Solscape

Japans erster Raumfrachter gestartet

Um die Internationale Raumstation auch nach dem Ende der Shuttle-Flüge regelmäßig mit Vorräten versorgen zu können, tritt künftig ein System aus unbemannten Transportern in Aktion.
Nach dem erfolgreichen Erstflug des europäischen ATV „Jules Verne“ im vergangenen Jahr startete heute erstmals ein japanischer Weltraumfrachter zur ISS. Die Trägerrakete H-IIB mit dem neuen Schwerlastträger an Bord hob um 19:01 Uhr MESZ vom Tanegashima Space Center im Süden Japans ab. Am 17. September soll der als HTV-1 bezeichnete Weltraumfrachter die ISS erreichen und an das dortige Harmony-Modul ankoppeln.

JAXA – HTV/H-IIB Special Site

Wiedergeburt einer Ikone: Die ersten neuen Bilder von Hubble

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Die ersten neuen Bilder von Hubble:
Käfer-Nebel, Stephans Quintett,
Omega Centauri und Carina-Nebel.
(NASA, ESA, and the Hubble SM4 ERO Team)

In den vergangenen Monaten waren die Wissenschaftler und Ingenieure von NASA und ESA damit beschäftigt, die neuen Instrumente des im Mai generalüberholten Weltraumteleskops Hubble zu testen und zu kalibrieren. Diese Testphase wurde nur im Juli kurz unterbrochen, um die Folgen des Einschlags eines Asteroiden oder Kometen auf dem Gasriesen Jupiter zu beobachten.
Heute schließlich wurden die ersten neuen Bilder veröffentlicht, die das Weltraum-Observatorium mit seinen neuen Instrumenten gemacht hat – und die Begeisterung könnte nicht größer sein!
Das Bild oben links zeigt den 4.000 Lichtjahre von der Erde entfernten Käfer-Nebel (NGC 6302), einen schmetterlingsförmigen planetarischen Nebel um den sterbenden Stern HD 155520 im Sternbild Skorpion.
Das Bild oben rechts gewährt einen Blick auf die Galaxiengruppe namens Stephans Quintett. Die Galaxien bilden ein enges, wechselwirkendes System in etwa 300 Millionen Lichtjahren Entfernung im Sternbild Pegasus. Aufgrund der gegenseitigen Gravitationswirkung sind die Spiralarme der Galaxien unregelmäßig verformt. Die langen Gezeitenarme deuten darauf hin, dass es zwischen den Galaxien des Quintetts immer wieder Kollisionen gab.
Das Bild unten links ist eine Panorama-Aufnahme aus dem mit Sternen überfüllten Kern des Kugelsternhaufens Omega Centauri (NGC 5139). Ungefähr 100.000 Sterne sind hier zu sehen.
Im Bild unten rechts erhebt sich eine unheimlich wirkende Säule aus einem Meer grün gefärbter Wolken. Diese Säule aus Gas und Staub, in der sich gerade neue Sterne bilden, gehört zum etwa 7.500 Lichtjahre entfernten Carina-Nebel (NGC 3372).

Hubble Opens New Eyes on the Universe

Rebirth of an icon: Hubble’s first images since Servicing Mission 4

Rote Hüte der Moai stammen aus Vulkankrater

Moai

Steinstatuen auf der Osterinsel.
(Foto: Andrea Lorenzi)

Archäologen um Sue Hamilton vom University College London und Colin Richards von der University of Manchester haben herausgefunden, woher die roten Hüte stammen, die einige der riesigen Steinfiguren auf der Osterinsel tragen. Die Entdeckung einer alten Straße führte die Wissenschaftler zu einem Steinbruch in einem Vulkankrater. In diesem Steinbruch hatten die Polynesier die rote Vulkanschlacke zu Hüten behauen und anschließend einfach den Berg hinunter gerollt – auf einer mit einem Mörtel aus roter Schlacke gefertigten Piste mit erhöhtem Rand, um die schwere Fracht auf Kurs zu halten.

New clues in Easter Island hat mystery

BBC News – Giant statues give up hat secret

(Das in diesem Artikel gezeigte Bild steht unter einer Creative Commons-Lizenz.)

Sternenleiche kurz vor dem Kollaps

Weiße Zwerge in Binärsystemen, die von ihrem jeweiligen Begleiter Masse absaugen, kollabieren irgendwann unter ihrer eigenen Schwerkraft und explodieren in der Folge als Supernovae vom Typ Ia. Da deren Leuchtkraft immer gleich ist, dienen sie als sog. „Standardkerzen“ zur Vermessung des Kosmos. Bisher verriet stets erst die Supernova-Explosion, dass sich an der entsprechenden Stelle ein „gefräßiger“ Weißer Zwerg befand.
Mit Hilfe des Röntgensatelliten XMM-Newton der europäischen Raumfahrtbehörde ESA ist es jetzt erstmals gelungen, einen solchen Weißen Zwerg kurz vor dem Kollaps zu beobachten.
Bereits im Jahr 1997 entdeckten Astronomen in etwa 2.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde eine pulsierende Röntgenquelle, die mit dem hellen Stern HD 49798 ein Binärsystem bildet. Mit XMM-Newton ließ sich diese Röntgenquelle nun zweifelsfrei als Weißer Zwerg identifizieren.
Weiße Zwerge sind das kompakte Endstadium von relativ leichtgewichtigen Sternen ähnlich unserer Sonne. Auf ungefähr die Größe der Erde geschrumpft, enthalten sie etwa 0,6 Sonnenmassen. Der nun untersuchte Weiße Zwerg bringt es auf fast das Doppelte und ist damit nahe an der Masse, bei der ein Weißer Zwerg kollabiert.

