Solscape

Hubble: Staubsäule im Irisnebel

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Der nordwestliche Teil des Irisnebels,
aufgenommen vom Weltraumteleskop Hubble.
(NASA/ESA)

Das Weltraumteleskop Hubble hat ein detailreiches Bild des Irisnebels im Sternbild Kepheus geschossen: der etwa 1.400 Lichtjahre entfernte Nebel besteht aus Staubkörnchen, die zehn bis hundert Mal kleiner sind als die Staubkörnchen in gewöhnlichem Hausstaub.
Der ca. sechs Lichtjahre durchmessende Irisnebel ist ein Reflexionsnebel, das heißt er streut das Licht eines massereichen, sehr hellen Sterns in seinem Inneren. Im Gegensatz zu Emissionsnebeln emittieren Reflexionsnebel selbst aber kein Licht, aufgrund der Art ihrer Lichtstreuung erscheinen sie daher blau. Im Fall des Irisnebels sind allerdings auch Regionen zu sehen, die eine rötliche Färbung aufweisen. Die rötlichen Staubfilamente deuten auf Kohlenwasserstoffverbindungen hin.
Durch die Detailanalyse von kosmischem Staub erhoffen sich Astronomen Hinweise auf die „Zutaten“ für die Geburt neuer Sterne.

Blushing dusty nebula

Entstehung und Entwicklung der Sterne

Sojus-Raumkapsel sicher in Kasachstan gelandet

Nach knapp 188 Tagen im All sind die drei Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation Roman Romanenko, Frank De Winne und Robert Thirsk an Bord der Raumkapsel von Sojus-TMA 15 zur Erde zurückgekehrt. Das russische Raumschiff legte heute um 04:56 Uhr MEZ vom Sarja-Modul der ISS ab, die Landung in der kasachischen Steppe erfolgte um 08:15 Uhr MEZ.
Das nächste russische Raumschiff, Sojus-TMA 17, soll am 21. Dezember zur ISS starten und dort am 24. Dezember ankoppeln. Die Besatzung von Sojus-TMA 17 besteht aus Oleg Kotow (Russland), Soichi Noguchi (Japan) und Timothy Creamer (USA). Bis zur Ankunft von Kotow, Noguchi und Creamer ist die Raumstation nur mit zwei Personen besetzt: Jeffrey Williams (USA) und Maxim Surajew (Russland).
Der Belgier Frank De Winne war der erste Europäer, der das Kommando über die Internationale Raumstation übernommen hatte.

ESA-Astronaut Frank De Winne kehrt wohlbehalten zur Erde zurück

Klimaarchiv im Kraterboden

Ein internationales Wissenschaftler-Team unter Leitung des Geologen Martin Weller von der Universität Köln kann nun insgesamt 3,6 Millionen Jahre Klimageschichte abbilden. Das ist das Ergebnis einer viermonatigen Expedition zum nordsibirischen Elgygytgyn-See.
Von der Eisdecke des Kratersees bohrten die Forscher insgesamt 520 Meter tief bis ins feste Gestein. Die gewonnenen Seesedimentkerne gehen bis in die Zeit des Pliozäns vor mehr als 2,6 Millionen Jahren zurück.
Anhand der Impaktbrekzie werden die Wissenschaftler zudem den Meteoriteneinschlag rekonstruieren können, der zur Bildung des Sees führte.

Universität zu Köln, Institut für Geologie und Mineralogie – El’gygytgyn Drilling Project

"Entwicklung des Universums" – Ausstellung im Deutschen Museum

Fast 14 Milliarden Jahre kosmische Geschichte erleben – das können Besucher der Ausstellung „Entwicklung des Universums“, die zum Abschluss des Internationalen Jahres der Astronomie am 9. Dezember 2009 im Deutschen Museum in München startet. Um diese Zeitreise durch das All zu realisieren, haben sich fünf Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen: die Europäische Südsternwarte (ESO), der Exzellenzcluster Universe sowie die Max-Planck-Institute für Physik, Astrophysik und extraterrestrische Physik.
Die Ausstellung, die zunächst zwei Jahre laufen soll, ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Deutsches Museum

Raumfähre "Atlantis" sicher in Cape Canaveral gelandet

Die Raumfähre „Atlantis“ ist heute um 15:44 Uhr MEZ von ihrer elftägigen Mission zur ISS zurückgekehrt. Das Shuttle landete mit sieben Astronauten an Bord auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida.
Die „Atlantis“ hatte knapp 13 Tonnen Ausrüstungsgegenstände, Ersatzteile und Experimente zur Internationalen Raumstation gebracht. Die Astronauten absolvierten während der Mission STS-129 insgesamt drei Außeneinsätze.
Mit der Raumfähre kehrte die Astronautin Nicole Stott zur Erde zurück. Stott hatte seit August 2009 zur Besatzung der ISS gehört.
Mit der sicheren Landung der „Atlantis“ hat das bemannte Raumfahrtprogramm der USA für dieses Jahr seinen Abschluss gefunden. Für kommendes Jahr sind noch fünf Shuttle-Flüge geplant.

Kosmonaut Konstantin Feoktistow gestorben

Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, starb der Kosmonaut und Raumfahrtingenieur Konstantin Feoktistow am vergangenen Samstag im Alter von 83 Jahren. Am 12. Oktober 1964 war er zusammen mit dem Kommandanten Wladimir Komarow und dem Arzt Boris Jegorow an Bord des Raumschiffs „Woschod 1“ ins All geflogen. Dies war der erste Mehrpersonenflug in der Geschichte der bemannten Raumfahrt. Feoktistow und Jegorow waren darüber hinaus auch die ersten Zivilisten im All, Feoktistow zudem der erste Raumschiff-Konstrukteur, der seine eigene Entwicklung flog. Feoktistow war auch später maßgeblich am sowjetischen Raumfahrtprogramm beteiligt – bis hin zur Konstruktion der Raumstation „Mir“.

