Solscape

Mit der NASA und Google Earth auf dem Mond landen

In Google Earth 5.0 können Nutzer ab sofort den Mond virtuell bereisen, indem sie bspw. den Touren der Astronauten Buzz Aldrin (Apollo 11) und Jack Schmitt (Apollo 17) folgen oder sich hochauflösende Panoramen im Stil von „Street View“ anschauen. Verschiedene Flaggen zeigen die Landeplätze der Apollo-Missionen sowie der unbemannten Mondsonden an, wobei man diese Raumfahrzeuge beim Heranzoomen auch als 3-D-Modelle zu sehen bekommt.
Weitere Features von Google Moon sind:
– ausgewählte hochauflösende Satellitenbilder mit detaillierten Beschreibungen bestimmter Mondregionen (aus „Lunar Image of the Week“ von der Arizona State University)
– Bilder von der Apollo Metric Camera, sowie von den Sonden Clementine und Lunar Orbiter
– die Landeplätze der Apollo-Missionen 11 bis 17
– geologische und topografische Karten, die für die Apollo-Missionen verwendet wurden
Google Moon wird über das gleiche Menü ausgewählt, mit dem man zwischen Google Earth, Google Mars und Google Sky wechselt.

NASA and Google Launch Virtual Exploration of the Moon

Walter Cronkite 1916 – 2009

Der legendäre US-amerikanische Fernsehnachrichten-Moderator Walter Cronkite ist tot. Der überaus beliebte Journalist, für 20 Jahre das vertraute Gesicht der Abendnachrichten des Senders CBS, wurde 92 Jahre alt.
Cronkite war einer der ersten Reporter, die hautnah inmitten der amerikanischen Streitkräfte über das Kriegsgeschehen in Europa berichteten. Danach fungierte er als Chefkorrespondent bei den Kriegsverbrecherprozessen in Nürnberg. Später berichtete er unter anderem über die Bürgerrechtsbewegung in den USA, das Attentat auf Präsident John F. Kennedy, die Mondlandung im Juli 1969 und den Watergate-Skandal, der zum Sturz von US-Präsident Richard Nixon führte. Cronkite legte dabei stets großen Wert auf Genauigkeit und Objektivität.

US-Moderatoren-Legende: Walter Cronkite ist tot

Ein Adler von kosmischen Dimensionen

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Der Adlernebel (Messier 16),
aufgenommen mit dem 2,2-Meter-Teleskop
des Observatoriums in La Silla.
(Bild: ESO)

Die Europäische Südsternwarte (ESO) veröffentlichte eine neue, beeindruckende Aufnahme des Adlernebels (M16) im Sternbild Schlange, einer stellaren Kinderstube mit gigantischen Säulen aus Gas und Staub, die auch schon vom Weltraumteleskop Hubble fotografiert worden waren.

An Eagle of Cosmic Proportions

Originalbild des Weltraumteleskops Hubble in hoher Auflösung

Lunar Reconnaissance Orbiter fotografiert Apollo-Landestellen!

NASA’s Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) hat die ersten Bilder der Apollo-Landestellen zur Erde gefunkt. Die Aufnahmen zeigen die auf dem Mond zurückgelassenen Abstiegsstufen der Mondlandefähren von Apollo 11, 14, 15, 16 und 17.
Alle Bilder: NASA/Goddard Space Flight Center/Arizona State University

LROC’s First Look at the Apollo Landing Sites

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Die Landestellen von Apollo 11, 15, 16 und 17.
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

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Die Landestelle von Apollo 14.
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Juli 1994: Komet Shoemaker-Levy 9 kollidiert mit Jupiter

Vor 15 Jahren schrieb der Komet Shoemaker-Levy 9 Geschichte, als mehr als 20 Bruchstücke des Kometen auf dem Gasriesen Jupiter einschlugen. Die Einschläge wurden von fast jedem Großteleskop, etlichen Amateurteleskopen, sowie vom Weltraumteleskop Hubble und der Raumsonde Galileo aufgenommen. Noch nie zuvor konnte eine Serie kosmischer Impakte derart genau beobachtet werden.

Shoemaker-Levy 9

Images From Comet P/Shoemaker-Levy 9 (SL-9) Collision with Jupiter

Charles Bolden ist neuer NASA-Chef

Der Ex-Astronaut und ehemalige Marinegeneral Charles Bolden ist vom US-Senat einstimmig als neuer Chef der Raumfahrtbehörde NASA bestätigt worden. Damit ist Bolden zugleich der erste Afro-Amerikaner an der Spitze der Behörde.
Bolden flog zwischen 1986 und 1994 vier Mal an Bord einer Raumfähre ins All. Im Jahr 1990 war er an der Shuttle-Mission beteiligt, die das Weltraumteleskop Hubble im All aussetzte.
Boldens Stellvertreterin wird die bisherige Raumfahrtbeauftragte Lori Garver.