XMM-Newton weighs up a rare white dwarf and finds it to be a heavyweight

An Ultramassive, Fast-Spinning White Dwarf in a Peculiar Binary System

wissenschaft.de – Gewichtiger Winzling

Supernova

Röntgendoppelstern

LRO fotografiert Landestelle von Apollo 12!

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Apollo-12-Landestelle und Surveyor 3.
(NASA/GSFC/Arizona State University)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Bereits im Juli hatte das für den Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zuständige Forscherteam Bilder von mehreren Apollo-Landeplätzen veröffentlicht. Aufgrund verfahrenstechnischer Einschränkungen war es bislang jedoch nicht möglich, die Landestelle von Apollo 12 aufzunehmen. Doch nun konnte LRO einen guten Einblick in den „Ozean der Stürme“ gewinnen und den am westlichsten gelegenen Landeplatz der Apollo-Missionen fotografieren. Das Warten hat sich gelohnt: die Abstiegsstufe der Mondlandefähre, das Apollo Lunar Surface Experiment Package (ALSEP), die Spuren der Astronauten sowie die Raumsonde Surveyor 3 sind deutlich zu erkennen. Die Astronauten Charles Conrad und Alan Bean hatten Teile der im April 1967 gelandeten Sonde demontiert und zurück auf die Erde gebracht.

First Look: Apollo 12 and Surveyor 3

Indische Mondmission für beendet erklärt

Am vergangenen Samstag brach unerwartet der Kontakt mit dem indischen Mondorbiter Chandrayaan-1 ab. Da die Sonde trotz mehrerer Versuche nicht länger auf Steuersignale reagierte, hat die indische Raumfahrtagentur ISRO die Mission mittlerweile für beendet erklärt. Obwohl der Flug von Chandrayaan-1 statt der geplanten 24 Monate nun nur zehn Monate dauerte, sind die wichtigsten Forschungsziele erfüllt worden und die Mission ist damit als großer Erfolg für die indische Raumfahrtagentur zu werten.
Unterdessen plant Indien bereits die nächste Mondmission Chandrayaan-2, deren Start für das Jahr 2013 vorgesehen ist. Die Raumsonde wird aus einem Orbiter und einer Landeeinheit plus Rover bestehen, der die Mondoberfläche erkunden und Bodenproben nehmen soll. Eine Marssonde und erste bemannte Raumflüge stehen im kommenden Jahrzehnt ebenfalls auf der Agenda Indiens.

Chandrayaan-1 loses radio contact

Images of Moon from Chandrayaan-1

Waldbrände in Nähe des JPL

Dass in Kalifornien Waldbrandgefahr herrscht, ist ja nicht wirklich etwas Neues. Diesmal allerdings befindet sich einer der größeren Feuerherde nur wenige Kilometer vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) entfernt in den San Gabriel Mountains. Das JPL ist zwar nicht direkt bedroht, dafür jedoch einige Häuser und Wohnungen von Mitarbeitern. Unmittelbar vom Feuer bedroht ist auch das Mt. Wilson Observatorium, eines der ältesten und erfolgreichsten Observatorien der Welt.
Nähere Infos im Blog von Emily Lakdawalla:
The Station Fire is near JPL and even closer to Mt. Wilson

Raumfähre "Discovery" zur ISS gestartet

Nach Fehlversuchen wegen schlechten Wetters und technischer Probleme ist die Raumfähre „Discovery“ heute um 05:59 Uhr MESZ gestartet – pünktlich zu ihrem 25. Geburtstag.
Sieben Astronauten sind unterwegs zur Internationalen Raumstation, unter ihnen ESA-Astronaut Christer Fuglesang, der bereits zum zweiten Mal ins All fliegt. Fuglesang soll an zwei der drei geplanten Außenbordeinsätze der Mission STS-128 teilnehmen. Die ISS wird damit auf die Ankunft des in Europa gebauten Verbindungssegments „Node 3“ vorbereitet, das im Februar kommenden Jahres zur Raumstation gebracht werden soll.

NASA – Space Shuttle

Rasterkraftmikroskop macht die Struktur eines Moleküls sichtbar

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Aufnahme eines Pentacenmoleküls
per Rasterkraftmikroskopie.
(IBM Research, Zürich)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Wissenschaftlern um Leo Gross vom IBM-Forschungslabor in Zürich ist es mit Hilfe der Rasterkraftmikroskopie erstmals gelungen, ein einzelnes Molekül abzubilden. Als Objekt wählten die Forscher Pentacen, einen aromatischen Kohlenwasserstoff, der aus fünf Benzolringen besteht. Auf dem Bild sind die Benzolringe klar zu erkennen. Auch die Positionen der Kohlenstoffatome und die Bindungen zwischen ihnen lassen sich ausmachen, selbst die Wasserstoffatome sind zu erahnen.

IBM Scientists First to Image the “Anatomy” of a Molecule

The Chemical Structure of a Molecule Resolved by Atomic Force Microscopy

The Atomic Force Microscopy Resource Library