Solscape

Hubble: Sternriesen im Carina-Nebel


Das Weltraumteleskop Hubble nahm zwei der massereichsten und hellsten Sterne unserer Milchstraße ins Visier. Es handelt sich um die Sterne mit den Bezeichnungen WR 25 und Tr16-244, die beide dem offenen Sternhaufen „Trumpler 16“ angehören, der wiederum in den Carina-Nebel eingebettet ist. Dieses gigantische System aus interstellarem Gas mit eingelagerten dunklen Staub- und Molekülwolken befindet sich etwa 7.500 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Schiffskiel.
Hubble captures outstanding views of mammoth stars

Jupiter's Kern

Der feste Kern des Jupiter könnte größer sein, als bislang angenommen wurde. Das vermuten Astronomen um Burkhard Militzer von der University of California in Berkeley anhand einer aufwändigen Computersimulation der Molekülbewegungen im Innern des Gasriesen. Demzufolge dürften schwere Elemente und Verbindungen wie Eisen, Wasser und Ammoniak zu einem metallisch-mineralischen Gebilde verdichtet sein, das die 16-fache Masse der Erde besitzt. Bislang hatte man angenommen, dass der Kern des Jupiter kleiner ist und es auf bestenfalls 7 Erdmassen bringt.
Jupiter’s rocky core bigger and icier, model predicts

A Massive Core in Jupiter Predicted From First-Principles Simulations

Zucker im Weltall

Schon bevor sich in einem Planetensystem Leben entwickeln kann, sind dort typische biochemische Verbindungen vorhanden. Dies lassen Beobachtungen eines Teams europäischer Astronominnen um Maria Beltrán von der Universitat de Barcelona und Serena Viti vom University College London vermuten. In der jungen Sternentstehungsregion G31.41+0.31 konnten die Forscherinnen den einfachsten Vertreter der Kohlenhydrate nachweisen: Glykolaldehyd. Diese Verbindung kann mit einer anderen einfachen Kohlenwasserstoffverbindung zu Ribose und damit zu einem Grundbaustein der Erbsubstanz reagieren.
First detection of glycolaldehyde outside the Galactic Center

„Süße“ Sterne in der Milchstraße

Google hostet LIFE-Bildarchiv

Dank einer Partnerschaft mit dem LIFE-Magazin hat Google nun ein weiteres cooles Feature: Millionen von Bildern aus dem Foto-Archiv von LIFE wurden online gestellt und sind über eine gesonderte Startseite bei Google frei zugänglich! Die Fotos sind nach Jahrzehnt, nach Orten, Personen und weiteren Stichworten sortiert. Über die normale Google-Bildersuche lässt sich ebenfalls nach Fotos aus dem Bestand von LIFE suchen. Dies geschieht mit dem Zusatz-Parameter „source:life“, also z.B. Marie Curie source:life.

Google Images: LIFE Archive

Apollo 11 source:life 😉

Feuerball über Kanada

In der Nähe der Grenze zwischen den kanadischen Provinzen Alberta und Saskatchewan ist am 20. November 2008 gegen 17:30 Uhr Ortszeit möglicherweise ein Meteorit niedergegangen. Viele Bewohner in Kanadas Westen waren Zeugen des seltenen Schauspiels, einige konnten den Meteoriten sogar dabei filmen, wie er in die Erdatmosphäre eintrat und aufglühte.
Das oben gezeigte, spektakuläre Video wurde aus einem Fahrzeug der kanadischen Polizei aufgenommen.

