Kategorie: Kosmologie

ESO: Faszinierendes Foto vom Helix-Nebel

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Der Helix-Nebel NGC 7293.

Die Europäische Südsternwarte (ESO) hat heute ein neues Bild ihres Wide Field Imager veröffentlicht, einer Kamera, die an das 2,2-Meter-Teleskop des Observatoriums in La Silla/Chile montiert ist. Das beeindruckende Foto zeigt den rund 700 Lichtjahre entfernten Helix-Nebel (NGC 7293) im Sternbild Wassermann.

Into the Eye of the Helix

Hubble fotografiert seltsame Galaxie

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Die Galaxie NGC 4921
im Coma-Galaxienhaufen.

Eine neue, spektakuläre Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt Details der Galaxie NGC 4921 im Coma-Galaxienhaufen. Der Coma-Galaxienhaufen befindet sich etwa 320 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices) und beinhaltet mehr als 1.000 Galaxien.

Exceptionally deep view of strange galaxy

Die Keimzelle einer Galaxie

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg haben im Kern der weit entfernten (und damit jungen) Galaxie J1148+5251 eine geradezu explosive Rate an Sterngeburten beobachtet. Pro Jahr entstehen dort Sterne mit einer Gesamtmasse von mehr als 1.000 Sonnenmassen. Offenbar sind solche vergleichsweise kleinen Regionen in den Galaxienkernen die Keimzellen der Sternbildung im frühen Universum.

Maximale Sternentstehung im jungen Kosmos

Supernovaexplosionen brauchen zweiten Anlauf

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Computersimulation einer Supernova-Explosion. (MPA)

Astrophysiker haben ein recht genaues Bild vom Ablauf einer Sternexplosion. Allerdings rätseln sie noch immer darüber, wie der Energietransport bei einer Supernovaexplosion genau funktioniert. Andreas Marek und Hans-Thomas Janka vom Max-Planck-Institut für Astrophysik haben die Prozesse in einem Computermodell simuliert. Dabei gelang es zum ersten Mal, die Wechselwirkung von Neutrinos und Materie bei Sternen mit 11- bis 15-facher Sonnenmasse detailliert nachzubilden. Demnach werden die von den Neutrinos aufgeheizten Sternschichten durch konvektive Strömungen verwirbelt. Dabei entwickelt die Materie pilzförmige Blasen, in denen heißes Plasma aufsteigt.

Supernova Explosion Needs Second Attempt

Wikipedia: Supernova

Das geteilte Sternentstehungsgebiet

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Sternentstehungsregion NGC 604,
aufgenommen vom Röntgenteleskop Chandra.

NGC 604 ist die größte Sternentstehungsregion in der nahen Galaxie M33. Eine gründliche Untersuchung dieses Gebietes mit dem Röntgenteleskop Chandra hat jetzt Erstaunliches ans Licht gebracht: NGC 604 ist offenbar in zwei Bereiche unterteilt, die durch eine mächtige Wand aus Gas voneinander abgeschirmt sind.

NGC 604: Wall Divides East and West Sides of Cosmic Metropolis

Neue Einblicke in die aktive Galaxie Centaurus A

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Die aktive Galaxie Centaurus A.

Mit dem Atacama Pathfinder Experiment (APEX) gelang Astronomen vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn ein neuer Einblick in die aktive Galaxie Centaurus A. Die gewaltigen Jets, die vom zentralen Schwarzen Loch der Galaxie ausgehen, konnten erstmals im Submillimeter-Bereich studiert werden.
Für das heute von der Europäischen Südsternwarte (ESO) veröffentlichte Bild von Centaurus A wurden die Submillimeter-Daten mit Beobachtungsdaten des Röntgenteleskops Chandra sowie mit optischen Daten des Wide Field Imager (WFI) an ESO’s 2,2-Meter-Teleskop in La Silla kombiniert. Die Radiodaten sind in orange und die Röntgendaten in blau dargestellt. Die optischen Daten erscheinen in ihrer tatsächlichen Farbe. Gut zu erkennen ist ein Staubring, der die gewaltige Galaxie umgibt sowie die Radiojets, die aus dem Zentrum von Centaurus A kommen und ein eindrucksvoller Hinweis auf das supermassereiche Schwarze Loch sind. Im Submillimeter-Bereich werden noch weitere Details sichtbar: die Strahlung von der zentralen Radioquelle und zwei innere, keulenförmige Bereiche ober- und unterhalb der Scheibe. Das Material in den Jets, so ergaben Messungen, bewegt sich mit etwa halber Lichtgeschwindigkeit. Im Röntgenlicht sieht man rechts unterhalb der Galaxie noch ein verräterisches Leuchten. Hier kollidiert das Material des sich ausdehnenden keulenförmigen Bereichs mit Material der Umgebung. Auf diese Weise entsteht eine Stoßwelle, die für die beobachtete Röntgenstrahlung verantwortlich ist.
APEX ist der Prototyp einer Radioantenne für das ALMA-Teleskop, das derzeit in der chilenischen Atacama-Wüste gebaut wird.

