Einen tiefen Blick in die Gashülle eines fernen Planeten haben amerikanische und europäische Forscher werfen können. Ihre Beobachtungen mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble bestätigen nicht nur das Vorhandensein von Wasser über der 900 Grad heißen Oberfläche des Exoplaneten HD 189733b. Die Daten beinhalten auch den optischen Fingerabdruck von Methan, berichtet die Forschergruppe im Fachmagazin „Nature“.
Astronomers Detect First Organic Molecule on an Exoplanet
Kategorie: Exoplaneten
Erste Phase der Entstehung von erdähnlichen Planeten beobachtet
Ein Team von Astronomen um William Herbst von der Wesleyan University konnte in einem Staubring um den Doppelstern KH 15D feste Teilchen ausmachen, die wesentlich größer sind als herkömmliche protoplanetare oder interstellare Staubteilchen. Die Teilchen mit einem Durchmesser von etwa 1 mm könnten die Vorläufer der mehrere hundert Kilometer großen Planetesimalen sein, aus denen erdähnliche Planeten entstehen.
First Step of Earth-Like Planet Formation Observed
Spitzer findet organische Materie und Wasser
Mit Hilfe des Weltraumteleskops Spitzer konnten Forscher große Mengen von einfachen organischen Gasen und Wasserdampf in einer planetenbildenden Region um einen jungen Stern nachweisen. Es gibt Indizien dafür, dass die Moleküle auch dort entstanden sind.
Spitzer Finds Organics and Water Where New Planets May Grow
Erdzwillinge häufiger als bisher gedacht
Sind Planetensysteme mit erdähnlichen Planeten eher selten oder haben wir sie bisher nur noch nicht entdeckt? Wahrscheinlich gilt letzteres, wie ein internationales Astronomenteam unter Leitung von Michael Meyer von der Universität von Arizona jetzt herausgefunden hat. Mit Hilfe des Weltraumteleskops Spitzer untersuchten die Forscher sechs Gruppen von Sternen unterschiedlichen Alters, deren Massen in etwa der Sonnenmasse entsprechen. Das Alter der Sterne reichte von drei bis zehn, von zehn bis 30, von 30 bis 100, von 100 bis 300 Millionen Jahren sowie von 300 Millionen zu einer Milliarde und von einer bis drei Milliarden Jahren. In der Fachzeitschrift „Astrophysical Journal Letters“ berichten die Astronomen davon, dass bis zu 62 Prozent der von ihnen beobachteten Sterne Systeme mit terrestrischen Planeten gebildet haben könnten oder noch bilden. Damit ist auch die Möglichkeit des Vorhandenseins außerirdischer Zivilisationen in unserer direkten kosmischen Nachbarschaft wieder gestiegen.
Many, Perhaps Most, Nearby Sun-Like Stars May Form Rocky Planets
Jupiter und Saturn im Kleinformat
Ein internationales Astronomenteam hat 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt zwei Planeten entdeckt, die verkleinerte Ausgaben von Jupiter und Saturn sein könnten: wie bei den beiden Gasriesen in unserem Sonnensystem besitzt auch in dem fernen Planetensystem der größere der beiden Planeten etwa dreimal so viel Masse wie der kleinere. Zudem umkreist er seinen Stern in einer Entfernung, die ungefähr halb so groß ist wie der Abstand zwischen dem Stern und dem kleineren, weiter entfernten Planeten – das gleiche Verhältnis gilt auch für die Umlaufbahnen von Jupiter und Saturn. Insgesamt, so die Forscher, ähnelt das System unserem Sonnensystem mehr als alle anderen bisher entdeckten Planetensysteme.
Entdeckt wurden der Stern OGLE-2006-BLG109L und seine Begleiter mit Hilfe von elf großen Teleskopen und einem Phänomen namens Mikrolinseneffekt.
Astronomers Discover Scaled-Down Jupiter And Saturn In A Faraway Solar System Like Our Own
Discovery of a Jupiter/Saturn Analog with Gravitational Microlensing
Erdähnlicher Planet in Staubscheibe um sonnenähnlichen Stern?
Der sonnenähnliche Stern FN Tau im Sternbild Stier ist 460 Lichtjahre von der Erde entfernt, ein Zehntel der Sonnenmasse schwer und gerade einmal 100.000 Jahre alt. Bei diesem kosmischen Leichtgewicht konnten Forscher mit Hilfe des Subaru-Teleskops auf Hawaii nun eine extrem leichte Staubscheibe sichtbar machen – eine Region, in der sich möglicherweise ein terrestrischer Planet befindet.
A Lightweight Disk Around a Lightweight Star May Harbor Earth-like Planet
Deep Impact sucht nach fremden Welten
Die NASA-Sonde Deep Impact hat ihr größtes Teleskop auf fünf Sterne gerichtet. Die Sonde, die damit ihre verlängerte Mission namens EPOXI beginnt, soll dort nach extrasolaren Planeten suchen.
NASA’s Deep Impact Begins Hunt for Alien Worlds
Planet-forming disk may harbor precursors to life
Astronomers at the Carnegie Institution have found the first indications of highly complex organic molecules in the disk of red dust surrounding a distant star. The eight-million-year-old star, known as HR 4796A, is inferred to be in the late stages of planet formation, suggesting that the basic building blocks of life may be common in planetary systems.
HR 4796A is located in the constellation Centaurus, visible primarily from the southern hemisphere. It is about 220 light years from Earth.
Red Dust in Planet-Forming Disk May Harbor Precursors to Life
Ein junger extrasolarer Planet in seiner kosmischen Krippe
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg haben den bisher jüngsten Exoplaneten entdeckt. Er hat etwa die zehnfache Masse des Jupiter und umläuft seinen Zentralstern TW Hydrae in nur knapp 4 Tagen in einem Abstand von etwa 6 Millionen Kilometern. Die Beobachtung ist der erste direkte Beleg dafür, dass in einer zirkumstellaren Scheibe tatsächlich Planeten entstehen.
http://www.mpia.de/Public/menu_q2.php?Aktuelles/PR/2008/PR080103/PR_080103_de.html
Erstmals Exoplanet mit Hilfe seines sichtbaren Lichts vermessen
Das sichtbare gestreute Licht eines Exoplaneten im Sternbild Fuchs haben schweizerische Astronomen erfasst und den Planeten so vermessen. Wegen der großen Entfernung konnten derartige Planeten optisch bisher nicht von ihren Muttersternen separiert werden. Der jetzt untersuchte Planet ist etwa 60 Lichtjahre von der Erde entfernt und umkreist den Zwergstern HD189733 in etwas mehr als zwei Tagen. Bekannt war bereits, dass es sich um einen Gasplaneten handelt, der sich extrem nahe um den Mutterstern bewegt. Ähnlich wie eine Polaroid-Sonnenbrille grelles, reflektiertes Sonnenlicht herausfiltert, haben die schweizerischen Forscher durch die Messung von polarisiertem Licht das schwache, vom Exoplaneten reflektierte Licht aus dem Sternenlicht extrahiert. Dadurch konnten sie die Größe des Exoplaneten und dessen Atmosphäre bestimmen und die planetare Umlaufbahn beschreiben. Aus der gemessenen Polarisation ergab sich, dass die Atmosphäre über 30 Prozent größer ist als der undurchsichtige Bestandteil des Planeten, der während des Transits beobachtet worden war.
First Detection of Polarized Scattered Light from an Exoplanetary Atmosphere
