Kategorie: Kosmologie

Naturgesetze gelten auch im fernen Universum

Die bei uns auf der Erde gültigen Naturgesetze haben ebenso Bestand in den Tiefen des Universums. So das Resümee eines Forschungsprojekts, durchgeführt von einem internationalen Astronomenteam, zu dem auch Christian Henkel vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie gehört. Das Ergebnis ihrer Arbeit, die im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht wurde, zeigt, dass eine der fundamentalen Naturkonstanten in der Physik, nämlich das Massenverhältnis zwischen Proton und Elektron, in einer Galaxie in rund sechs Milliarden Lichtjahren Entfernung nahezu exakt den gleichen Wert aufweist wie in irdischen Laboratorien.
Irdische Naturgesetze auch im fernen Universum gültig

Hubble: Blick in den Coma-Galaxienhaufen


Eine heute veröffentlichte Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble bietet einen eindrucksvollen Blick in den Coma-Galaxienhaufen. Diese fast kugelförmige Ansammlung von mehr als 1.000 Galaxien liegt in über 300 Millionen Lichtjahren Entfernung und hat ihren Namen von dem Sternbild, in dem der Galaxienhaufen zu finden ist: Coma Berenices (Haar der Berenike). Der 20 Millionen Lichtjahre durchmessende Coma-Galaxienhaufen ist eine der dichtesten Ansammlungen von Galaxien im Universum.
Hubble’s Sweeping View of the Coma Cluster of Galaxies

GLAST: Der bislang tiefste Blick ins All

Das „Gamma-ray Large Area Space Telescope“ (GLAST) ist eines der wichtigsten astronomischen Forschungsinstrumente, das in diesem Jahr in den Weltraum geschickt wird. GLAST soll den Himmel im Bereich der energiereichen kosmischen Gammastrahlung beobachten.
Das knapp zwei Stunden lange Startfenster für GLAST öffnet sich am morgigen Mittwoch, den 11. Juni 2008 um 17:45 Uhr MESZ. NASA TV wird den Start live im Internet übertragen.

Das Fermi Gamma-ray Space Telescope

NASA TV

Bizarrer Staubring um toten Stern

Amerikanische Astronomen haben einen bizarren Staubring um einen toten Stern entdeckt: der Staubring ist vermutlich aus einer Staub- und Gaswolke entstanden, die den toten Stern – einen sog. Magnetar – einst umhüllte. Der Magnetar mit der Bezeichnung SGR 1900+14 höhlte die Wolke dann von innen heraus aus, so dass ein gigantischer, deformierter Ring mit einer Länge von etwa sieben und einer Breite von ca. drei Lichtjahren übrig blieb. Forscher um Stefanie Wachter vom California Institute of Technology in Pasadena hatten den Staubring mit Hilfe des Weltraumteleskops Spitzer im Sternbild Adler aufgestöbert.

Strange Ring Found Circling Dead Star

Der "kleine Mann" und der kosmische Hexenkessel

Aus Anlass des 10. Jahrestages der Inbetriebnahme des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) wurden zwei bemerkenswerte Bilder von verschiedenen Nebeln im Sternbild Carina veröffentlicht. Der erste Nebel, Eta Carinae, hat die Form eines „kleinen Mannes“ und umgibt einen Stern, der dazu verdammt ist, irgendwann in den nächsten 100.000 Jahren zu explodieren. Das zweite Bild zeigt einen Nebel, dessen innere Turbulenzen durch einen Haufen junger, massereicher Sterne erzeugt werden.
The Little Man and the Cosmic Cauldron

Nahaufnahme eines sterbenden Riesensterns

Astronomen ist es erstmals gelungen, eine Nahaufnahme eines Roten Überriesen im letzten Stadium seiner Entwicklung zu machen. Der Stern mit der Bezeichnung WOH G64 befindet sich in der Großen Magellanschen Wolke in etwa 160.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Die Beobachtung gelang durch die Kombination von zwei der vier 8,2-Meter-Teleskope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile zu einem Interferometer. Sie zeigt einen dicken Staubring um den sterbenden Überriesen. Der innere Rand des Staubrings liegt bei etwa 120 Astronomischen Einheiten, also dem 120-fachen des Abstands Erde-Sonne. Die Gesamtgröße des Staubrings umfasst beinahe ein Lichtjahr. WOH G64 wird innerhalb der nächsten 10.000 Jahre als Supernova explodieren.
The Behemoth Has a Thick Belt

Spatially resolved dusty torus toward the red supergiant WOH G64 in the Large Magellanic Cloud

Blick auf einen sterbenden Riesen