Aralsee weiter geschrumpft

Der Aralsee trocknet weiter rapide aus: das östliche Becken des einst riesigen Sees in Kasachstan und Usbekistan hat allein in den vergangenen drei Jahren insgesamt vier Fünftel seiner Fläche verloren. Das geht aus einem Vergleich von Aufnahmen hervor, die vom ESA-Satelliten Envisat am 1. Juli 2006 und am 6. Juli 2009 gemacht wurden.
Der Aralsee war in den vergangenen 50 Jahren stetig geschrumpft, nachdem Usbekistan in Zeiten der Sowjetunion zum zweitgrößten Baumwoll-Exporteur der Welt aufgebaut worden war. Dazu wurde das Wasser des Flusses Amu-Darja in gigantische Bewässerungskanäle umgeleitet – der Zufluss für den Aralsee versiegte. Mit dem Verlanden des Sees ging eine dramatische Klimaveränderung einher: in der Region regnet es kaum noch.
Vor rund 20 Jahren teilte sich der See in den kleinen Aralsee in Kasachstan und den großen Aralsee auf kasachischem und usbekischem Gebiet. Dieser östliche See teilte sich im Jahr 2000 wiederum in ein östliches und ein westliches Becken.
Bis 2020 könnte der große Aralsee komplett verschwunden sein.

Earth from Space: Declining Aral Sea