Solscape

Fünfter Planet um 55 Cancri entdeckt

Heute hat ein Team amerikanischer Astronomen die Entdeckung eines fünften Planeten um den Stern 55 Cancri bekanntgegeben. Der erste Planet um 55 Cancri wurde 1996 von Professor Geoffrey Marcy und seinem Kollegen Paul Butler von der University of California in Berkeley entdeckt. Der Planet umrundet den Stern alle 14,6 Tage. Im Jahr 2002 wurde der zweite Planet um den Stern aufgespürt. Er umrundet seine Sonne in einem Jupiter-ähnlichen Abstand und besitzt die vierfache Masse des Jupiter. Im gleichen Jahr wurde auch ein dritter Planet von etwa halber Saturngröße entdeckt, der den Stern alle 44 Tage umkreist. 2004 schließlich spürte man einen Planeten von Neptungröße auf, der so dicht an 55 Cancri liegt, dass er nur 2,8 Tage für eine Umrundung benötigt. Der nun entdeckte fünfte Planet ist etwa halb so groß wie der Saturn und hat einen Abstand von 0,785 Astronomischen Einheiten. Er benötigt 260,8 Tage für einen Umlauf. Da 55 Cancri älter und leuchtschwächer als unsere Sonne ist, liegt dieser Planet in der sog. habitablen Zone, so dass auf seinen möglicherweise vorhandenen Monden flüssiges Wasser existieren könnte. Das Cancri-System befindet sich 41 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Krebs.
Record 5th planet found around nearby star

Debra A. Fischer, Geoffrey W. Marcy et al.: Five Planets Orbiting 55 Cancri

Scientists Discover Record Fifth Planet Orbiting Nearby Star

Graphics from NASA’s Media Telecon

Planet System Similar to Ours Revealed

Komet Holmes entwickelt Gasschweif

Nach wie vor erscheint Komet 17P/Holmes als dritthellster „Stern“ im Sternbild Perseus – sofern das Wetter mitspielt und die Wolken den Blick auf diese Himmelsregion freigeben. Bereits mit bloßem Auge fällt auf, dass er nicht punktförmig leuchtet wie ein Fixstern, sondern eine diffuse Gestalt hat. Ein einfaches Fernglas reicht aus, um ihn als fast kreisrundes Scheibchen zu sehen. Die Staubwolke, die der Kometenkern freigesetzt hat, erreicht mittlerweile den halben Durchmesser der Vollmondscheibe. Und nun bildet der Komet auch noch einen Gasschweif aus, obwohl er 2,5 Astronomische Einheiten (fast 400 Millionen Kilometer) von der Sonne entfernt ist. Dass sich trotz dieser riesigen Distanz zur Sonne ein Schweif ausbildet, ist sehr ungewöhnlich. Normalerweise entwickeln Kometen nur dann einen sichtbaren Schweif, wenn sie der Sonne so nahe kommen, dass sie sich innerhalb der Marsbahn befinden.

Bilder von…
…Hiro Cun aus Japan (Komet Holmes mit Schweif)

