US-Forscher um Thomas Kipps von der Universität von Kalifornien in San Diego haben einen vielversprechenden Ansatz für eine Gentherapie gegen Leukämie gefunden: es gelang ihnen, das Immunsystem erkrankter freiwilliger Testpersonen mit Hilfe gentechnischer Methoden so zu verändern, dass es Antikörper gegen die entarteten Blutzellen bildete. Diese Abwehrproteine reagierten auf ein Eiweißmolekül namens ROR1, das bei Erwachsenen ausschließlich auf der Oberfläche von Leukämiezellen zu finden ist. Zwar handelt es sich bei den Ergebnissen bislang um reine Grundlagenforschung, sie zeigen jedoch, dass es prinzipiell möglich ist, die Schlagkraft des Immunsystems eines Leukämiepatienten gegen seine eigenen Krebszellen zu richten.
Gene Therapy Protocol at UCSD Activates Immune System in Patients with Leukemia
Kategorie: Medizin & Gesundheit
Gesund lebt länger
Wer sich eines rundum gesunden Lebenswandels befleißigt, kann auf ein längeres Leben hoffen. Das belegt eine groß angelegte Studie, die britische Medizinerinnen um Kay-Tee Khaw von der University of Cambridge durchgeführt haben. Nichtrauchen, regelmäßige Bewegung, reichlich Obst und Gemüse sowie mäßiger Alkoholkonsum gingen mit einer massiv verringerten Sterberate im Untersuchungszeitraum einher.
Kay-Tee Khaw et al.:Combined Impact of Health Behaviours and Mortality in Men and Women: The EPIC-Norfolk Prospective Population Study
Anti-Krebs-Gen bei Mäusen
Amerikanische Forscher haben Mäuse gezüchtet, die keinen Krebs bekommen. Die Wissenschaftler um Vivek Rangnekar von der Universität von Kentucky aktivierten bei den Tieren das Gen namens Par-4, das zum Absterben von Krebszellen führt, gesunde Zellen hingegen unbehelligt lässt. Die Mäuse mit dem aktivierten Gen blieben selbst unter dem Einfluss stark krebserregender Substanzen gesund und zeigten auch sonst eine normale Entwicklung.
Ob und wie die neuen Resultate auf den Menschen übertragbar sind, ist noch offen.
Cancer Resistance in Transgenic Mice Expressing the SAC Module of Par-4
Hautzellen mit Stammzellprogramm
Kurz nach dem Erfolg beim therapeutischen Klonen von Affen ist zwei Forscherteams nun ein weiterer wichtiger Schritt bei der Erzeugung maßgeschneiderter embryonaler Stammzellen gelungen: sie programmierten bereits spezialisierte menschliche Haut- und Bindegewebszellen so um, dass diese praktisch sämtliche Merkmale embryonaler Stammzellen aufwiesen. Beide Forschergruppen verwendeten dazu lediglich vier Gene, die sie mit Hilfe von Viren in die Zellen einschleusten. Erst im Juni war dieses Verfahren bei Mäusen geglückt, wobei die Forscher es damals noch für völlig offen hielten, ob sich ihre Methode auch auf menschliche Zellen übertragen ließe. Zwar können die umprogrammierten Zellen aus technischen Gründen und wegen Sicherheitsbedenken noch nicht für die Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden, sie sind jedoch eine vielversprechende Alternative zu echten embryonalen Stammzellen, da ihre Gewinnung ethisch unbedenklich ist.
Researchers Turn Skin Cells Into Stem Cells
Erreger der Schlafkrankheit fressen menschliche Antikörper
Forscher aus Darmstadt und Göttingen haben entdeckt, wie die Erreger der tödlichen Schlafkrankheit dem menschlichen Immunsystem entkommen. Die spindelförmigen Parasiten transportieren die für sie gefährlichen Antikörper zu ihrem hinteren Ende und fressen sie dann auf. Das berichtet das Biologenteam unter Leitung von Markus Engstler von der Technischen Universität Darmstadt in einem Artikel im Fachjournal „Cell“. Bislang war unklar, wie die Parasiten trotz der ständig steigenden Menge von Antikörpern im Blut des Menschen überleben können. Aus den jetzigen Erkenntnissen lässt sich möglicherweise eine völlig neue Therapie entwickeln.
