Aus Nordamerika nach Sibirien eingewanderte Wollhaarmammuts verdrängten offenbar die dort zuvor heimischen Populationen, bevor sie letztendlich selbst ausstarben. Dies zeigen Analysen der aus Mammut-Knochen extrahierten mitochondrialen DNA. Die Forschungsergebnisse bestätigen frühere Vermutungen, wonach Mammuts die Beringstraße auch von Ost nach West überquerten.
Hendrik Poinar von der McMaster University in Hamilton und seine Kollegen extrahierten das Erbgut von 135 gesicherten Mammut-Funden, ergänzten die ermittelten Sequenzen mit bereits bekannten publizierten Daten und erstellten einen Stammbaum der verschiedenen Abstammungslinien. Dabei stellten sie fest, dass zwei Mammut-Gruppen amerikanischen Ursprungs vor etwa 300.000 Jahren in Sibirien auftauchten und im Laufe der nächsten Jahrtausende die dort ursprünglich vorkommenden asiatischen Linien vollständig verdrängten.
DNA shows that last woolly mammoths had North American roots
Letzte sibirische Mammuts hatten amerikanische Wurzeln
5. September 2008
