Solscape

Ältester Goldschmuck Amerikas entdeckt

Schmuck aus Gold schätzten die Jäger und Sammler Amerikas schon vor über 4.000 Jahren. Den Beleg dafür haben jetzt Mark Aldenderfer und seine Kollegen von der University of Arizona in Tucson geliefert: in der Ausgrabungsstätte Jiskairumoko nahe dem Titicacasee in Peru fanden die Forscher eine Kette aus schmalen, goldenen Hülsen, zwischen die kleine Türkisminerale gesetzt worden waren. Da die Kohlenstoff-14-Datierungen für Jiskairumoko von etwa 2155 bis 1936 v.Chr. reichen, handelt es sich bei der Kette um das bisher älteste goldene Schmuckstück Amerikas.
UA Archaeologist Finds Oldest Known Gold Artifacts in the Americas

In Australien und Brasilien ging Weltraumschrott nieder

Bei Cheepie im australischen Bundesstaat Queensland ist ein über 20 Kilogramm schweres Stück Weltraumschrott niedergegangen. Das Metallobjekt von der Größe eines Automotors landete bereits am 7. November 2007 auf dem Farmgelände von James Stirton, konnte aber erst jetzt identifiziert werden. Bei dem Objekt mit der Bezeichnung 2006-047-C handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen mit Kohlenstoff-Fasern umwickelten Helium- oder Stickstofftank der Delta 2-Rakete, die am 26. Oktober 2006 von Cape Canaveral in Florida startete und die beiden Sonden der STEREO-Mission ins All brachte.

Mystery object is space junk: scientist

Delta 2 Rocket Photos

Composite Overwrapped Pressure Vessels

Propellant and Pressurant Tanks

Orbital Debris – Recovered Objects

Summary of Recovered Reentry Debris

Nahe einer Farm im brasilianischen Bundesstaat Goias ging vor wenigen Tagen ebenfalls ein Stück Weltraumschrott nieder. Die Ähnlichkeit mit dem in Australien gefundenen Teil ist verblüffend.

Update: Bei dem in Brasilien gefundenen Weltraumschrott handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Tank von der obersten Stufe einer Centaur-Rakete. Im Oktober 2007 wurde mit einer solchen Rakete ein Kommunikationssatellit des US-Militärs (Global SATCOM, 2007-046B) in eine Erdumlaufbahn gebracht.

Hawaii: Vulkan Kilauea wieder aktiv

Der Hauptkrater des Kilauea auf Hawaii wirft derzeit unter großem Getöse Steine, Lava und Asche aus. Das beeindruckende Naturschauspiel droht das Leben auf der Insel lahm zu legen, erste Teile des Nationalparks mussten schon geschlossen werden. Der Vulkan, der seit über 80 Jahren nicht mehr so aktiv war wie jetzt, steht unter ständiger wissenschaftlicher Beobachtung. Es werden Emissionen und seismische Aktivitäten gemessen, um bei auftretender Gefahr rechtzeitig Warnungen an die Bevölkerung ausgeben zu können.

Ständig aktualisierte Bilder und Videos beim USGS

Webcams des USGS

Karten zu den jüngsten Aktivitäten des Vulkans

Vulkan Kilauea spuckt Feuer und Lava

Detailaufnahmen vom Grand Canyon des Mars

Hebes Chasma ist ein rundum abgeschlossener und bis zu acht Kilometer tiefer Talkessel ohne Abfluss im nördlichsten Teil der Valles Marineris, einem mehr als 3.000 Kilometer langen Grabenbruch am Marsäquator. Im Zentrum von Hebes Chasma befindet sich ein mehr als 7.000 Meter hoher Berg, dessen auffälligstes Merkmal sein Aufbau aus übereinander lagernden Gesteinsschichten ist. Die hochauflösende Stereokamera an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express nahm Hebes Chasma am 16. September 2005 aus einer Höhe von etwa 300 Kilometern auf. Die Bilder wurden heute veröffentlicht.
Hebes Chasma, a trough in the Grand Canyon of Mars