…Dietmar Hager aus Österreich

…Wolfgang Ries und Stefan Heutz aus Österreich

Radio im Nano-Format

Nanoröhrchen haben großes Potenzial. Da die winzigen Zylinder aus aufgerolltem Kohlenstoff äußerst stabil sind und zuverlässig Strom leiten, eignen sie sich zum Beispiel als winzige Elektronikbausteine. Alex Zettl und seine Mitarbeiter an der Universität von Kalifornien in Berkeley sind nun sogar noch einen Schritt weiter gegangen: aus einem einzigen Nanoröhrchen konstruierten sie ein voll funktionsfähiges Radio. Bei Tests empfing es vom anderen Ende des Labors gesendete Musik.
Das Gerät enthält in einem evakuierten Gefäß ein Kohlenstoffröhrchen mit einer Länge von einigen hundert und einem Durchmesser von etwa zehn Nanometern. Dieses Röhrchen ist mit einem Ende an der negativen Elektrode einer Batterie befestigt. Dadurch lädt es sich elektrisch auf. Als Folge davon reagiert das andere, freie Ende auf Radiowellen und beginnt mit der entsprechenden Frequenz zu vibrieren. Dicht neben ihm ist eine positive Gegenelektrode angebracht. Auf sie können Elektronen von dem Nanoröhrchen durch das Vakuum hindurch überspringen. Die Stärke dieses Feldemissionsstroms variiert dabei im selben Takt, wie die Röhrchenspitze schwingt, weil sich mit den Vibrationen der Abstand zur Anode ändert. Somit werden die Radiowellen in elektrische Signale umgewandelt, die sich auf einen Kopfhörer übertragen lassen, wo sie als Töne hörbar sind.
Über die angelegte Spannung lässt sich die Steifigkeit des Nanoröhrchens beeinflussen und damit auch der Resonanzbereich verschieben. Auf diese Weise gelingt ein Wechsel der Empfangsfrequenz. Damit fungiert das Gerät als Antenne, Tuner und Verstärker zugleich.
Nanotube Radio: Supplementary materials

Chinese lunar probe enters moon's orbit

Chang’e-1 successfully completed its first braking at perilune and enters the moon’s orbit Monday morning. Chang’e-1, following the instructions of the Beijing Aerospace Control Center (BACC), started braking at 11:15 a.m. at a position around 300 km away from the moon and entered the moon’s orbit at around 11:37 a.m. after completing the braking.
Source: Xinhua News Agency

Shuttle undocks from ISS

Space shuttle Discovery undocked from the International Space Station on Monday morning at 5:32 a.m. EST after completing a mission to install a new station module and repair a damaged solar panel. After undocking, Discovery flew around the station, performing a photographic survey, before departing the station’s vicinity. The shuttle crew also spends time checking the leading edges of the orbiter’s wings for any damage in advance of their reentry and landing, currently scheduled for 1:02 p.m. Wednesday at the Kennedy Space Center in Florida.
Source: NASA

Ungewöhnliche Ablagerungen auf dem Roten Planeten

Die Radarantenne MARSIS an Bord der europäischen Sonde Mars Express hat neue Daten über eine der ungewöhnlichsten Sedimentstrukturen auf dem Mars geliefert: die Medusae Fossae-Formation. Das Instrument hat erstmals direkte Messungen der Tiefe und der elektrischen Eigenschaften des hier vorkommenden Materials durchgeführt, wodurch neue Rückschlüsse auf dessen Ursprung möglich sind.

Mars Express untersucht ungewöhnliche Ablagerungen auf dem Roten Planeten

Noch mehr Wasser für den Mars

Drei neue Exoplaneten

Britische Astronomen um Coel Hellier von der Keele University vermelden die Entdeckung von drei extrasolaren Planeten. Die drei Neulinge umkreisen Sterne, die 727 bis 970 Lichtjahre von uns entfernt sind. Alle drei Planeten sind Gasriesen ähnlich dem Jupiter, die ihren Sternen sehr nahe kommen und daher für einen Umlauf kaum zwei Erdtage benötigen. Aufgrund dieser großen Nähe zu ihren Zentralgestirnen dürften sie Oberflächentemperaturen von etwa 2.000 Grad Celsius aufweisen. Hellier und Kollegen fanden die drei Exoplaneten im Rahmen des Programms WASP (Wide Angle Search for Planets). Dabei werden mit Teleskopen auf den Kanaren und in Südafrika systematisch große Abschnitte des Nachthimmels beobachtet.

WASP Planets

Enzyklopädie der extrasolaren Planeten

Forscher durchleuchten Bernstein-Spinne

Was Medizinern recht ist, kann Paläontologen nur billig sein. Englischen und belgischen Forschern ist es gelungen, per Computertomographie eine winzige Spinne zu untersuchen, die in einem Bernstein eingeschlossen ist. Die extrem hochauflösenden Bilder zeigen den äußeren Körperbau sowie die inneren Organe des Tieres in ungeahntem Detailreichtum.

Fossilized Spider, 50 Million Years Old, Clear As Life

Article from the News Archive @ The University of Manchester