Die von der Tsetsefliege übertragenen Erreger (Trypanosomen) schwimmen nach Beobachtung der Biologen pausenlos in eine Richtung und erzeugen damit eine Strömung. Die Antikörper werden durch diese Strömung nach hinten in Richtung Zellmund getrieben. Dort werden sie aufgenommen und danach verdaut. Somit können sie das Immunsystem nicht mehr alarmieren. Mit Hilfe eines genetischen Tricks, der sog. RNA- Interferenz, schalteten die Forscher im Labor bei Trypanosomen den „Rückwärtsgang“ ein. Das Ergebnis: statt nach hinten zum Zellmund zu wandern, gelangten die Antikörper nun zur Vorderseite der Zelle. Damit war geklärt, warum die Erreger niemals aufhören, vorwärts zu schwimmen, auch wenn sie im schneller fließenden Blut des Menschen kaum vorankommen: sie schwimmen um ihr Leben! Könnte man die Erreger wie im Labor auch im Körper des Menschen mit Hilfe der RNA-Interferenz am Schwimmen hindern, wären sie dem menschlichen Immunsystem hilflos ausgeliefert.
An der Forschungsarbeit waren auch Thomas Pfohl und Stephan Herminghaus vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen beteiligt.
Hydrodynamic Flow-Mediated Protein Sorting on the Cell Surface of Trypanosomes
Molecule from frog eggs could help treat brain tumors
A synthetic version of a molecule found in the egg cells of the Northern Leopard frog could provide the world with the first drug treatment for brain tumours. Known as Amphinase, the molecule recognises the sugary coating found on a tumour cell and binds to its surface before invading the cell and inactivating the RNA it contains, causing the tumour to die.
http://www.bath.ac.uk/news/2007/6/26/amphinase.html
Substance from tree bark kills certain kinds of cancer cells
Researchers at UT Southwestern Medical Center have determined how a substance derived from the bark of the South American lapacho tree kills certain kinds of cancer cells, findings that also suggest a novel treatment for the most common type of lung cancer. The compound, called beta-lapachone, has shown promising anti-cancer properties and is currently being used in a clinical trial to examine its effectiveness against pancreatic cancer in humans. Until now, however, researchers didn’t know the mechanism of how the compound killed cancer cells.
Substance in tree bark could lead to new lung-cancer treatment
Increase In Cancer In Sweden Can Be Traced To Chernobyl
The incidence of cancer in northern Sweden increased following the accident at the nuclear power plant in Chernobyl in 1986. This was the finding of a much-debated study from Linköping University in Sweden from 2004.
New research from Linköping University provides more scientific support for this Chernobyl connection. In two studies using different methods, Martin Tondel has shown a small but statistically significant increase in the incidence of cancer in northern Sweden, where the fallout of radioactive caesium 137 was at its most intense.
Nano-devices hold promise for early-stage cancer detection
They are miniature labs that can be swallowed like a pill, injected through a catheter, or woven into fabric. Their function is to screen for, detect, and potentially treat, cancer and other diseases when they are still at a single-cell size in early development stages. They will also detect harmful pathogens in food and water. Engineering researchers at McMaster University will be escalating efforts to develop these micro- and nanotechnology-based bio-sensors and imaging devices through the support of a recently announced grant from the Canada Foundation for Innovation (CFI). The bio-sensors and imaging devices being explored are based on integrating dissimilar technologies such as DNA, semiconductors, nanowires and polymers into „smart systems“ on a small chip. The resulting micro-labs could contain miniaturized systems for fluid filtration, DNA extraction, cell processing, imaging, computing, wireless communications, and laser and radiation detection systems.
https://dailynews.mcmaster.ca/articles/nano-devices-hold-promise-for-early-stage-cancer-detection/
Mutant Mouse Provides Insights Into Breast Cancer
By discovering a mutant mouse that is highly susceptible to mammary tumors, Cornell researchers have found a novel potential link between genetic defects in DNA replication (copying) and breast cancer. The mouse contains a mutation in a gene essential for replicating DNA in both humans and mice that increases the rate of flawed copies of genetic material, leading to mouse breast cancers.
http://news.cornell.edu/stories/2006/12/mutant-mouse-provides-insights-breast-cancer