Bolden and Garver Confirmed by U.S. Senate

Infrarotkarte deutet auf erdähnlichere Vergangenheit der Venus hin

Die Venus ist von dichten Wolken verhüllt, ein Blick auf ihre Oberfläche ist im sichtbaren Bereich des Lichts nicht möglich. Die bislang einzigen hochauflösenden Aufnahmen der Oberflächenstrukturen stammen von Abtastungen per Radar. Diese geben allerdings keinen Aufschluss über die Zusammensetzung der Gesteine.
Jetzt hat die Raumsonde Venus Express der Europäischen Raumfahrtagentur ESA eine erste Karte der Südhalbkugel der Venus erstellt, die nicht auf Radar- sondern auf Infrarotwellen einer bestimmten Wellenlänge basiert. Der große Vorteil dieser Methode: Gesteine unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung geben auch verschiedene Mengen an Infrarotstrahlung an ihre Umgebung ab. Ähnlich wie eine Ziegelmauer tagsüber Hitze speichert und sie nachts ausstrahlt, ist auch das Wärmeaufnahme- und Speichervermögen natürlicher Gesteine unterschiedlich. Genau diesen Effekt machten sich die Planetenforscher der ESA zunutze. Ihre aus mehr als tausend Einzelbildern zusammengestellte Karte liefert nun einen ersten Anhaltspunkt dafür, dass die Hochebenen des Planeten Kontinente gewesen sein könnten, die einst von Ozeanen aus flüssigem Wasser umgeben waren. Die Gesteine auf den Plateaus Phoebe und Alpha Regio erscheinen im Infrarotlicht deutlich heller als der größte Teil der restlichen Planetenoberfläche. Auf der Erde erscheinen vor allem Granite so hell. Wenn es aber auf der Venus Granit gibt, dann muss es in der geologischen Vergangenheit unseres Schwesterplaneten auch einen Ozean und Plattentektonik gegeben haben.
Auf der Erde entsteht Granit beispielsweise dann, wenn wasserhaltiges Gestein der ozeanischen Kruste an den Subduktionszonen in die Tiefe gedrückt wird. Die Hitze schmilzt das Gestein und aufliegendes Sediment. Vulkanische Aktivität ist in diesen Bereichen häufig anzutreffen. Der hohe Wassergehalt der Schmelze lässt ein saures Magma entstehen, das in der Erdkruste beim Erstarren Granit bildet. Dieses gehört zu den häufigsten Gesteinen der kontinentalen Erdkruste.

New map hints at Venus‘ wet, volcanic past

Raumfähre Endeavour auf dem Weg zur ISS

Um 0:03 Uhr MESZ ist die Raumfähre Endevour erfolgreich von Cape Canaveral aus gestartet, nachdem bei den letzten 3 Startversuchen in den vergangenen Tagen jeweils das gewittrige Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte.
Die Endeavour bringt eine Außenplattform des japanischen Forschungsmoduls Kibo, mehrere Experimente und Ersatzteile sowie Versorgungsgüter zur Raumstation. Während der auf 16 Tage angesetzten Mission STS-127 sollen die Astronauten fünf Außenbordeinsätze durchführen.

NASA – Space Shuttle

Erster erfolgreicher kommerzieller Flug der Falcon 1

Gestern Morgen um 05:35 Uhr MESZ brachte eine Falcon 1-Rakete der privaten Raumfahrtgesellschaft SpaceX vom Kwajalein Atoll aus den malaysischen Satelliten RazakSAT in einen niedrigen Erdorbit. Dies war der erste erfolgreiche kommerzielle Flug der Falcon 1.
Für November plant SpaceX den Jungfernflug der größeren Falcon 9-Rakete von Cape Canaveral aus, und im Laufe des nächsten Jahres will SpaceX die Raumkapsel „Dragon“ zum ersten Mal ins All starten. Insgesamt sind drei Demonstrationsflüge der Raumkapsel im Rahmen des COTS-Programms der NASA geplant, wovon der Höhepunkt das Andocken an die Internationale Raumstation sein soll.

Space Exploration Technologies Corporation – SpaceX