Blick in die ferne Vergangenheit des Alls

Die ferne Vergangenheit des Universums rückt näher. Mit neu entwickelten Spektrografen werden Astronomen im Rahmen des Sloan Digital Sky Survey III (SDSS-III) Galaxien und Quasare in den Tiefen des Weltalls untersuchen. Die neuen Instrumente haben eine hohe Infrarot-Empfindlichkeit und sehen so noch sehr weit entfernte Milchstraßensysteme, deren Licht aufgrund der kosmischen Expansion in den langwelligen, roten Bereich des Spektrums verschoben ist.
In der Nacht zum 15. September 2009 lieferten die neuen Spektrografen am 2,5-Meter-Teleskop auf dem Apache Point im US-Bundesstaat New Mexico die ersten, vielversprechenden Daten.
Bis zum Jahr 2014 soll der Baryon Oscillation Spectroscopic Survey (BOSS), an dem das Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching bei München beteiligt ist, die Spektren von 1,4 Millionen Galaxien und 160.000 Quasaren erfassen. BOSS ist damit die größte von insgesamt vier Erhebungen im Rahmen des SDSS-III.

Sloan Digital Sky Survey III

BOSS: Baryon Oscillation Spectroscopic Survey