Kategorie: Forschung & Technik

3D-Rekonstruktion astronomischer Nebel

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3D-Modell eines astronomischen Nebels.

Ein neues Computerprogramm des Instituts für Computergraphik der Technischen Universität Braunschweig kann anhand von Fotos ein physikalisch plausibles 3D-Modell von astronomischen Nebeln erzeugen. Das Programm benötigt nur wenige Sekunden, um ein interaktives Modell zu erstellen, durch das der Benutzer in Echtzeit hindurch oder drum herum fliegen kann.

Algebraic 3D Reconstruction of Planetary Nebulae

Abstoßende Lifschitz-Casimir-Kraft erzeugt

Zwischen Objekten, die weniger als 100 Nanometer voneinander entfernt sind, treten kleine, aber messbare Anziehungskräfte auf. Mit Hilfe bestimmter Materialien konnte diese Casimir-Kraft nun in eine abstoßende Wechselwirkung umgekehrt werden. Dieser Effekt ermöglicht beispielsweise ein Objekt über einer Oberfläche schweben zu lassen oder Bauteile und Sensoren mit extrem niedriger Reibung zu entwickeln.
Im Jahr 1948 hatte der Physiker Hendrick Casimir vorausgesagt, dass sich zwei metallische Oberflächen anziehen, wenn sie sich sehr dicht gegenüber stehen. Erzeugt wird diese Kraft durch Quantenfluktuationen der Energie, die sich mit Heisenbergs Unschärferelation vereinbaren lassen. Jewgeni Michailowitsch Lifschitz erweiterte die Theorie und fand heraus, dass auch repulsive Kräfte möglich sein müssen.

Measured long-range repulsive Casimir–Lifshitz forces

Die Ursache für das schlechtere räumliche Denken bei Frauen

US-Forscher um Tim Koscik von der University of Iowa in Iowa City haben entdeckt, warum Frauen im Schnitt ein schlechteres räumliches Vorstellungsvermögen haben als Männer: ihr Schläfenlappen – der Teil des Gehirns, der für die Verarbeitung von räumlichen Zusammenhängen zuständig ist – hat eine dickere Rinde und gleichzeitig eine kleinere Oberfläche als der von Männern. Beide Merkmale, die Rindendicke und die Oberflächengröße, stehen im direkten Zusammenhang mit der Fähigkeit, sich dreidimensionale Objekte vorzustellen und sie im Geiste rotieren zu lassen. Als nächstes wollen die Wissenschaftler nun testen, ob es sich um einen angeborenen Unterschied handelt oder ob er sich aufgrund einer unterschiedlichen Erziehung der Geschlechter herausbildet.

Sex difference on spatial skill test linked to brain structure

Erster Schritt auf dem Weg zum "interplanetaren Internet"

Technikern des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena, Kalifornien, ist es mittels der Software Disruption-Tolerant Networking (DTN) gelungen, Dutzende von Weltraumbildern zur Raumsonde Epoxi zu übertragen, die sich derzeit in einer Entfernung von etwa 32 Millionen Kilometern von der Erde befindet, und diese Bilder von dort auch wieder problemlos zu empfangen.
NASA Tests First Deep-Space Internet

Erstmals Selbstfabrikation von Ribozymen nachgewiesen

Bei der Suche nach den Ursprüngen des Lebens ist ein deutsch-amerikanisches Forscherteam mit Prof. Dr. Günter von Kiedrowski von der Ruhr-Universität Bochum jetzt einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass sich sog. Ribozyme (das sind RNA-Moleküle mit Enzymfunktion) von selbst zu größeren Einheiten zusammenlagern können. Dies stützt die Hypothese, wonach die ersten „Lebewesen“ auf der Erde RNA-Moleküle waren, die sich selbst vervielfältigen konnten.
RUB-Chemiker wagen einen Blick in die Frühphase der Evolution

Fischschwarm im Tiefseegraben gefilmt

Einem Team um Alan Jamieson vom Oceanlab der University of Aberdeen ist es erstmals gelungen, mit einer Zeitrafferkamera Aufnahmen von Fischen in 7.700 Meter Meerestiefe zu machen. Neben der Kamera ließen die Forscher einen Köder vom Forschungsschiff Hakuho Maru aus in den Japan-Graben herab, der Scheibenbäuche aus der Familie der Liparidae anlockte. Die Fische traten im Schwarm um den Köder auf und erwiesen sich als lebhaft und kontaktfreudig. Bisher hatte man die Tiere zwar im Labor, aber nie in ihrer natürlichen Umgebung erforscht. Viele Arten der Scheibenbäuche leben unterhalb von 6.000 Metern Tiefe in den Gräben des Pazifischen Ozeans, der sog. hadalen Zone. Sie sind vor allem auf herabsinkende Nahrung wie Plankton und Fischkadaver aus Oberflächenwasser angewiesen. Ansonsten fressen sie lediglich kleine Krustentiere, die ebenfalls in dieser Tiefe leben. Die Ausrüstung der Mission wurde vom Oceanlab speziell angefertigt, um den Bedingungen in Tiefseegräben standzuhalten. Der Wasserdruck erreicht hier ca. 8.000 Tonnen pro Quadratmeter. Außerdem herrscht totale Finsternis und die Temperaturen liegen nahe dem Gefrierpunkt.

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