Komet "Wild 2" enthält die Aminosäure Glycin

Am 2. Januar 2004 flog die Raumsonde Stardust etwa 390 Millionen Kilometer von der Erde entfernt durch den Schweif des Kometen „Wild 2“ und sammelte dabei Staubteilchen ein. Ein Kanister mit den Proben ging zwei Jahre später in der Wüste von Utah nieder.
Nun hat ein Team um die Astrobiologin Jamie Elsila von NASA’s Goddard-Forschungszentrum im US-Bundesstaat Maryland mikroskopische Spuren der Aminosäure Glycin aus dem von Stardust eingesammelten Staub extrahiert. Glycin ist ein wichtiger Baustoff der Proteine.
Der Fund bekräftigt die Theorie, wonach die Rohstoffe des irdischen Lebens ihren Ursprung im Weltall haben und möglicherweise mit Kometen und Asteroiden auf die Erde kamen. So wurde Glycin schon in mehreren Meteoriten entdeckt – beispielsweise in einem, der 1969 nahe des australischen Ortes Murchison niederging [1]. Auch in Molekülwolken wie Sagittarius-B2, Orion-KL und W51 wurde bereits Glycin nachgewiesen [2].

NASA Researchers Make First Discovery of Life’s Building Block in Comet

Jet Propulsion Laboratory Blog: Comets and Life On Earth

[1] Murchison-Meteorit

[2] Amino acid detected in space