Nach wie vor erscheint Komet 17P/Holmes als dritthellster „Stern“ im Sternbild Perseus – sofern das Wetter mitspielt und die Wolken den Blick auf diese Himmelsregion freigeben. Bereits mit bloßem Auge fällt auf, dass er nicht punktförmig leuchtet wie ein Fixstern, sondern eine diffuse Gestalt hat. Ein einfaches Fernglas reicht aus, um ihn als fast kreisrundes Scheibchen zu sehen. Die Staubwolke, die der Kometenkern freigesetzt hat, erreicht mittlerweile den halben Durchmesser der Vollmondscheibe. Und nun bildet der Komet auch noch einen Gasschweif aus, obwohl er 2,5 Astronomische Einheiten (fast 400 Millionen Kilometer) von der Sonne entfernt ist. Dass sich trotz dieser riesigen Distanz zur Sonne ein Schweif ausbildet, ist sehr ungewöhnlich. Normalerweise entwickeln Kometen nur dann einen sichtbaren Schweif, wenn sie der Sonne so nahe kommen, dass sie sich innerhalb der Marsbahn befinden.
Bilder von…
…Hiro Cun aus Japan (Komet Holmes mit Schweif)
