Bislang ging man davon aus, dass sich Planetarische Nebel nur um sterbende Sterne bilden können, die etwa die Größe und Masse unserer Sonne besitzen. Doch auch mittelschwere Sterne vergehen nicht sang- und klanglos, vermuten Miroslav Filipović von der University of Western Sydney und seine Kollegen. In den Magellanschen Wolken fanden die Astronomen gleich fünfzehn ungewöhnlich intensiv strahlende Planetarische Nebel. Diese farbenprächtigen Sphären aus leuchtendem Gas könnten ihrer Ansicht nach von alternden Sternen mit bis zu acht Sonnenmassen ausgestoßen worden sein. Um die besonderen Eigenschaften der Objekte hervorzuheben, bezeichnen die Forscher sie als „Planetarische Supernebel“.
Filipović und Kollegen machten ihre Entdeckung, als sie die Daten aus aufwändigen Radiobeobachtungen der Magellanschen Wolken mit Katalogen bekannter Planetarischer Nebel abglichen. Für vier Radioquellen in der Kleinen Magellanschen Wolke und für elf Radioquellen in der Großen Magellanschen Wolke ergab sich eine klare Übereinstimmung. Beobachtungen mit optischen Teleskopen halfen, andere Strahlungsquellen auszuschließen und somit die Identifizierung zu bestätigen.
Die Radiostrahlung der Supernebel in der Kleinen Magellanschen Wolke ist sogar wesentlich intensiver als die von Pendants in der Milchstraße selbst. Dies bedeutet, dass allein die jeweiligen Gashüllen der sterbenden Sterne ein Mehrfaches der Sonnenmasse aufweisen.
Astronomen entdecken Planetarische Supernebel
14. August 2009
