US-Forscher um Thomas Kipps von der Universität von Kalifornien in San Diego haben einen vielversprechenden Ansatz für eine Gentherapie gegen Leukämie gefunden: es gelang ihnen, das Immunsystem erkrankter freiwilliger Testpersonen mit Hilfe gentechnischer Methoden so zu verändern, dass es Antikörper gegen die entarteten Blutzellen bildete. Diese Abwehrproteine reagierten auf ein Eiweißmolekül namens ROR1, das bei Erwachsenen ausschließlich auf der Oberfläche von Leukämiezellen zu finden ist. Zwar handelt es sich bei den Ergebnissen bislang um reine Grundlagenforschung, sie zeigen jedoch, dass es prinzipiell möglich ist, die Schlagkraft des Immunsystems eines Leukämiepatienten gegen seine eigenen Krebszellen zu richten.
Gene Therapy Protocol at UCSD Activates Immune System in Patients with Leukemia
Auf dem Weg zur Leukämie-Impfung
13. Februar 2008
