Den bislang frühesten Nachweis für eine Lebendgeburt haben Forscher um John Long vom Museum Victoria in Melbourne in der Gogo-Formation in Westaustralien entdeckt. Das von ihnen gefundene Fossil eines Panzerfisches ist 380 Millionen Jahre alt und datiert damit die Ursprünge der Lebendgeburten um 200 Millionen Jahre zurück. Die Versteinerung zeigt einen Embryo in der Gebärmutter sowie eine Nabelschnur, die ihn mit dem Muttertier verbindet.
Mother fish
Solscape
Der "kleine Mann" und der kosmische Hexenkessel
Aus Anlass des 10. Jahrestages der Inbetriebnahme des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) wurden zwei bemerkenswerte Bilder von verschiedenen Nebeln im Sternbild Carina veröffentlicht. Der erste Nebel, Eta Carinae, hat die Form eines „kleinen Mannes“ und umgibt einen Stern, der dazu verdammt ist, irgendwann in den nächsten 100.000 Jahren zu explodieren. Das zweite Bild zeigt einen Nebel, dessen innere Turbulenzen durch einen Haufen junger, massereicher Sterne erzeugt werden.
The Little Man and the Cosmic Cauldron
Nahaufnahme eines sterbenden Riesensterns
Astronomen ist es erstmals gelungen, eine Nahaufnahme eines Roten Überriesen im letzten Stadium seiner Entwicklung zu machen. Der Stern mit der Bezeichnung WOH G64 befindet sich in der Großen Magellanschen Wolke in etwa 160.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Die Beobachtung gelang durch die Kombination von zwei der vier 8,2-Meter-Teleskope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile zu einem Interferometer. Sie zeigt einen dicken Staubring um den sterbenden Überriesen. Der innere Rand des Staubrings liegt bei etwa 120 Astronomischen Einheiten, also dem 120-fachen des Abstands Erde-Sonne. Die Gesamtgröße des Staubrings umfasst beinahe ein Lichtjahr. WOH G64 wird innerhalb der nächsten 10.000 Jahre als Supernova explodieren.
The Behemoth Has a Thick Belt
Spatially resolved dusty torus toward the red supergiant WOH G64 in the Large Magellanic Cloud
Der Flug des Phoenix

Diese Aufnahme des Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) zeigt den Abstieg von Phoenix am Fallschirm; im Hintergrund sieht man den riesigen Krater Heimdall. Phoenix befindet sich hier gerade zwischen 8 und 10 km über der Oberfläche des Mars und etwa 20 km vom Krater entfernt.
Der unten links eingefügte Bildausschnitt ist eine kontrastverstärkte Version und zeigt einige Details des Fallschirms.
Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken.
MRO fotografiert gelandete Marssonde Phoenix
Soeben wurde ein weiteres, vom Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommenes Bild veröffentlicht. Es zeigt Phoenix auf der Oberfläche des Mars, kurz nach dem Touchdown:

Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken.
Phoenix Lander Hardware: EDL +22 (PSP_008591_2485)
MRO fotografiert Landeanflug von Phoenix

Eigentlich ist das High Resolution Imaging Science Experiment (HiRISE) an Bord der Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) für seine eindrucksvollen Aufnahmen der Marsoberfläche bekannt. In der Nacht auf Montag gelang der Kamera jedoch ein bislang einmaliger Schnappschuss: erstmals fotografierte eine Raumsonde eine andere bei der Landung. Das Bild, das die NASA gestern Abend veröffentlichte, zeigt, wie der Marslander Phoenix an einem Fallschirm seiner Landestelle entgegengleitet.
Phoenix Makes a Grand Entrance
Phoenix erfolgreich gelandet

Phoenix ist erfolgreich auf dem Mars gelandet!
Erste Bilder
Marsrover entdeckt Ablagerungen von heißen Quellen
Vom Marsrover Spirit wurden Ablagerungen aus fast reinem Silikat im Gusev-Krater entdeckt. Die Ablagerungen entstanden, als vulkanischer Dampf aus dem Boden austrat. Ähnliche Ablagerungen findet man um hydrothermale Quellen wie z.B. jenen im Yellowstone Nationalpark in den USA.
Mars rover finds Yellowstone-like hot spring deposits
Tektonik auf Titan
Eine Gruppe von drei parallelen Graten hat das Radarinstrument der Raumsonde Cassini am 12. Mai 2008 bei ihrem jüngsten Vorbeiflug am Saturnmond Titan aufgenommen. Diese Kombination ist wohl kaum ein Zufall: die beste Erklärung für diese Strukturen ist, dass sie gekippte oder geteilte Blöcke von zerbrochener oder gefalteter Kruste sind, die nun als hohe Grate herausragen.
Tectonics on Titan
Mikroorganismen tief unter dem Meeresboden
Mehr als 1.600 Meter unter dem Meeresboden und damit viel tiefer als bisher angenommen wachsen und gedeihen Mikroorganismen. Das haben französische und britische Forscher bei der Untersuchung von Bohrkernen entdeckt, die bis zu 111 Millionen Jahre alte Sedimente enthielten. Erwan Roussel von der Université de Bretagne Occidentale in Brest und sein Team analysierten neun Bohrkerne aus dem Meeresboden vor der Küste Neufundlands, die aus Tiefen von 860 bis 1.626 Metern stammten und zwischen 46 bis 111 Millionen Jahre alt waren. Die tiefste und älteste Probe wurde dabei aus einem Bereich unterhalb einer Lava-Ablagerung gewonnen, wo Temperaturen zwischen 60 und 100 Grad Celsius herrschen. Vor allem in diesem Probenteil fanden sich hohe Konzentrationen von Methan und anderen Kohlenwasserstoffen. In allen Kernen entdeckten die Forscher einfach gebaute Mikroorganismen ohne Zellkern, von denen sich einige gerade teilten.
