Absorption und Reemission von Strahlung verändert die wellenlängenabhängige Leuchtkraft von Galaxien in unbekannter Weise. Physiker um Richard Tuffs vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg haben jetzt ein Modell der Staubverteilung in Galaxien entwickelt, mit dem sie die Verzerrung des Galaxienspektrums durch Staub modellieren können. Ihr Modell erklärt auch ein lange mysteriöses Phänomen: in manchen Galaxien schien der Staub wesentlich mehr Infrarotstrahlung abzugeben, als die Sterne Energie produzierten. Tatsächlich absorbiert er jedoch viel mehr Sternenlicht als vermutet, wie die Heidelberger Berechnungen zeigen. Die Strahlungsleistung der Sterne wurde bislang also systematisch unterschätzt.

Entstaubte Galaxien

The Energy Output of the Universe from 0.1 to 1000 μm

Dust in Galaxies

Jüngster Supernova-Überrest der Milchstraße

Ein internationales Astronomenteam um Stephen Reynolds von der North Carolina State University hat die bislang jüngste Supernova unserer Galaxie entdeckt. Mit einem geschätzten Alter von 140 Jahren ist sie mindestens 200 Jahre jünger als die Supernova, die für den Überrest Cassiopeia A sorgte. Die als „G1.9+0.3“ bezeichneten Überreste der Sternexplosion fanden die Wissenschaftler mit Hilfe des Very Large Array (VLA) und des Röntgenteleskops Chandra.
Youngest Stellar Explosion in Our Galaxy Discovered

G1.9+0.3: Discovery of Most Recent Supernova in Our Galaxy

The Youngest Galactic Supernova Remnant: G1.9+0.3

The radio expansion and brightening of the very young supernova remnant G1.9+0.3

Antennengalaxien näher als gedacht

Die Antennengalaxien, bestehend aus den beiden kollidierenden Galaxien NGC 4038 und NGC 4039, sind nicht wie bisher errechnet 65-100 Millionen Lichtjahre von uns entfernt, sondern nur 45 Millionen Lichtjahre. Das hat ein internationales Astronomenteam um Ivo Saviane von der Europäischen Südsternwarte ESO mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble festgestellt. Die Forscher visierten dazu eine Region am Rand des südlichen Gezeitenarms der Antennengalaxien an und suchten dort nach älteren Roten Riesensternen. Die betreffenden Sterne erreichen eine bestimmte Maximalhelligkeit, aus der man auf ihre Entfernung schließen kann.
The Antennae Galaxies move closer

Colliding Galaxies