Missionsende von Ulysses

17 Jahre lang lieferte die Sonnensonde Ulysses wertvolle Daten über unser Zentralgestirn. Am 1. Juli nun endet die Mission von Ulysses. Dies gaben NASA und ESA auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Paris bekannt.
Ulysses hat während ihrer Missionszeit einen nahezu vollständigen Sonnenfleckenzyklus beobachtet und die räumliche Struktur der inneren Heliosphäre nebst Sonnenmagnetfeld erschlossen. Die Sonde überflog je dreimal den Sonnennord- und -südpol in einem Abstand von rund 300 Millionen Kilometern und funkte eine Fülle einzigartiger Messdaten zur Erde. Zusammen mit der Raumsonde SOHO stellte Ulysses die wissenschaftlichen Grundlagen für Weltraumwettervorhersagen bereit. Diese ermöglichen rechtzeitige Warnungen vor „Stürmen“ im Erdmagnetfeld. Bei solchen Ereignissen können unter anderem Satelliten und irdische Stromnetze ausfallen.
Weltweit arbeiteten rund 150 Wissenschaftler an der Ulysses-Mission, über tausend wissenschaftliche Arbeiten wurden publiziert. An der Mission waren von deutscher Seite die Max-Planck-Institute für Sonnensystemforschung, für Kernphysik und für Extraterrestrische Physik, die Universitäten Kiel, Bonn, Bochum und Köln sowie die Technische Universität Braunschweig und das Astrophysikalische Institut Potsdam beteiligt. Insgesamt förderte die deutsche Raumfahrt-Agentur DLR sechs der zehn Ulysses-Experimente, davon drei mit jeweils einem Deutschen als leitendem Wissenschaftler.
Sun to set on Ulysses solar mission on 1 July

ESA Science & Technology: Ulysses