Walfleisch: Gesundheitsgefahr durch Schadstoffe und Bakterien

Menschen, die häufig Wal- und Delfinfleisch essen, leiden häufiger an Gedächtnisstörungen, Parkinson-Erkrankungen und Immunschwächen. Dies zeigt ein Bericht, den die Artenschutzorganisation „Pro Wildlife“ auf der Internationalen Walfangkonferenz vorstellte. Die Inuit in Kanada, Alaska und Grönland sind besonders betroffen, aber auch die Bevölkerung von Industriestaaten wie Japan.
In Walprodukten werden die Grenzwerte für Quecksilber, PCB oder DDT oft um das bis zu 5.000fache überschritten. Bei den meisten Ureinwohnern, und auch in Japan, werden Wal- und Delfinprodukte zudem teilweise roh verzehrt – die Konsumenten riskieren damit die bakterielle Erkrankung Brucellose. „Fast 40 Prozent des Zwergwal-Fleisches aus dem japanischen Walfang im Nordpazifik sind Brucella-verseucht. Der Regierung in Tokio ist dies bekannt. Trotzdem wird das Fleisch verkauft.“, so die Pro Wildlife-Sprecherin Sandra Altherr.
Auch die Regierung Grönlands verharmlost die Gesundheitsrisiken und empfiehlt Walfleisch – aus kulturellen Gründen. Ähnlich argumentieren die Behörden in Kanada, obwohl die dort angebotenen Belugas und Narwale stark mit Giftstoffen belastet sind.

Toxic Menu – Contamination of Whale Meat and Impact on Consumers‘ Health (lokal gespeicherte PDF-Datei)