Kategorie: Allgemein

Hubble arbeitet wieder

Das Weltraumteleskop Hubble arbeitet wieder: am Wochenende schalteten die Techniker der NASA die Wide Field Planetary Camera-2 wieder ein. Mit neuen Bildern der Kamera kann noch im Verlauf dieser Woche gerechnet werden. Die technischen Probleme mit Hubble begannen vor rund einem Monat, als ein Bauteil, das für die Aufbereitung und Übertragung der Daten zur Erde benötigt wird, Fehlfunktionen zeigte und daraufhin abgeschaltet werden musste. Als sich das Bauteil trotz mehrerer Versuche nicht wieder aktivieren ließ, entschieden sich die Techniker dafür, ein an Bord von Hubble befindliches Backup-Bauteil zu aktivieren. Dazu war es aber nötig, das gesamte Datenmanagement des Teleskops zu modifizieren. All diese Schwierigkeiten hatten für eine Verschiebung der letzten Service-Mission zu Hubble gesorgt, die ursprünglich für Mitte Oktober geplant war. Um nun während der Service-Mission auch das fehlerhafte Bauteil reparieren zu können, wurde der Start der Raumfähre Atlantis auf Mitte Februar 2009 verschoben.
Hubble Status Report #7

Solscape – Trouble mit Hubble: Gerät ausgefallen, Servicemission verschoben!

IBEX erforscht den Rand des Sonnensystems

Den Rand des Sonnensystems soll ein Satellit erforschen, den die NASA in der Nacht auf Montag gestartet hat. Der „Interstellar Boundary Explorer“ (IBEX) soll energiereiche Teilchen aus jener Region empfangen, in der Sonnenwind und interstellares Gas aufeinanderprallen. Bei diesem Aufeinandertreffen werden elektrisch neutrale Atome auf hohe Energien beschleunigt – unter anderem in Richtung inneres Sonnensystem. Aus der Kartierung dieses Teilchenregens erhoffen sich die Forscher um David McComas vom Southwest Research Institute im texanischen San Antonio neue Erkenntnisse über die Struktur der Stoßfront (Termination Shock). Messungen der Pioneer- und Voyager-Raumsonden hatten bereits gezeigt, dass deren Form nicht perfekt kugelförmig ist und im Laufe der Zeit variiert.
IBEX: Interstellar Boundary Explorer

Trouble mit Hubble: Gerät ausgefallen, Servicemission verschoben!

Das Weltraumteleskop Hubble hat seit dem vergangenen Wochenende heftige Probleme mit der Elektronik: ein Bauteil, das für die Aufbereitung und Übertragung der Daten der wissenschaftlichen Instrumente zuständig ist, funktioniert nicht mehr. Die für das Weltraumteleskop zuständigen Techniker konzentrieren sich momentan darauf, ein Reserve-Bauteil in Betrieb zu nehmen. Die für Mitte Oktober geplante letzte Service-Mission zu Hubble mit der Raumfähre Atlantis wurde inzwischen von der NASA auf (frühestens) Mitte Februar 2009 verschoben.
Hubble Space Telescope Problem Delays STS-125 Launch

„Hubble“ sendet keine Daten mehr

Falcon 1 erreicht Erdumlaufbahn

Das private Raumfahrtunternehmen Space X hat nach drei Fehlversuchen seine Trägerrakete Falcon 1 nun endlich erfolgreich gestartet und in eine Erdumlaufbahn gebracht. Die zweistufige Rakete hob heute um 01:16 Uhr MESZ vom Startplatz auf dem Kwajalein Atoll ab.
Herzlichen Glückwunsch an SpaceX!

Erster Weltraumspaziergang eines chinesischen Astronauten

China hat eine viel beachtete Premiere im All gefeiert: erstmals absolvierte ein Astronaut aus dem Reich der Mitte einen Außeneinsatz im Weltraum. Der 41-jährige Zhai Zhigang verließ das Raumschiff „Shenzhou 7“ heute gegen 10:45 Uhr MESZ für etwa 15 Minuten. „Ich grüße die Chinesen und die Menschen in der Welt“, sagte Zhai bei seinem Aufenthalt im All. China ist nach der ehemaligen Sowjetunion (18. März 1965, Alexei Leonow, Woschod-2) und den USA (3. Juni 1965, Edward White, Gemini 4) nun der dritte Staat, der im Alleingang einen Weltraumspaziergang absolvierte.

Goldene Ströme im Regenwald


Die untergehende Sonne verwandelt den Amazonas und einige seiner Nebenflüsse in Ströme aus Gold. Rund tausend Kilometer von der Küste entfernt, schlängelt sich der Fluss in diesem rund 150 Kilometer umfassenden Bildausschnitt ostwärts. Die schimmernden Flächen zwischen dem Amazonas in der Bildmitte und dem Madeira River am unteren Bildrand sind ausgedehnte sumpfige Feuchtgebiete. Oberhalb des Amazonas fließt der Uatumã River seiner Mündung entgegen. Die Aufnahme stammt von den Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation und wurde am 19. August 2008 gemacht.

Sunglint on the Amazon River, Brazil

Tschechien wird Mitglied der ESA

Die Europäische Weltraumbehörde ESA wächst: am 8. Juli 2008 unterzeichneten ESA-Generalsekretär Jean-Jacques Dordain und der tschechische Ministerpräsident Mirek Topolánek in Prag ein Abkommen über den Beitritt des Landes. Raumfahrt ist für Tschechien prinzipiell kein neues Thema: während des sowjetischen Interkosmos-Programms flog Vladimir Remek als erster, damals noch tschechoslowakischer, Kosmonaut im März 1978 mit der Sojus 28 zur Orbitalstation Saljut 6. Und seit 1996 arbeitet Tschechien im Rahmen eines Kooperationsabkommens eng mit der ESA zusammen.
Czech Republic accedes to the ESA Convention

Missionsende von Ulysses

17 Jahre lang lieferte die Sonnensonde Ulysses wertvolle Daten über unser Zentralgestirn. Am 1. Juli nun endet die Mission von Ulysses. Dies gaben NASA und ESA auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Paris bekannt.
Ulysses hat während ihrer Missionszeit einen nahezu vollständigen Sonnenfleckenzyklus beobachtet und die räumliche Struktur der inneren Heliosphäre nebst Sonnenmagnetfeld erschlossen. Die Sonde überflog je dreimal den Sonnennord- und -südpol in einem Abstand von rund 300 Millionen Kilometern und funkte eine Fülle einzigartiger Messdaten zur Erde. Zusammen mit der Raumsonde SOHO stellte Ulysses die wissenschaftlichen Grundlagen für Weltraumwettervorhersagen bereit. Diese ermöglichen rechtzeitige Warnungen vor „Stürmen“ im Erdmagnetfeld. Bei solchen Ereignissen können unter anderem Satelliten und irdische Stromnetze ausfallen.
Weltweit arbeiteten rund 150 Wissenschaftler an der Ulysses-Mission, über tausend wissenschaftliche Arbeiten wurden publiziert. An der Mission waren von deutscher Seite die Max-Planck-Institute für Sonnensystemforschung, für Kernphysik und für Extraterrestrische Physik, die Universitäten Kiel, Bonn, Bochum und Köln sowie die Technische Universität Braunschweig und das Astrophysikalische Institut Potsdam beteiligt. Insgesamt förderte die deutsche Raumfahrt-Agentur DLR sechs der zehn Ulysses-Experimente, davon drei mit jeweils einem Deutschen als leitendem Wissenschaftler.
Sun to set on Ulysses solar mission on 1 July

ESA Science & Technology: Ulysses