
Vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommenes Bild
des Zentralbereichs und eines Jets der Galaxie M87.
(NASA and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA))
Durch gleichzeitige Beobachtungen im Gamma- und Radiobereich konnten Astronomen nachweisen, dass die Partikel der gewaltigen Jets, die aus der Galaxie Messier 87 ausströmen, in unmittelbarer Nähe des supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie beschleunigt werden.
Erste Anzeichen hochenergetischer Gammastrahlung aus M87 entdeckten Forscher bereits im Jahr 1998 mit den HEGRA-Teleskopen, dem Vorgänger der H.E.S.S.-Teleskope in Namibia und des MAGIC-Teleskops auf der Kanareninsel La Palma.
Die neuen Ergebnisse entstammen einer Zusammenarbeit von MAGIC, H.E.S.S. und VERITAS mit dem VLBA (Very Long Baseline Array). Die Kombination von Beobachtungen in den niedrigsten (Radiowellen) und höchsten Bereichen (Gammastrahlen) des elektromagnetischen Spektrums ermöglichte es erstmals, den Gammastrahlungsausbruch exakt zu lokalisieren – und damit den Ort der Teilchenbeschleunigung in M87 auszumachen.
M87 ist eine gigantische elliptische Galaxie im Virgohaufen in rund 55 Millionen Lichtjahren Entfernung von der Erde.
Eine Galaxie als Teilchenbeschleuniger
VLBA Locates Origin of Superenergetic Bursts Near Giant Black Hole