Blick ins Innere von Centaurus A

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Blick ins Zentrum von Centaurus A.
(ESO/Y. Beletsky)

Centaurus A ist mit einem Abstand von 11 Millionen Lichtjahren die uns nächstgelegene elliptische Riesengalaxie, und eines der am genauesten untersuchten Objekte des Südhimmels. Ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild zog bereits im Jahr 1847 die Aufmerksamkeit des berühmten britischen Astronomen John Herschel auf sich, der eine Durchmusterung des Südhimmels vorgenommen und eine umfassende Liste von Nebeln erstellt hatte.
Was Herschel noch nicht wissen konnte, ist, dass das spektakuläre Aussehen der Galaxie auf ein undurchsichtiges Staubband zurückgeht, das den Zentralbereich der Galaxie verdeckt. Aus heutiger Sicht ist dieser Staub der stumme Zeuge eines gewaltigen kosmischen Ereignisses, das vor 200 bis 700 Millionen Jahren stattfand. Damals hat sich die Galaxie eine kleinere, gas- und staubreiche Spiralgalaxie einverleibt, deren Reste noch heute in der Zentralregion von Centaurus A nachweisbar sind und dazu führen, dass sich dort neue Generationen von Sternen bilden. Den heutigen Modellen zur Galaxienentstehung zufolge bilden sich große elliptische Galaxien ganz generell durch diese Art von Verschmelzungsprozessen.
Einen ersten Blick auf die „Essensreste“ von Centaurus A ermöglichte bereits das Infrared Space Observatory (ISO) der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Die ISO-Bilder zeigen eine rund 16.500 Lichtjahre breite Struktur, die an eine kleine Balkenspiralgalaxie erinnert. In jüngerer Zeit haben Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Spitzer gezeigt, dass die Struktur eher die Form eines Parallelogramms besitzt – Formen dieser Art sind durchaus zu erwarten, wenn eine Spiralgalaxie mit einer elliptischen Galaxie verschmilzt und dabei verzerrt wird.
Die jetzt von der ESO veröffentlichte Aufnahme nutzte ein neues Verfahren, mit dem die Astronomen geradezu durch den Staub hindurch sehen konnten. Dazu wurden mit SofI, einer Kombination aus Infrarotkamera und Spektrograf am 3,58-Meter New Technology Telescope (NTT) des Observatoriums der ESO in La Silla/Chile, Bilder in drei verschiedenen Wellenlängenbereichen des nahen Infraroten aufgenommen. Der Staub, der den Blick auf die Zentralregionen der Galaxie verdeckt, beeinflusst das Licht in diesen drei Wellenlängenbereichen auf unterschiedliche Art und Weise; das neue Verfahren kombiniert die Informationen der drei Teilbilder so, dass der Einfluss des Staubes weitgehend eliminiert wird. Das Ergebnis ist ein beispiellos klarer Blick auf das Zentrum von Centaurus A.
Vorangegangene Beobachtungen hatten gezeigt, dass im Zentrum von Centaurus A ein supermassereiches Schwarzes Loch lauert. Die Masse dieses Schwarzen Lochs entspricht rund 200 Millionen Sonnenmassen, dem 50fachen der Masse des Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße. Das zentrale Schwarze Loch von Centaurus A wird kontinuierlich mit neuer Materie gefüttert, wodurch Centaurus A zu einer aktiven Galaxie wird: sie ist eine der hellsten Radioquellen am Himmel, und Radio- und Röntgenbeobachtungen zeigen, dass aus dem Galaxienkern hochenergetische Teilchenströme, sog. Jets, nach außen geworfen werden.

Dinner for Centaurus A

Radio Galaxy Centaurus A

Centaurus A: Kosmischer Kannibalismus

Enceladus!

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Diese Aufnahmen der Raumsonde Cassini
vom 21. November 2009
zeigen mehrere Geysire
sowie Ausschnitte der mit tiefen Rinnen durchzogenen,
zerklüfteten Südpolregion des Eismondes Enceladus.
(NASA/JPL/Space Science Institute/astroarts.org)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Die Raumsonde Cassini flog an diesem Wochenende am Saturnmond Enceladus vorbei. Die größte Annäherung fand am Samstag gegen 03:10 Uhr MEZ statt. Cassini flog dabei in etwa 1.600 Kilometern Höhe über die Südpolregion des Eismondes, um mit ihren Kameras und Instrumenten die sog. Tigerstreifen näher ins Visier zu nehmen. Während des Flybys gelangen der Sonde u.a. hochauflösende Aufnahmen des Tigerstreifens namens „Baghdad Sulcus“ sowie faszinierende Bilder von den Geysiren.

Feuerball über Utah

Am 19. November 2009 kurz nach Mitternacht (Ortszeit) machte ein heller Feuerball über den US-Bundesstaaten Colorado, Utah, Wyoming und Idaho die Nacht zum Tage. Infraschall-Messungen deuten darauf hin, dass ein etwa zwei Meter großer Asteroid in die Erdatmosphäre eingetreten und mit einer Energie von mindestens 0,5 Kilotonnen TNT explodiert war.
Als die Sonne aufging, waren über der Region Reste der Explosion als leuchtende Wolken sichtbar und konnten von mehreren Einwohnern des US-Bundesstaates Utah fotografiert werden (siehe hier, hier und hier).
Das oben gezeigte Video des Feuerballs stammt von den Überwachungskameras des Eccles-Observatoriums der Universität von Utah.