Hotspot löste Vulkankatastrophe im Nordatlantik aus

Wissenschaftlern um Robert White von der Universität von Cambridge ist es erstmals gelungen, die Lavaschicht unter dem Nordatlantik in ihrer Gänze auszumessen und zu erforschen. Sie entwickelten dazu eine neue seismische Methode, die es ihnen erlaubte, durch die Sedimente bis auf die darunter liegenden Lavaschichten und sogar durch diese hindurch zu schauen. Ihre jetzt in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichten Ergebnisse geben einen Einblick in die dramatischen Ereignisse beim Zerbrechen der Kontinente. Vor 55 Millionen Jahren, als Grönland und Nordwesteuropa auseinander drifteten, ereignete sich ein extremer Ausbruch vulkanischer Aktivität: der Nordatlantik riss auf und ein Hotspot im Erdmantel schleuderte bis zu zehn Millionen Kubikkilometer geschmolzenes Gestein an die Erdoberfläche. Heute ist ein Großteil dieser stellenweise mehr als zwölf Kilometer dicken Lavaschicht vom Meer und von Sedimenten bedeckt. Nur eine kleine Ecke dieser Vulkanregion ist als Gesteinsformation des Giant’s Causeway in Nordirland erhalten.
Under the sea

Wikipedia: Giant’s Causeway

Spurenelement bremste die Evolution

Vor 2,4 Milliarden Jahren begann die Erfolgsgeschichte eines Gases, ohne das das Leben auf unserem Planeten kaum noch vorstellbar erscheint: Sauerstoff. Doch die Vorfahren der heutigen Lebewesen zeigen sich erst fast zwei Milliarden Jahre später. Ein Mangel an Molybdän könnte die Ursache für diese Verzögerung gewesen sein, meinen Clinton Scott von der Universität von Kalifornien in Riverside und seine Kollegen.
Heutzutage gelangt Molybdän als Verwitterungsprodukt über die Flüsse ins Meer. In sauerstoffhaltigem Milieu bleibt es lange verfügbar und setzt sich höchstens in Kombination mit Mangan-Verbindungen ab. Den weitaus größeren Anteil daran, Molybdän aus dem System zu entfernen, tragen sauerstofffreie Zonen, in denen sich das Spurenelement mit Sulfiden zusammenlagert. Im extremen Fall entstehen unter solchen Bedingungen mächtige Faulschlammschichten wie heute noch im Schwarzen Meer, welche die Forscher unter anderem als Vergleich heranzogen. Aus den Daten ermittelten Scott und seine Kollegen nicht nur die ehemaligen Verhältnisse in der Tiefe, sondern erfassten auch die Nachschubsituation. Denn ist das Spurenelement in den oberen Wasserschichten noch verfügbar, bildet sich eine andere Gesteinssignatur aus als in Meeresregionen, die insgesamt an Molybdän verarmt sind. Letztendlich konnten die Forscher drei Phasen unterscheiden. So war Molybdän zu Zeiten der Sauerstoff-Anreicherung vor etwa 2,4 Milliarden Jahren noch erwartungsgemäß mager vertreten – der Hauptlieferant, die oxidative Verwitterung, begann gerade erst an den Steinen zu nagen. In den folgenden Jahrmillionen zeigen sich zwar erste Anzeichen einer Verbesserung, doch blieben die Gehalte niedrig – bis sie vor etwa 550 Millionen Jahren plötzlich sprunghaft ansteigen. Erst kurz zuvor, so offenbaren ehemalige Meeressedimente, war auch der Sauerstoff bis in die Tiefen vorgedrungen – und nicht, wie bisher vermutet, schon bald nach der Anreicherung in der Atmosphäre und in den oberen Wasserschichten. Ohne Molybdän aber dürfte das junge Leben in Schwierigkeiten geraten sein. So benötigen beispielsweise Cyanobakterien das Spurenelement dringend für Stickstoff-Fixierung und Wachstum. Ohne derart ins System eingespeisten Stickstoff allerdings gedeiht keine Lebensgemeinschaft höherer Organismen.
Tracing the stepwise oxygenation of the Proterozoic ocean

Gewaltiger Eisabbruch im antarktischen Schelfeis

Ein riesiger Eisberg hat sich aus dem Schelfeis der West-Antarktis gelöst. Ursache dafür ist nach Angaben von Wissenschaftlern die zunehmende Erwärmung des Polarmeeres und damit verbunden Schmelzprozesse an der Eisunterseite. Sie erzeugen Auftriebskräfte, die Spannungen in der Eisschicht auslösen. Die Bruchzone ist für die künftige Stabilität des Wilkins-Schelfeises von zentraler Bedeutung.
Antarctic ice shelf ‚hangs by a thread‘

Antarctic Ice Shelf Disintegration Underscores a Warming World

Disintegration: Antarctic Warming Claims Another Ice Shelf

KMZ-Datei für Google Earth

State of the Cryosphere: Ice Shelves