
Steinnetze in Lethe Vallis,
einem Kanal in der Region Elysium Planitia.
Matthew Balme und seine Kollegen von der Open University in Milton Keynes, Großbritannien, waren gerade dabei, die Region Elysium Planitia nahe dem Marsäquator mit Hilfe von Aufnahmen der Raumsonden Mars Reconnaissance Orbiter und Mars Express zu kartographieren, als ihnen auf den Bildern seltsame Steinkreise auffielen. Die Strukturen weisen einen Durchmesser von bis zu 23 Metern auf und bestehen aus Gesteinsbrocken, die – nach Größe sortiert – entlang eines Kanals in Kreisen und Polygonen angeordnet sind. Diese Strukturen weisen womöglich auf flüssiges Wasser in der jüngeren Vergangenheit des Mars hin. Auf der Erde sind vergleichbare Strukturen bereits seit längerem bekannt. Sie entstehen, wenn Eis wiederholt schmilzt und wieder gefriert. Wasser, das sich im Erdboden unter den Steinen befindet, gefriert schneller als jenes im umliegenden Untergrund; das sich ausdehnende Eis schiebt die Steine nach oben. Größere Steine wandern bei diesem Vorgang schneller nach oben, dadurch trennen sich nach und nach die größeren von den kleineren Brocken.
HiRISE and HRSC studies of the western Elysium Planitia region, Mars