Mysterious fireball lights up western Canadian sky

Watchers gaze up in wonder as light flashes across sky

MRO entdeckt Marsgletscher


Mit Hilfe der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter haben Wissenschaftler um John Holt von der University of Texas in Austin auf dem Roten Planeten einen Gletscher in mittleren Breiten erkundet. Anhand von Bodenradarmessungen an einem Kraterrand in der östlichen Hellas-Region wiesen die Forscher große Eisvorkommen nach. Bisher war es umstritten, ob auch außerhalb der Polarregionen des Mars Gletscher existieren. Die jetzt gefundenen Eisreservoirs liegen an den Hängen steiler Felsgrate und sind von einer dünnen Gesteins- und Staubschicht bedeckt. Durch die isolierende Wirkung dieser Abdeckung blieb das Eis bis heute erhalten, ohne zu verdampfen. Der Gletscher ist schätzungsweise 800 Meter dick und erstreckt sich über mehrere Kilometer.
Die ungewöhnlichen Strukturen in den mittleren Breiten des Planeten waren Wissenschaftlern schon in der Vergangenheit auf Bildern der Viking-Sonden aufgefallen. Auch neuere Aufnahmen der europäischen Raumsonde Mars Express hatten junge glaziale Strukturen nachgewiesen. Die Forscher um Gerhard Neukum von der Freien Universität Berlin hatten daher bereits vermutet, dass knapp unter der Oberfläche noch Eisvorkommen lagern.
NASA Spacecraft Detects Buried Glaciers on Mars

Scientists Discover Concealed Glaciers On Mars at Mid-Latitudes

Radar Sounding Evidence for Buried Glaciers in the Southern Mid-Latitudes of Mars

Bis vor wenigen Millionen Jahren noch Gletscher auf dem Mars – Ergebnis aus Mars Express-Aufnahmen

Satellitenfoto eines mit einer Staub- und Gesteinsschicht bedeckten Gletschers in der Antarktis

Rätsel um Galaxie NGC 1569 offenbar gelöst


Astronomen waren lange Zeit darüber verwundert, warum in einer kleinen, in unserer Nähe befindlichen isolierten Galaxie neue Sterne schneller entstehen können als in jeder anderen Galaxie in unserer lokalen Nachbarschaft. Jetzt hat das Weltraumteleskop Hubble das Rätsel offenbar gelöst: die „Einzelgänger“-Galaxie namens NGC 1569 ist weiter von uns entfernt, als man bisher annahm, und gehört damit zu einer Gruppe von etwa 10 Galaxien, deren Zentrum die Spiralgalaxie IC 342 ist. Gravitative Wechselwirkungen zwischen den Galaxien dieser Gruppe verdichten das Gas in der Galaxie NGC 1569 und entzünden in ihr einen wahren Rausch an Sterngeburten.
Hubble Resolves Puzzle about Loner Starburst Galaxy

Zehn Jahre ISS

Die Internationale Raumstation feiert Geburtstag: am 20. November 1998 startete eine russische Proton-Rakete vom Kosmodrom in Baikonur zu einer historischen Mission. An Bord befand sich das erste Modul der ISS mit dem Namen „Sarja“ (Morgenröte). Mit dem Modul wurde auch der Grundstein für ein neues Zeitalter in der Raumfahrt gelegt, da erstmals eine dauerhafte internationale Zusammenarbeit zwischen Russland, Amerika, Europa, Kanada und Japan im Weltraum zustande kam. In den folgenden zehn Jahren wurden zahlreiche weitere Module in die Umlaufbahn gebracht – und die Internationale Raumstation wuchs zum bisher größten menschlichen Außenposten im All heran. Nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2010 wird die ISS aus sechs Forschungslabors, zwei Wohneinheiten, einer Beobachtungskuppel, etlichen Stauräumen, Verbindungsknoten, Andockvorrichtungen und Roboterarmen bestehen.
Seit 10 Jahren im All: Die Internationale Raumstation ISS

International Space Station 10th Anniversary

War der Mars früher von Ozeanen bedeckt?


3D-Ansicht des Mars mit Daten des Gammastrahlen-Spektrometers von Mars Odyssey. In den blauen Bereichen wurde nur wenig Kalium entdeckt, in den gelben und roten Regionen deutlich mehr. Der rote Pfeil am Horizont deutet auf die Elysium-Vulkane.
Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken.

Die Frage, ob es auf dem Mars einst Ozeane gab, versuchen Wissenschaftler seit Jahrzehnten zu klären. Messungen des Gammastrahlen-Spektrometers an Bord der Raumsonde Mars Odyssey lieferten jetzt neue Hinweise darauf, dass ein Drittel des Roten Planeten von Ozeanen bedeckt gewesen sein könnte: die Konzentration einiger chemischer Elemente wie Kalium, Thorium und Eisen ist innerhalb der vermuteten Küstenlinien deutlich höher als außerhalb. Dies ist nur möglich, wenn die entsprechenden Elemente zuvor im Wasser gelöst waren und sich dann im Ozeanboden anreicherten.
Gamma-Ray Evidence Suggests Ancient Mars Had Oceans