ESO: Farbbild von Centaurus A

Radiosignale aus der Richtung des Schwarzen Lochs im Zentrum von Centaurus A

Forscher simuliert Geburt der Erde und ihrer Schwesterplaneten

Würde man die vier inneren Planeten des Sonnensystems nebeneinanderlegen, so ergäbe sich eine fast symmetrische Anordnung: die zwei großen Planeten Venus und Erde werden von den kleineren Geschwistern Merkur und Mars eingerahmt. Diese Reihenfolge ist kein Zufall, wie der Astronom Bradley Hansen von der University of California in Los Angeles auf der 213. Tagung der American Astronomical Society im kalifornischen Long Beach berichtete. Hansen simulierte die Entstehung von terrestrischen Planeten aus einem schmalen Staubring um einen jungen Stern. In seinen Computermodellen bildeten sich in der Regel zwei größere Planeten am inneren und äußeren Rand der Trümmerscheibe. Auch kleinere Planeten wuchsen in dieser Umgebung heran. Früher oder später kollidierten diese Planeten-Embryonen jedoch mit anderen herumschwirrenden Brocken und zerbarsten. Doch Hansens Simulationen zeigten auch, dass die Mini-Planeten das gefährliche Bombardement zuweilen überlebten, und zwar dann, wenn sie durch die Schwerkraft ihrer größeren Geschwister auf stabile Bahnen außerhalb der Trümmerzone katapultiert wurden. Dort konnten sie nicht mehr zu größeren Planeten heranwachsen. Dadurch ergaben sich schließlich ähnliche Konstellationen wie in unserem Sonnensystem – mit zwei großen Planeten in der Mitte und zwei kleinen am Rand.
In einem Durchlauf der Computersimulation kollidierte einer der großen Planeten mit einem der Mini-Planeten. Bei einem ganz ähnlichen Zusammenstoß ist nach heutigen Erkenntnissen der Erdmond entstanden.

The Dynamical Origin Of Mercury And Mars

Schaubild: innere Struktur und Größenvergleich der terrestrischen Planeten unseres Sonnensystems

Staubige Sternfabriken in NGC 253

Mit Hilfe des Very Large Telescope der ESO entdeckten Astronomen um Juan Antonio Fernández Ontiveros vom Astrophysikalischen Institut der Kanaren eine Gruppe bislang unbekannter, staubreicher stellarer Kinderstuben in der nahen Galaxie NGC 253. In jeder dieser neu entdeckten Regionen könnten sich mehr als 100.000 junge, massereiche Sterne befinden. Die Beobachtungen der Astronomen deuten zudem darauf hin, dass sich im Zentrum der Galaxie ein massereiches Schwarzes Loch verbirgt. NGC 253 ist knapp 13 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt.

Frantic activity revealed in dusty stellar factories

The nucleus of NGC 253 and its massive stellar clusters at parsec scales

Edge-On Spiral Galaxy NGC 253: Behind a Dusty Veil Lies a Cradle of Star Birth

Schwarze Löcher existierten vor den Galaxien

Die im Zentrum der Galaxien liegenden Schwarzen Löcher sind offenbar älter als die sie umkreisenden Sterne, Planeten und Staubwolken. Diese These wird durch Messungen hochempfindlicher Großteleskope untermauert, die ein internationales Forscherteam nun bei der Konferenz der American Astronomical Society im kalifornischen Long Beach vorstellte. Die Wissenschaftler, darunter auch Forscher des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn, untersuchten die erste Zeitphase nach Entstehung des Universums. Mit Hilfe hochempfindlicher Radioteleskope wie dem Very Large Array (VLA) in den USA und dem Interferometer auf dem Plateau de Bure in den französischen Alpen erforschten sie die Entwicklung der Masse von Schwarzen Löchern und der sie umgebenden Galaxien. Die Masse im Zentralbereich einer Galaxie ist nach bisherigen Erkenntnissen etwa 700 bis 1.000 Mal so groß wie die Masse des Schwarzen Lochs. Diese Relation gilt über einen weiten Größen- und Altersbereich von Galaxien. Den Forschern gelang es nun, die Masseverhältnisse mehrerer Galaxien und ihrer schwarzen Löcher in den jungen Jahren des Universums zu bestimmen. Die Messungen zeigten, dass die Masse der Schwarzen Löcher zu dieser Zeit sehr viel größer gewesen ist. Dies bedeutet, dass sich die Schwarzen Löcher schon bildeten, bevor die Galaxien entstanden.

Black Holes Lead Galaxy Growth, New Research Shows