Solscape

Kometensonde Rosetta flog an der Erde vorbei

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Die Erdsichel
mit Teilen von Südamerika und der Antarktis.
(ESA ©2009 MPS for OSIRIS Team
UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA/astroarts.org)
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Die europäische Raumsonde Rosetta ist nun endgültig auf dem Weg ins äußere Sonnensystem. Am vergangenen Freitag glückte auch der dritte und letzte Vorbeiflug der Sonde an der Erde. Die größte Annäherung fand um 09:45 Uhr MEZ über dem Indischen Ozean statt. Rosetta zog dabei in einer Höhe von 2.481 Kilometern an der Erde vorbei. Erste Flugbahnanalysen ergaben, dass dieses sog. Swing-by-Manöver die Geschwindigkeit der Sonde um 3,6 Kilometer pro Sekunde erhöht hat. Damit besitzt Rosetta nun ausreichend Schwung, um bis zum beinahe 800 Millionen Kilometer entfernten Kometen Tschurjumow-Gerasimenko vorzudringen. Im Jahr 2014 soll die Sonde in eine Umlaufbahn um den knollenförmigen, etwa fünf Kilometer großen Kometen eintreten, ihn ausführlich studieren und schließlich sogar ein kleines Landegerät absetzen.
Auf ihrem langen, aber Treibstoff sparenden Weg hatte Rosetta bereits den Mars und den Asteroiden Šteins passiert. Im nächsten Jahr wird die Sonde noch am Asteroiden Lutetia vorbeifliegen.

Swirling clouds over the South Pacific

Rosetta sees a living planet

Stellare Zeitbombe

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Die expandierende Materiehülle um V445 Puppis,
aufgenommen im März 2005.
(ESO/P.A. Woudt)

Mit Hilfe des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) ist es Astronomen erstmals gelungen, einen Zeitrafferfilm der von einem Stern ausgestoßenen Materie zu erstellen.
Der Stern V445 Puppis im Sternbild Achterdeck des Schiffs in etwa 25.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde hatte über längere Zeit Materie eines nahen Begleitsterns eingesogen. Im November 2000 stieg die Helligkeit von V445 Puppis plötzlich auf das 250-fache an und der Stern schleuderte in einer sog. Nova-Explosion große Mengen an Materie in den Weltraum. Die expandierende, zweigeteilte Materiehülle, die sich mit einer Geschwindigkeit von rund 24 Millionen Kilometern pro Stunde nach außen bewegt, konnten die Astronomen im Verlauf von zwei Jahren mit dem NACO-Instrument am VLT verfolgen.
Bei V445 Puppis handelt es sich um einen sog. Weißen Zwerg. Weiße Zwerge stellen das Endstadium von Sternen dar, deren ursprüngliche Masse nicht mehr als einige Sonnenmassen betrug. Ein Weißer Zwerg ist die ausgebrannte Kernregion eines solchen Sterns, die zurückbleibt, wenn der Stern gegen Ende seines Lebens seine äußere Hülle abstößt. Die abgestoßene Hülle wird dabei zu einem sog. Planetarischen Nebel, der den Sternenrest umgibt. Weiße Zwerge bestehen im Wesentlichen aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Übersteigt die Masse eines Weißen Zwergs den physikalischen Grenzwert von knapp 1,4 Sonnenmassen – sei es, weil der Weiße Zwerg die Materie eines Begleitsterns aufsaugt, oder weil er mit einem anderen Weißen Zwerg verschmilzt – dann wird der Stern zu einer Fusionsbombe, in der Kohlenstoff und Sauerstoff explosiv verschmelzen.

