Griechen und Römer liebten die Musik. Welche Melodien sie spielten, bleibt wohl für immer ein Geheimnis; wie ihre Instrumente klangen hingegen nicht. Mit Hilfe von Computern können sie als virtuelle Rekonstruktion zum Klingen gebracht werden. So wie das Epigonion, das Francesco De Mattia vom Conservatorio di Musica di Salerno und seine Mitarbeiter jetzt vorstellten. Die Harfe ist auf griechischen Vasenbildern zu sehen und in historischen Dokumenten beschrieben. So berichtet der griechische Autor Athenaeus um 200 n.Chr., dass der Musikant das 40-saitige Epigonion mit beiden Händen spielte und mit sanft gezupften Tönen den eigenen Gesang unterstrich. Die Wissenschaftler erstellten im Computer ein virtuelles Epigonion und berechneten auf der Basis der physikalischen Eigenschaften die Klangeigenschaften. Das Ergebnis: ein vierstimmiges Musikstück von einer halben Minute Länge, welches man sich hier anhören kann (MP3; Link öffnet sich in einem neuen Browserfenster).