The expanding shell around V445 Puppis – Videos

Ticking Stellar Time Bomb Identified

The expanding bipolar shell of the helium nova V445 Puppis

Raumfähre "Atlantis" erfolgreich gestartet

Die Raumfähre „Atlantis“ ist heute pünktlich um 20:28 Uhr MEZ zur Internationalen Raumstation gestartet. Hauptaufgabe der elftägigen Mission STS-129 ist es, rund 13 Tonnen Ersatzteile und Instrumente zur ISS zu bringen. In den kommenden Tagen sind insgesamt drei Außeneinsätze von jeweils sechseinhalb Stunden Dauer geplant, bei denen die Astronauten zwei Plattformen an der Raumstation anbringen sollen, auf denen dann die Ersatzteile gelagert werden. Außerdem soll an der Außenseite der Station ein Materialexperiment installiert werden.
Mit dem Flug der „Atlantis“ neigt sich die Ära der Space Shuttles weiter ihrem Ende zu. Für das kommende Jahr sind noch fünf Flüge der Raumfähren geplant, der letzte für September.

Warum der Sonne das Lithium fehlt

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Sonne im Vergleich zu anderen sonnenähnlichen Sternen nur geringe Mengen des leichten chemischen Elements Lithium enthält – doch eine Erklärung für diese Anomalie fehlte bislang.
Ein Astronomenteam unter Leitung von Garik Israelian hat nun herausgefunden, dass der Lithiumgehalt sonnenähnlicher Sterne davon abhängt, ob diese Sterne von Planeten umkreist werden oder nicht.
Die Forscher ziehen diesen Schluss aus der Analyse von 500 Sternen, von denen 70 von Planeten umkreist werden. Die meisten der Sterne wurden über mehrere Jahre mit dem High Accuracy Radial Velocity Planet Searcher (HARPS) überwacht. Dieser Spektrograph ist eines der am 3,6-Meter-Teleskop der ESO installierten Instrumente, und der weltweit erfolgreichste Planetenjäger. Die Astronomen betrachteten insbesondere sonnenähnliche Sterne, die insgesamt etwa ein Viertel der Stichproben ausmachten. Sie fanden, dass die Mehrzahl der Sterne, die von Planeten umkreist werden, weniger als ein Prozent des Lithiumgehalts der meisten anderen Sterne aufwiesen.
Lithium hat einen sehr leichten Atomkern, der aus nur drei Protonen und vier Neutronen besteht. Die meisten chemischen Elemente leichter als Eisen werden im Inneren von Sternen erzeugt. Die leichten Atomkerne Lithium, Beryllium und Bor entstehen dort allerdings nicht in nennenswerten Mengen. Was wir im Kosmos an Lithium finden, ist den heutigen Modellen zufolge kurz nach dem Urknall entstanden, also vor rund 13,7 Milliarden Jahren. Die meisten Sterne haben daher einen sehr ähnlichen Lithiumgehalt – es sei denn, beachtliche Mengen dieses Elements sind bei Prozessen im Sterninneren zerstört worden. Offenbar trägt die Anwesenheit von Planeten zu dieser Zerstörung des Lithiums bei. Nun gilt es, die genauen physikalischen Mechanismen aufzuklären, die dahinterstecken.

Exoplanets Clue to Sun’s Curious Chemistry

Enhanced lithium depletion in Sun-like stars with orbiting planets

wissenschaft.de – Wie man fremde Sonnensysteme findet

Erste Bilder vom letzten Erdvorbeiflug des "Kometenjägers" Rosetta

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Heute um 13:28 Uhr MEZ schoss die OSIRIS-Kamera
an Bord von Rosetta dieses Foto der Erde.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme
war Rosetta rund 633.000 km entfernt.
(ESA ©2009 MPS for OSIRIS Team
MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA)
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Die Raumsonde Rosetta wird am morgigen 13. November um 08:45 Uhr MEZ an der Erde vorbeifliegen und damit zum vierten und letzten Mal die Nähe zu einem Planeten für eine Schwerkraftumlenkung nutzen. Durch dieses Manöver wird Rosetta ausreichend Geschwindigkeit aufnehmen, um ihre Reise in das äußere Sonnensystem fortzusetzen. Dabei ist im Juli 2010 eine nahe Begegnung mit dem Asteroiden 21 Lutetia geplant. Im Jahr 2014 wird Rosetta dann ihr Ziel, den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, erreichen. Dort wird sie die Landesonde Philae aussetzen, die Untersuchungen der Oberfläche des Kometen durchführen soll.

Komposition in Weiß

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Saturnmond Rhea,
aufgenommen von der Raumsonde Cassini
am 8. November 2009 aus einer Entfernung
von rund 1,8 Millionen Kilometern.
(NASA/JPL/Space Science Institute/astroarts.org)
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LRO's neuester Blick auf die Apollo 11-Landestelle

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Die Apollo 11-Landestelle,
aufgenommen vom LRO
mit einer Auflösung von 53 Zentimeter pro Pixel.
(NASA/GSFC/Arizona State University)
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Hier ist das erste Bild des Landeplatzes von Apollo 11, das der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) kurz nach dem Einschwenken in seinen regulären Orbit in knapp 50 km Höhe über der Mondoberfläche aufnahm. Zur Zeit der Aufnahme stand die Sonne fast senkrecht, so dass hier so gut wie keine Schatten sichtbar sind.
Das Tolle an diesem Bild ist, dass wir hier tatsächlich die Landebeine der Abstiegsstufe sehen können. Von dem Landebein, das sich unter der Ausstiegsluke der Mondlandefähre befand, machte Neil Armstrong seinen großen Sprung für die Menschheit!
Die Aufnahme gestattet uns außerdem einen recht guten Einblick in den West Crater mit jenem felsigen Gebiet, das Neil Armstrong sah, als sich die Landefähre der Mondoberfläche näherte. Der Autopilot hätte die Mondlandefähre ziemlich genau in der Mitte dieses felsigen Geländes zur Landung gebracht. Als Armstrong dies erkannte, schaltete er kurz entschlossen auf die manuelle Steuerung um, überflog den Krater und landete schließlich auf einer ebenen Stelle weiter westlich.

High Noon at Tranquility Base

Im Herzen der Milchstraße

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Das Zentrum der Milchstrasse,
aufgenommen von Hubble, Spitzer und Chandra.
(NASA, ESA, SSC, CXC, and STScI)

Anlässlich des Internationalen Jahres der Astronomie gab es kürzlich eine einzigartige Zusammenarbeit der drei großen Weltraumteleskope Hubble, Spitzer und Chandra. Herausgekommen ist dabei eine außergewöhnliche Aufnahme vom Zentrum unserer Heimatgalaxie.
Das galaktische Zentrum befindet sich in dem weißen Bereich rechts und knapp unterhalb der Bildmitte. Die gesamte Bildbreite entspricht in etwa der Winkelbreite des Vollmondes.

NASA’s Great Observatories Examine the Galactic Center Region

Magazin "MaxPlanckForschung" kostenlos herunterladen

Das Magazin „MaxPlanckForschung“ berichtet allgemein verständlich über die wissenschaftliche Arbeit an den Instituten der Max-Planck-Gesellschaft. Das Magazin wendet sich dabei vor allem an interessierte Laien, an Schüler, Lehrer und Journalisten. Jährlich erscheinen vier Ausgaben des Magazins, die man entweder kostenlos abonnieren oder als PDF-Version herunterladen kann.
Schwerpunkt der dritten Ausgabe des Jahres 2009 ist die Erforschung des Sonnensystems.

Die Suche nach dem Lebenselixier (3.1 MB)
(Ob unter der Mitternachtssonne des Mars oder in der ewigen Dämmerung des Saturnmondes Enceladus: Forscher folgen der Spur des Wassers im Planetensystem.)

Die Gluthölle hinter dem Schleier (2.2 MB)
(Seit mehr als drei Jahren umkreist die erste europäische Venussonde unsere Nachbarin im Sonnensystem: Venus Express hat ein bizarres Inferno im Visier.)

Zeugen kosmischer Heimatkunde (2.9 MB)
(Lange führten sie im Sonnensystem ein Schattendasein: die Asteroiden und Kometenkörper. Sie sind sehr klein, lichtschwach und deshalb schwer zu beobachten. Doch sie können viel Spannendes über die Entstehung des Sonnensystems erzählen.)

MaxPlanckForschung – Komplettes Heft 3/2009 (28,1 MB)